Freitag, 20. März 2015

Festkogel Skitour

Eigentlich habe ich gar nicht mehr mit einer Skitour gerechnet, nach meiner 5 wöchigen Zwangspause. Aber meine Bindung wurde nochmal überholt und ich sollte sie testen. Da passt mir die Skitour von der Arbeit aus mit dem Bergführer Paul Sodamin auf den Festkogel ganz gut. Dort war ich noch nie und als Testgelände, um ein paar Sprünge zu machen und zu sehen ob die Bindung hält auch ein gutes Ziel.

Das Wetter ist super vorhergesagt und so ist mir der Start gegen 8 zu spät. Paul der gerade aus Südtirol kommt sieht das genauso und so starten wir um 7 vom Gh. Kölbl in Johnsbach.
Zuerst heißts Ski tragen bis auf ca. 1100hm, ab hier wird geschlurft.
Die erste Zeit sind wir noch im Schatten, aber ab der Unteren Koderalm sind wir in der Sonne und der Schweiß spritzt in alle Richtungen. Ein Kollege hat heute ein wenig Probleme mit der Hitze und so verteilen wir sein Gepäck und machen auch öfter Trinkpausen. Leute sind heute genug unterwegs, aber da wir nicht so flott sind und ca. 4:30h für den Aufstieg brauchen, haben wir dafür den Gipfel für uns, da die Anderen schon abgefahren sind.
Aufgrund der partiellen Sonnenfinsternis, die wir im Aufstieg immer wieder beobachtet haben und auch gespürt haben wie es kühler wird, haben wir am Gipfel noch etwas Zeit, da die Schneedecke nicht so schnell aufgefirnt hat wie gedacht.

Die Abfahrt ist genauso schweißtreibend wie der Aufstieg und der Schnee wird im Mittelteil schon sehr tief. Weiter oben und weiter unten waren die Verhältnisse aber super.

Es war eine sehr schöne Skitour und der Festkogel ist auch ein super Ziel, dass man sicher noch öfters besuchen kann.

Gesamtzeit: 6:30h
Aufstieg: 1458hm




Festkogel Skitour 2015-03-20

Samstag, 14. Februar 2015

Stadelstein von Galleiten Skitour

Traumhaftes Wetter ist vorhergesagt und so treffen sich Sylvia und ich mit Karin und Gotti in der Eisenerzer Ramsau. Da sie gestern schon am Kragelschinken waren, schlägt Gotti als Ziel den Stadelstein von Galleiten aus vor. Ich kenne ihn nur von Süden, also habe ich nichts gegen dieses Ziel.
Wir parken auf ca. 990m wo noch einige andere Autos stehen und wir starten um ca. 9 Uhr.
Wir werden gleich von einem Skidoo überholt, welches zwei "Skitourengeher" hinter sich herzieht. Einige Minuten später wissen wir auch wohin die so flott unterwegs waren. Die Schafferalm wird von ihnen gerade frei geschaufelt und aus dem Kamin rauchts auch schon. Da werden heute sicher einige einkehren.
Wir brauchen noch keine Stärkung und gehen weiter, haben wir doch schon den Schwarzstein und den Stadelstein im Blick, die schon wunderschön von der Sonne beschienen werden.
Auch wir kommen wenig später in die Sonne und es ist heute sehr heiß. Die Spur wird steiler und zwischenzeitlich auch sehr eisig. Wir haben das Hochtörl aber schnell erreicht. Nur jetzt wissen wir nicht wirklich weiter. Hier ist wenig Schnee und da wollen wir eigentlich bei der Abfahrt nicht herumsuchen. Im Aufstieg haben Gotti und ich unterhalb des Schwarzsteins ein paar Spuren in einem sehr schönen Hang entdeckt, nur wissen wir nicht, wie wir vom Stadelstein dorthin kommen. Wir beschließen trotzdem zuerst auf den Stadelstein zu gehen und dann überlegen wir wo wir abfahren.
Der weitere Weg auf den Kamm zwischen Stadelstein und Speikkogel ist sehr heiß, das erinnert schon eher an einen Frühjahrs Skitour. Das Skidepot haben wir aber bald erreicht und da wir beschließen westlich um den Stadelstein herum zu unseren gesichteten Abfahrtsspuren zu gehen, nehmen Gotti und ich die Ski auch nicht mit auf den Gipfel und fahren die Gipfelrinne Richtung Osten nicht.
Am Gipfel sind einige unterwegs, aber es herrscht noch kein Gedränge, wie man an so einem schönen Tag schon erwarten könnte. Einige fahren in die Gipfelrinne ein  und es schaut ganz gut machbar aus, vielleicht passts ein andernmal. Wir gehen wieder zum Skidepot um zu jausnen.

Unser Entschluss hat sich geändert, wir fahren doch Richtung Hochtörl, aber wir wollen ganz weit heroben um den Stadelsteingipfel nördlich herum fahren, um doch noch zu unseren gesichteten Spuren zu kommen. Und das gelingt uns auch. Nur eine kurze Tragepassage, mangels Schnee, müssen wir überwinden. Die Mädls folgen anderen Spuren und Gotti und ich fahren noch etwas weiter Richtung Schwarzstein und wir kommen genau zu den Abfahrtsspuren. Schaut gut aus und ist zw. 30-35° steil. Eine sehr schöner Hang, nur etwas härter als gedacht. Weiter unten treffen wir uns wieder und wir kurven zwischen den Bäumen durch den feinen Pulver zurück zum Parkplatz.

Eine sehr schöne Tour, mit wenig Leuten bis zum Hochtörl. Das Wetter war traumhaft und der Schnee war großteils auch sehr gut.

Gesamtzeit: 4:50
Aