Freitag, 12. Juni 2015

Schöckl von 2 Seiten und die Hohe Rannach

Nachdem ich wieder ein funktionstüchtiges MTB habe, muss ich eine Testfahrt machen. Das Wetter ist schön, Bernd hat Zeit und ich bin sehr motiviert.
Somit ist alles angerichtet für eine schöne Tagestour. Da es sehr heiß werden soll, starten wir schon etwas früher. Um 6:45 treffen wir uns an der Hauptbrücke und starten gleich zum Fuß der Leber. Das Tempo ist hoch und so sind wir auch bald dort. Ab jetzt gehts ins Gelände. Zum Glück liegt die Strecke im Schatten und so schwitzen wir zwar ordentlich, aber kommen trotzdem schnell voran Richtung Schöckl.
Einen "älteren" Herrn treffen wir immer wieder und jedes mal fährt er uns davon. Erst bei der Gipfelwiese müssen wir in die Sonne und so kommt der schwierige Untergrund und die Hitze zusammen, aber wir schaffen es trotzdem und schnaufen uns die letzten Meter auf steilen Schotter bis zum Gipfel. Dort treffen wir den Herrn wieder und plaudern ein wenig mit ihm. Er hat für seine Frau das Rad gerade gekauft und macht eine Probefahrt, bei der er uns ganz einfach richtig alt aussehen lässt.

Es ist erst 9 Uhr und so ist es für eine Einkehr noch zu früh, obwohl wir jetzt ein Scham-Bier brauchen könnten. Aber wir lassen uns die Motivation nicht nehmen und so starten wir, bei der Bergstation vorbei, runter zum Schöcklkreuz. Der Weg ist zuerst sehr schottrig und nicht sehr angenehm zu fahren. Da ich aber mit dem Hardtail fahre und schon viele Wanderer unterwegs sind, bleiben wir auf dem breiten Weg und lassen dein schmalen, steilen Wanderpfad aus.
Am Schöcklkreuz wechseln wir dann auf eine MTB-Strecke Richtung alten Nordlift. Wir kommen auch schnell dort an und haben eine kurze Asphaltstrecke vor uns, bevor wir wieder auf die MTB-Strecke von Norden zur Gipfelwiese treffen. Diese kurze Forststraße hat es in sich. Sie ist zwar schön zu fahren, aber relativ steil und die Sonne macht es jetzt auch nicht mehr einfacher. So kommen wir mittlerweile etwas müde bei der Gipfelwiese an.


Aber was sollen wir jetzt machen? Nochmal auf den Gipfel? Oder doch noch woanders hin? Wir wollen uns das bei der Johann-Waller-Hütte überlegen, aber leider hat die heute geschlossen und so fahren wir auf dem "Langen Weg" runter und machen einen Zwischenstop beim Martinelli auf der Leber.
Nach dem Motivationsbier, laut Bernd eine Erfindung von mir die ich mir patentieren lassen sollte, starten wir noch Richtung Hohe Rannach. Die Motivation ist gut, aber die Beiden werden schon müde und so sind wir froh, dass es zuerst gemächlich auf der Forststraße bergauf geht. An der Nordseite angekommen, wird die Straße sehr steil und wir müssen ein Stück schieben, bis wir uns die letzten Meter durchs dichte Gestrüpp bis auf den Gipfel treten.

Jetzt gehts an die Abfahrt. Wir fahren den Wanderweg, der uns beim Höchwirt vorbei, bis nach Gratkorn-St. Stefan führt. Ein super Weg, nur mit dem Hardtail muss man schon etwas bremsen, um nicht vom Rad gebeutelt zu werden.
Die letzten Kilometer müssen wir noch auf Asphalt bis nach Graz strampeln, wo wir ein Bier im Parkhaus auf die schön-anstrengende Tour trinken.

Strecke: 71km
Anstieg: 1730hm
Fahrzeit: 5h


Freitag, 5. Juni 2015

Grünstein und Kühroint-Alm

Bei meinem Heimaturlaub wollten wir das schöne Wetter nutzen und unsere erste Wanderung in diesem Jahr unternehmen. Da das Wetter aber extrem heiß war, suchte meine Mutter eine kleine Tour aus, wo wir viel im Schatten gehen konnten.
Wir starteten vom Parkplatz Hammerstiel nahe Berchtesgaden. Der Weg führt im Wald steil nach oben und nach ca. 1h10min waren wir schon am Grünstein. Die 2h Angabe hatten wir deutlich unterboten. Am Gipfel hat man schon einen sehr schönen Blick auf die Berge und den Königssee. Vor allem der Watzmann ist schon fast zum Greifen nahe.
Nach einer längeren Pause entschieden wir einen Tipp von Phil zu folgen und gingen weiter zur Kühroint-Alm. Dorthin war die Zeitangabe auch wieder nicht ganz passend, dieses mal kam es uns länger vor. Aber egal, wir erreichten die Alm und konnten uns bei der Hütte stärken. Den Watzmann hatten wir jetzt noch näher von einer etwas anderen Seite im Blick.
Jetzt hatten wir die Tour schon etwas verlängert und wollten nicht mehr zu lange unterwegs sein in der Hitze und wanderten darum durch den Schapbachboden zurück zum Parkplatz.
Die Tour war wunderschön und vor allem waren wir dem Watzmann noch nie so nahe.

Grünstein Kühroint-Alm 2015-06-05

Sonntag, 26. April 2015

Gösting - Frauenberg - Judendorf - Stift Rein - Plesch - Mühlbacher Hütte - Kaschlsteig

Heute gibts für mich Neuland.
Wir treffen uns bei Stift Rein mit Martin. Da Bernd, Uwe und ich aber nicht nur am Radweg die 20km treten wollen, fahren wir von Gösting auf die Ruine und weiter auf den Frauenkogel. Hier nehmen wir den Engeltrail bis nach Judendorf. Die restlichen Kilometer legen wir auf Asphalt zurück.
Martin ist mit dem Auto angereist und hat noch frische Wadln, da ist die erste Steigung gleich das richtige aufwärm Programm. Unsere Route führt uns zuerst den GUW - Glöcklwirt - Lippbauer - Marxbauer - Pleschwirt, unser erster 1000er. Von hier gehts weiter vorbei am Heiggerkogel, der 2. 1000er, bis zur Mühlbacher Hütte und dem Mühlbacher Kogel, der 3. 1000er.
Bei der Hütte herrscht schon "Andrang" obwohl sie noch zu hat, aber im Schutzraum gibts eine Kassa und Radler für uns, also machen auch wir eine Pause.

Leider hat der letzte Winter ziemlich viele Schäden im Wald verursacht und so schaut die Gegend sehr verwüstet aus und die Forstarbeiter haben alle Hände voll zu tun. Uns wird dadurch der direkte Weg zum Kaschlsteig versperrt und so mühen wir uns zuerst auf den Mühlbacher Kogel, bevor wir über eine Forststraße auf den Steig kommen. Jetzt wirds interessant. Es ist ein Steig und kein Weg, d.h. steil, steinig und schwierig zu fahren. Genau das was ich mag. Im ersten Teil sind nur lose Steine am Weg und so schmeist Martin gleich mal sein Rad weg. Uwe beschließt zu schieben, zwei Wanderer warten mit ihrem Hund neben dem Weg und sehen Bernd und mir zu wie wir uns runter quälen - lustig. Danach wirds etwas flacher und ohne Steine, somit kommen wir gut voran und es macht richtig Spaß. Leider muss man zwischendurch immer wieder absteigen und über Wurzelpassagen bergauf schieben. Martin beschließt nochmal abzusteigen, leider auf die falsche Seite und so landet er nach einem Überschlag einige Meter unterhalb des Weges, aber nichts passiert. Wir genießen den Trail bis er uns irgendwo wieder ausspuckt und wir die letzten Kilometer auf Asphalt zurück zum Stift Rein fahren.
Den Heimweg bewältigen wir jetzt auch auf normalen Straßen, aber noch voller Euphorie vom Kaschelsteig dauert es nicht lange und wir sind wieder in Gösting.

War ein super Ausflug heute in eine Gegend in der ich noch nie war. Die Landschaft ist sehr schön, nur die großen Schäden im Wald trüben ein wenig die Schönheit. Der Kaschelsteig ist super, nur sollte man gut aufpassen und vor allem den Wanderern den Vortritt lassen. Am Besten nicht am Wochenende fahren, den sobald die Hütte auf hat, wird sicher noch um einiges mehr los sein.

Strecke: 60km
Anstieg: 1300hm

Sonntag, 19. April 2015

Schöckl - 730er

Heute sind wir eine größere Gruppe.
Martin, Karin, Gotti, Sylvia, Bernd und ich gehen heute den Grazer Hausberg, den Schöckl an.
Nach kleinen Treffpunktschwierigkeiten gehts flott dahin und bald sind wir am Fuß der Leber, ab jetzt haben wir Schotter unter den Reifen.
Wir kommen gut voran und machen beim Forsthaus eine kurze Pause. Die Gruppe trennt sich danach, wobei ein Teil auf die Teerstraße abzweigt und Bernd, Sylvia und ich weiterfahren und eine neue Variante über die Gipfelwiese testen. Bringt nicht viel, die Wiese schluckt einfach zu viel Kraft und so powern wir uns vorm Gipfel nochmal richtig aus. Die Sicht vom Gipfel ist heute super, aber es ist kalt und so machen wir uns Richtung Stubenberghaus auf, wo die anderen schon auf uns warten.
Gestärkt treten wir die Abfahrt an. Wir fahren den gleichen Weg und zweigen auf dem Langen Weg Richtung Erhardhöhe ab, um zum 730er zu kommen. Diesen folgen wir bis nach Kalkleiten. Von hier nehmen wir, wie letzte Woche, den unteren Teil des 730er bis nach Ursprung.
War wieder ein super Ausflug mit einigen Höhenmetern, manche werden am Abend gut geschlafen haben :-)

Strecke: 64km
Anstieg: 1260hm




Sonntag, 12. April 2015

Gösting - Plankenwart - Judendorf - Hohe Rannach - Kalkleiten - 730er

Die Radsaison hat schon voll gestartet. Daher werde ich in Zukunft auch von meinen Rad- und MTB-Touren berichten.
Fotos gibt es meist keine, aber das wird sich wieder ändern.

Die Erste längere Tour unternahm ich mit Bernd und Martin.
Von Gösting starteten wir auf die Ruine und dann immer weiter bis unterhalb des Generalkogel und weiter nach Plankenwarth wo wir ein kurzes Asphaltstück hatten. In Scherleiten gings wieder in den Wald bis nach Gratwein. Markus hatte schon genug, aber Bernd und ich wollten den wunderschönen Tag noch nutzen und wir fuhren weiter nach Gratkorn.
Hier suchten wir einen Weg rauf zum Höchwirt und dann auf der WM-Marathon Strecke bis auf die hohe Rannach. Leider waren 3 Müsliriegel und 1 Liter Wasser nicht sehr viel und so waren wir auf der Leber schon eher fertig. Wir fuhren aber noch weiter nach Kalkleiten, dort ist ein Brunnen und der untere Teil des 730er Weges. Der Brunnen war leider noch trocken, dafür hatten wir den super 730er vor uns. Den bin ich bis jetzt noch nicht gefahren und muss sagen, den werde ich mir sicher noch öfter ansehen. In Ursprung spuckte uns der Trail aus und jetzt hatten wir noch einige Straßen Kilometer vor uns.
War eine super Tour, gerne wieder.

Strecke: 61km
Anstieg: 1370hm


Freitag, 20. März 2015

Festkogel Skitour

Eigentlich habe ich gar nicht mehr mit einer Skitour gerechnet, nach meiner 5 wöchigen Zwangspause. Aber meine Bindung wurde nochmal überholt und ich sollte sie testen. Da passt mir die Skitour von der Arbeit aus mit dem Bergführer Paul Sodamin auf den Festkogel ganz gut. Dort war ich noch nie und als Testgelände, um ein paar Sprünge zu machen und zu sehen ob die Bindung hält auch ein gutes Ziel.

Das Wetter ist super vorhergesagt und so ist mir der Start gegen 8 zu spät. Paul der gerade aus Südtirol kommt sieht das genauso und so starten wir um 7 vom Gh. Kölbl in Johnsbach.
Zuerst heißts Ski tragen bis auf ca. 1100hm, ab hier wird geschlurft.
Die erste Zeit sind wir noch im Schatten, aber ab der Unteren Koderalm sind wir in der Sonne und der Schweiß spritzt in alle Richtungen. Ein Kollege hat heute ein wenig Probleme mit der Hitze und so verteilen wir sein Gepäck und machen auch öfter Trinkpausen. Leute sind heute genug unterwegs, aber da wir nicht so flott sind und ca. 4:30h für den Aufstieg brauchen, haben wir dafür den Gipfel für uns, da die Anderen schon abgefahren sind.
Aufgrund der partiellen Sonnenfinsternis, die wir im Aufstieg immer wieder beobachtet haben und auch gespürt haben wie es kühler wird, haben wir am Gipfel noch etwas Zeit, da die Schneedecke nicht so schnell aufgefirnt hat wie gedacht.

Die Abfahrt ist genauso schweißtreibend wie der Aufstieg und der Schnee wird im Mittelteil schon sehr tief. Weiter oben und weiter unten waren die Verhältnisse aber super.

Es war eine sehr schöne Skitour und der Festkogel ist auch ein super Ziel, dass man sicher noch öfters besuchen kann.

Gesamtzeit: 6:30h
Aufstieg: 1458hm




Festkogel Skitour 2015-03-20

Samstag, 14. Februar 2015

Stadelstein von Galleiten Skitour

Traumhaftes Wetter ist vorhergesagt und so treffen sich Sylvia und ich mit Karin und Gotti in der Eisenerzer Ramsau. Da sie gestern schon am Kragelschinken waren, schlägt Gotti als Ziel den Stadelstein von Galleiten aus vor. Ich kenne ihn nur von Süden, also habe ich nichts gegen dieses Ziel.
Wir parken auf ca. 990m wo noch einige andere Autos stehen und wir starten um ca. 9 Uhr.
Wir werden gleich von einem Skidoo überholt, welches zwei "Skitourengeher" hinter sich herzieht. Einige Minuten später wissen wir auch wohin die so flott unterwegs waren. Die Schafferalm wird von ihnen gerade frei geschaufelt und aus dem Kamin rauchts auch schon. Da werden heute sicher einige einkehren.
Wir brauchen noch keine Stärkung und gehen weiter, haben wir doch schon den Schwarzstein und den Stadelstein im Blick, die schon wunderschön von der Sonne beschienen werden.
Auch wir kommen wenig später in die Sonne und es ist heute sehr heiß. Die Spur wird steiler und zwischenzeitlich auch sehr eisig. Wir haben das Hochtörl aber schnell erreicht. Nur jetzt wissen wir nicht wirklich weiter. Hier ist wenig Schnee und da wollen wir eigentlich bei der Abfahrt nicht herumsuchen. Im Aufstieg haben Gotti und ich unterhalb des Schwarzsteins ein paar Spuren in einem sehr schönen Hang entdeckt, nur wissen wir nicht, wie wir vom Stadelstein dorthin kommen. Wir beschließen trotzdem zuerst auf den Stadelstein zu gehen und dann überlegen wir wo wir abfahren.
Der weitere Weg auf den Kamm zwischen Stadelstein und Speikkogel ist sehr heiß, das erinnert schon eher an einen Frühjahrs Skitour. Das Skidepot haben wir aber bald erreicht und da wir beschließen westlich um den Stadelstein herum zu unseren gesichteten Abfahrtsspuren zu gehen, nehmen Gotti und ich die Ski auch nicht mit auf den Gipfel und fahren die Gipfelrinne Richtung Osten nicht.
Am Gipfel sind einige unterwegs, aber es herrscht noch kein Gedränge, wie man an so einem schönen Tag schon erwarten könnte. Einige fahren in die Gipfelrinne ein  und es schaut ganz gut machbar aus, vielleicht passts ein andernmal. Wir gehen wieder zum Skidepot um zu jausnen.

Unser Entschluss hat sich geändert, wir fahren doch Richtung Hochtörl, aber wir wollen ganz weit heroben um den Stadelsteingipfel nördlich herum fahren, um doch noch zu unseren gesichteten Spuren zu kommen. Und das gelingt uns auch. Nur eine kurze Tragepassage, mangels Schnee, müssen wir überwinden. Die Mädls folgen anderen Spuren und Gotti und ich fahren noch etwas weiter Richtung Schwarzstein und wir kommen genau zu den Abfahrtsspuren. Schaut gut aus und ist zw. 30-35° steil. Eine sehr schöner Hang, nur etwas härter als gedacht. Weiter unten treffen wir uns wieder und wir kurven zwischen den Bäumen durch den feinen Pulver zurück zum Parkplatz.

Eine sehr schöne Tour, mit wenig Leuten bis zum Hochtörl. Das Wetter war traumhaft und der Schnee war großteils auch sehr gut.

Gesamtzeit: 4:50
Aufstieg: 1170hm



Stadelstein Skitour 2015-02-14

Samstag, 7. Februar 2015

Kerschkern Skitour

Heut war wieder einmal Frühstart angesagt. Bereits um 5 Uhr treffen sich Markus, Alex, Sylvia und ich Graz-Nord. Unser Ziel ist der Kerschkern im Hinteren Triebental.
Um 6:20 starten wir bei -12°C und daher legen Alex und Markus einen etwas schnellen Schritt vor. Es ist noch dunkel, aber der Mond leuchtet uns und so brauchen wir die Stirnlampe nicht sehr lange. Etwa eine Stunde sind wir unterwegs und wir drehen uns immer wieder um, da wunderschöne Morgenröte uns schon jetzt den frühen Start versüßt.
Markus hat Probleme mit seinen Fellen und so nimmt er und Alex die Ski auf den Rucksack und sie stapfen bergauf. Macht nichts, da wir etwas langsamer sind kommen wir fast gleich am Gipfel an und sind endlich in der Sonne. Einfach traumhaft, wenn die Gipfel rundherum in den ersten Sonnenstrahlen erleuchten.
Die Aussicht ist wunderschön, aber ein kalter Wind lässt uns nicht zu lange am Gipfel verharren, wir starten die Abfahrt.

Es ist sehr wechselhaft. Harter Untergrund wechselt mit Pulverschnee. Ich rede noch mit Markus über die Verhältnisse und das es gut aussieht. Alex fährt etwas rechts und hat nicht wirklich schöne Verhältnisse und somit wähle ich eine Spur weiter links und fahre in eine Rinne und mache ein paar Schwünge. Die Oberfläche ist sehr hart, aber nach 2 weiteren Schwüngen bricht unter mir alles weg und nimmt mich mit. Ich kann zum Glück aus dem Schneebrett ausfahren. Die Schneemenge war nicht groß, Anrisskante ca. 20cm und 5m breite.
Es ist zum Glück nichts passiert und Markus gibt mir auch den richtigen Tipp, Erfahrung mitnehmen und daraus lernen!
Danach ist der Schnee sehr gut und wir können in wunderschönem Pulver talwärts wedeln.

Die Tour war sehr schön und lehrreich. Auch wenn man schon länger Skitouren geht und auch schon einige Kurse besucht hat, sicher ist man trotzdem nicht. Für mich heißt das, dass ich endlich einen jahrelangen Gedanken angehe und Ausbildungen beim Alpenverein mache und mich in der Jugendarbeit engagiere.

Also aufpassen, beurteilen und mit den Tourenpartnern genau die Lage besprechen!
Und an alle die einen Airbag haben - gleich danach hab ich mir gedacht, ich kauf mir auch einen, aber das wäre der falsche Ansatz. Der verhindert nicht das man Fehler macht. Wissen, Training und Erfahrung sind meiner Meinung viel mehr wert.



Kerschkern Skitour 2015-02-07

Samstag, 31. Januar 2015

Triebenkogel Skitour

Heute sind wir in einer größeren Gruppe unterwegs. Karin, Gotti, Nedim, Kathi, Alex, Sylvia und ich wollen sich das schöne Wetter und den neuen Pulverschnee nicht entgehen lassen. Am P&R Graz-Nord staut es sich, anscheinend haben mehrere diese Idee. Alex ist zwar etwas zu spät gekommen, da er erst aufgewacht ist, als wir schon am Treffpunkt waren, aber wir waren dann trotzdem schnell unterwegs Richtung Triebental. Alex hat den Triebenkogel vorgeschlagen. Bei der derzeitigen Lawinenwarnstufe 3 sollte man sich schon für ein möglichst sicheres Ziel entscheiden und diese Wahl war sehr gut.

Vom Ghf. Braun starten wir in einer bereits vorhandenen Spur. Auf ca. 1300hm verlassen wir die Spur und gehen gerade weiter, entlang des Ardlingbachs. Hier müssen wir ein wenig durch den Wald und über den Bach suchen bis wir dann ca. 100hm weiter oben nahe der Kälberhütte wieder auf eine vorhandene Spur kommen. Diese verlassen wir ein Stück höher aber wieder und Alex darf durch den Wald eine neue Spur in den Tiefschnee ziehen. Ich darf weiter oben dann auch nochmal spuren und so ziehen wir Richtung Gipfel. Die Landschaft ist heute ein Traum. Die Bäume sind voller Schnee und die Sonne lässt die Schneedecke immer wieder glitzern.

Am Gipfel angekommen, verstecken wir uns knapp darunter und können uns so windstill und in der Sonne auf die Abfahrt vorbereiten.
Heute bin ich Sturzkönig. Zuerst geht auf hartem Untergrund einfach die Bindung auf, dann vergrab ich mich noch zweimal im Tiefschnee. Die Abfahrt ist aber ein Traum, nur auf den ersten Höhenmetern ist die Oberfläche immer wieder wechselnd und so etwas schwierig zu fahren. Aber etwas tiefer ist der Pulver einfach super und so kommen wir sehr schnell bei der Kälberhütte an. Von hier folgen wir der Forststraße bis zum Parkplatz.

Es war heute ein sehr schöner Tag. Super Schnee, super Wetter und super Leute. Danke!

Gesamtzeit. 4h
Aufstieg: 980hm



Triebenkogel Skitour 2015-01-31

Mittwoch, 28. Januar 2015

Silberling Skitour

Endlich hat es in der Steiermark viel geschneit. Das heißt zwar aufpassen wegen der Lawinengefahr, aber dafür nicht mehr so sehr aufpassen müssen auf die neuen Powderlatten und das freut den Flocksi.
Sylvia hat heute auch Zeit und Markus und Alex auch, aber nur bis Mittag. D.h. wir starten schon etwas früher, um 5:15 Graz-Nord. Und das eigentlich nur, weil uns Markus versprochen hat, das es schon hell ist wenn wir losgehen.
Der hat uns belogen... wir starten im Dunkeln. Macht aber nichts, bis Markus meine spinnende Bindung repariert hat, beginnt es zu dämmern und so ist wieder alles gut und ich hab ihm verziehen.
Es ist Neuschnee dazu gekommen und so Spuren Markus und Alex in gemächlichem Tempo bergauf. Der Wald ist zauberhaft und der Schnee lässt uns auch schon ein wenig auf die Abfahrt hoffen. Die letzten ca. 200hm wird die Sicht leider schlechter und am Gipfel angekommen, bläst uns ein eisiger Wind um die Ohren. Also schnell Abfellen und Winddicht einpacken und wir fahren gleich wieder ab.
Die ersten Höhenmeter sind Aufgrund der schlechten Sicht noch nicht so super, obwohl man schon den feinen Pulver spürt. Etwas weiter unten wird die Sicht dann besser und jetzt können wir voller Genuss durch den Pulver surfen. Auch die restliche Abfahrt durch den Wald geht sehr gut, ist lustig und wir sind schnell wieder am Parkplatz.
Dieser ist mittlerweile voll! Und das an einem Mittwoch. Anscheinend ist das Liesingtal der neue Gößgraben. Wir sind froh, das wir schon so bald gestartet sind. Die Sicht am Gipfel war zwar noch nicht so gut, die wäre jetzt um ca. 10 Uhr besser, aber dafür waren wir noch alleine unterwegs und hatten unverspurten Pulver.

Gesamtzeit: 3:15
Aufstieg: 870hm



Silberling 2015-01-28


Freitag, 23. Januar 2015

Hinkareck Zeiritzkampel Skitour

Das Wetter ist schlecht und Schnee gibt es auch nur wenig. Die optimalen Bedingungen für eine Skitour und Markus lässt sich da auch nicht lange bitten.
Unter diesen Voraussetzungen stecken wir uns keine so großen Ziele. Da das Wetter nördlich des Gleinalmtunnels aber gar nicht so schlecht ist, also Sicht auf der Autobahn noch über 100m, fahren wir nach Kalwang und weiter in die Teichen, vorbei am Jh. Thon und parken bei ca. 1100hm.

Unser erstes Ziel ist das Hinkareck. Wir starten flotten Schrittes und kommen auch gut voran. Nur ein paar mal rutschen wir auf dem harten Harschdeckel rückwärts, wahrscheinlich weil wir die Felle am Parkplatz noch gewachst haben :-)
Kurz unterhalb des Gipfels ist die Sicht schon sehr schlecht und der Wind sehr stark. Wir packen uns ein und gehen die letzten Meter bis zum Gipfelkreuz. Unser Plan ist, das wir Richtung Norden zur Seekaralm abfahren. Nur ist erstens die Sicht sehr schlecht, zweitens versuchen wir auf den wenigen Stellen mit Schnee zu bleiben und so meint Markus nach einigen Abfahrtsmetern, dass ihm das Alles bekannt vorkommt und er glaubt wir sind wieder Richtung Süd-Osten auf der Aufstiegsspur unterwegs. Und recht hat er. Wir haben uns einmal im Kreis gedreht. Macht aber nix, Richtung Norden haben wir ohnehin keinen Schnee gesehen. Somit ist unser neues Ziel die Jh. Zeiritz auf der Zeiritzalm. Dort finden wir auch hin und steigen von ca. 1600hm wieder auf in Richtung Zeiritzkampel.
Der Aufstieg ist Aufgrund der sehr harten Oberfläche trotz Harscheisen schwierig und so rutsche ich einmal weg und kann mich erst 10-15m weiter unten wieder fangen. Wir gehen auch mehr auf Gras als auf Schnee bis auf den Sattel. Dort ist die Sicht dann wirklich schlecht und der Wind wird immer stärker, aber den Zeiritzkampel haben wir bald erreicht.

Markus hat im Aufstieg schon gesagt, dass die Bedingungen für die Südabfahrt vom Zeiritzkampel sehr gut sein könnten und so schauen wir uns das genauer an. Ca. auf Höhe der Abzweigung zum Kammerlkogel Richtung Norden fahren wir nach Süden in eine Rinne ein. Bis auf die Sicht sind die Bedingungen sehr gut, nur etwas Schnee fehlt und so haben wir auch immer wieder ein paar Grasmugel dabei über die wir "gleiten". Irgendwann stehen wir oberhalb eines Felsabbruches, den wir zu Fuß umgehen müssen, bevor wir wieder mit den Skiern weiter können.
Bei ca. 1700hm wird die Sicht viel besser, aber da haben wir auch schon die Waldgrenze erreicht und kommen flott voran und sind bald beim Auto.

Das war heute eine sehr anstrengende und anspruchsvolle Tour. Anstrengend, weil die Oberfläche zum Gehen sehr schwer war und uns der Wind ganz schön entgegen geblasen hat.  Anspruchsvoll, weil wir eine sehr steile Flanke im Aufstieg queren mussten und die Abfahrt in der Rinne mit ca. 40° (max. 45°) mit dem wenigen Schnee doch sehr präzises Springen forderte. Da hab ich auch gemerkt, dass muss ich wieder mehr üben und sicherer werden.

Die Tour war trotzdem super :-)

Gesamtzeit: 5h
Gesamtaufstieg: 1400hm

Es gibt auch ein kurzes Video, wo man die Bedingungen sieht und auch meine nicht immer geglückten "Wendemanöver".



Hinkareck Zeiritzkampel Skitour 2015-01-23

Sonntag, 18. Januar 2015

Hirscheggsattel - Polster Skitour

So gut ist das Wetter heute nicht angesagt, eine kleine Skitour wollen wir aber doch gehen. Da wir nicht wissen, wie es mit der Schneemenge aussieht, sparen wir uns eine weite Anreise und fahren zum Präbichl.
In Vordernberg reichen nicht mal mehr die Schotterski, hier geht nur noch Grasskilauf.
Am Präbichl ist es zumindest noch weiß. Aber ich bin froh, dass ich mich für meine alten Ski entschieden habe.
Wir gehen durch den Handlgraben, vorbei an der Talstation der Materialseilbahn der Leobner Hütte. Es sind ca. 2cm Neuschnee vorhanden, auf sehr wechselnder Unterlage. Der Schnee ist aber sehr unangenehm zu gehen, da man oft seitlich aus der Spur rutscht und viel Kontakt mit Steinen und Grashügeln hat (in die man nicht einfach mit den Skispitzen reinlaufen sollte :-) ). Die Sicht ist noch ok und wir lassen die Leobner Hütte aus und steigen gleich weiter auf zum Hirscheggsattel. Hier wird die Sicht immer schlechter und wir suchen hinauf zum Polster. Auch wenn ich in dieser Gegend schon öfter war, bin ich froh, dass ich mein GPS mit habe. Bei so schlechter Sicht ist ein Blick auf das GPS angenehmer, als sich zu verirren.

Am Polster zeigt sich sogar ganz kurz blauer Himmel. Wir bleiben aber nur zum Abfellen und für ein Gipfelfoto und machen uns gleich an den Abstieg mit den Skiern am Rucksack. Wir gehen runter zur Bergstation des 1er-Sessellifts. Zum Fahren ist zu wenig Schnee und so stapfen wir weiter Richtung Skipiste, die uns dann auch sehr schnell zum Auto führt.

Trotz des wenigen Schnees und der schlechten Sicht weiter oben, war die Tour sehr nett. 

Dienstag, 6. Januar 2015

Gscheideggkogel Skitour

Heute soll nach den letzten schnee- und windreichen Tagen wieder sehr schön werden.
Markus fällt leider krankheitsbedingt aus, dafür schickt er uns Mel mit. Und so starten Mel, Sylvia und ich früh morgens wie schon letzten Freitag nach Hinter-Radmer.
Unser heutiges Ziel ist der Gscheideggkogel. Wir sind am Parkplatz die Ersten. Ich brauche heute etwas länger, weil ich erst entscheiden muss, ob ich meine neuen Ski verwende oder doch die alten. Es schaut aber aus, als wäre schon ein schöner Patzen Neuschnee dazu gekommen im Gegensatz zu Freitag und so entscheide ich mich für die Neuen.

Wir starten und müssen spuren, aber nur ein Stück, denn auf der Forststraße weiter oben kommen 2 Tourengeher aus dem Wald und die übernehmen vor uns die Spurarbeit. Die Leute werden immer mehr und so schlängelt sich die Karawane durch den wunderschönen Winterwald. Rund um uns ist unverspurter Pulver und ich freue mich schon auf die Abfahrt mit den neuen Skiern.

Nach 2h sind wir auch schon am Gipfel und können die um uns liegenden Gipfel betrachten. Heute ist wieder eine super Sicht und die Sonne kommt auch noch hervor. Wind haben wir am Gipfel auch fast keinen.
Die anderen fellen sofort ab und machen sich für die Abfahrt bereit, glaub die wollen die ersten Spuren in den Tiefschnee ziehen. Da immer mehr Leute raufkommen, entscheiden wir uns auch für ein schnelles Aufbrechen.
Der Schnee ist super. Feiner Pulver und eine Unterlage ist zum Glück auch schon vorhanden und so wedeln wir die schönen Hänge runter. Es dauert nicht lange und wir sind schon wieder bei der Forststraße, die wir noch ein paar mal kreuzen bei unseren Abkürzungen durch den Wald. Die letzten Meter bis zum Parkplatz nehmen wir dann doch die Forststraße.

Es war eine super Tour mit unglaublich schöner Stimmung heute. Frischer Pulver, windstill, am Gipfel blitzt die Sonne raus. Und meine neuen Schuhe und Ski sind auch super.

Gesamtzeit: 3:20
Aufstieg: ~840hm



Gscheideggkogel Skitour 2015-01-06

Freitag, 2. Januar 2015

Zeiritzkampel Skitour

Heute soll ein wirklich schöner Tag werden. Markus hat Zeit und Skitouren-Lust ohnehin und so starten wir früh morgens nach Hinter-Radmer nahe Eisenerz. Unser Ziel ist der Zeiritzkampel.
Am Parkplatz hat es ca. -6° und der Himmel über uns ist schon Blau. Wir sind im Schatten, aber der Lugauer wird schon von der Sonne in wunderschönes Licht gehüllt.

Wirst starten flach auf einer Forststraße in der vorhandenen Spur. Diese biegt aber noch ein paar hundert Meter nach rechts Richtung Gscheideggkogel ab. Jetzt heißts selbst spuren.
Zuerst noch auf der Fortststraße, aber bald biegen wir links ab in den Wald, dem steilen Wanderweg folgend. Dieses Stück hab ich eigentlich schlechter in Erinnerung, diesesmal ist es schön und wir erreichen bald die Kammerlalm. Wahrscheinlich weil der Wald ein einziges Winterwonderland ist. Jetzt kommen wir auf offenes Gelände und es wird steil. Obwohl mein Puls schon so hoch ist, darf ich jetzt auch mal Spuren. Bringt den Puls nicht runter, aber dafür ist es schön eine eigene Spur anzulegen. Mit Spitzkehren sparen wir nicht und so "schrauben" wir uns im tiefen Schnee weiter nach oben. Wir versuchen uns auch die Stellen mit ausreichend Schnee für die Abfahrt zu merken. Gleich vorweg, wir haben uns nicht alles gemerkt, oder eine falsche Einschätzung getroffen :-)
Das Wetter ist immer noch super. Eine Gruppe von über 30 Gämsen gefällt es anscheinend auch und sie verhöhnen uns mit ihrer Aufstiegs- und "Abfahrt"-Technik. Schön langsam wird der Wind etwas stärker und als wir auf ca. 2000m auf den Kamm kommen, bläst uns der Wind fast um, zum Glück Rückenwind. Wir gehen weiter Richtung Gipfel und vor dem kurzen Seilstück finden wir eine fast Windstille Mulde wo wir unser Skidepot machen.
Dick eingepackt und winddicht gehen wir zu Fuß weiter zum Gipfel. Wir haben eine wunderschöne Aussicht in alle Richtungen. Die Fernsicht ist heute sehr gut und das lustige Bergeraten kann beginnen. So lange halten wir uns aber nicht auf, sondern gehen am Grat zurück zum Skidepot.

Nach einer kurzen Stärkung machen wir uns an die Suche nach der besten Abfahrtsspur.
Wir wählen nicht den gleichen Weg wie beim Aufstieg, den am Kamm liegt kein Schnee, wir fahren direkt oberhalb des Skidepots ab. Und hier finden wir genug Schnee um ein paar schöne Schwünge du machen. Weiter unten wird es dann schon schwieriger und wir suchen immer wieder von einem Tiefschneeband zum Nächsten. Stürze sind durch den wechselnden Schnee auch einige dabei und Flüche aufgrund von Bodenkontakt sowieso.
Weiter unten wird der Schnee schon richtig schwer und oberhalb der Kammerlalm geht Schuss auch nicht mehr viel. Wir queren gleich zur Forststraße, da wir uns den Wald bei dieser geringen Schneemenge in der Abfahrt sparen wollen. Diese Entscheidung wird aber zur Kraft und Motivationsprobe. Da wir die ersten sind, gibt es keine Spur und der Schnee ist so nass, dass er uns Zentimeter dick am Belag klebt. Wir kommen einfach nicht mehr vorwärts und so packen wir die Ski auf den Rucksack und stapfen durch Knie tiefen Schnee auf der Forststraße nach unten. Wir probieren immer wieder mal mit Ski vorwärts zu kommen, was mehr schlecht als recht funktioniert. Nach einigen Kilometern kommt bei der Kehre eine Spur von unten und in dieser können wir endlich bis zum Parkplatz abfahren.

Die untere Hälfte der Abfahrt war eine ziemliche Plagerei, aber die Tour war trotzdem wunderschön. Vor allem das anlegen einer Spur durch diese schöne Winterlandschaft ist zwar anstrengend, aber super. Markus und ich haben uns beim Spuren abgewechselt, somit ist er nicht ganz so fertig und ich noch ein bisschen mehr.  Das war ein wunderschöner Tourentag.

Gesamtzeit: 5:5h
Aufstieg: 1200hm
Zeiritzkampel 2015-01-02


Dienstag, 30. Dezember 2014

Kragelschinken und Plöschkogel Skitour

Es wird Zeit für die erste Skitour in dieser Saison. Markus ist auch schon sehr motiviert und hat noch keine Tour gemacht und so darf ich mich ihm und Alex anschließen.
Schnee gibt es schon ein wenig, nur die Berichte von wirklich guten Bedingungen in der Steiermark lassen noch auf sich warten.

Wir starten von der Eisenerzer Ramsau mit dem Ziel Kragelschinken/Plöschkogel.
Schnee ist "genug" und im Aufstieg haben wir keine Probleme und müssen ab Teichenegalm auch spuren. Wir machen uns schon ein Stück vorm Kragelschinkengipfel wetterfest und das ist auch gut so. Oben weht uns der Wind fast um, obwohl sich heute sogar etwas Sonne zeigt, zumindest in der Ferne. Viel Zeit lassen wir uns am Gipfel nicht, wir machen uns gleich auf die Schneesuche und die richtige Einfahrt in die "Rinne" Richtung Blauer Herrgott.
Die ersten Schwünge dieser Saison sitzen dem Schnee entsprechend (nicht). Wir suchen und suchen und finden eine Rinne. Nur so richtig Wedelspaß mag nicht aufkommen, aber Spaß haben wir trotzdem, sehen wir doch zahlreiche Stürze. Auch kein Wunder. Entweder man hört gleich beim Schwung das man einen Stein oder Holz unterm Ski hat, oder man versinkt im Grundlosen Pulver und verhängt sich mit den Skiern im Gestrüpp.
Irgendwie kommen wir aber auf die Forststraße. Ich für meinen Teil mit dem Kopf zuerst, da ich die Böschung übersehe und meine Skier sich simultan eingraben und mich aus der Bindung katapultieren.
Zum Glück ist nix passiert und wir starten den Aufstieg zum Plöschkogel. Von hier darf unser "Guide" Alex die Führung übernehmen, hat er in dieser Gegend doch eine Skitouren-Ausbildung gemacht. Man sollte einem unbezahlten Guide nicht immer folgen, außer man will sich durch Baumstämme bei diesen Schneebedingungen nach unten kämpfen.
Wir erreichen die Forststraße und wollen schon wieder in den Wald abbiegen, aber Markus mein, er will die Forststraße heute nicht mehr verlassen. Das sind wir gar nicht gewöhnt von ihm, aber anscheinend  will er nicht schon bei der ersten Skitour seinen Skieren neuen Charakter verleihen :-)
Und so schieben, wedeln und gleiten wir auf der Forststraße talwärts, bis wir beim Auto ankommen.
Ein paar Zentimeter Neuschnee sind auch hier dazu gekommen und wir hoffen auf noch mehr. Aber das wichtigste wäre jetzt eine gute Unterlage, damit man seine Skier bei den nächsten Touren nicht ganz ruiniert.
Die Tour war trotzdem sehr schön und hat viel Spaß gemacht. Aber wir sind auch ein krasses Rudel :-)

Gesamtzeit: ~4h
Aufstieg: 1085hm
Kragelschinken Plöschkogel Skitour 2014-12-30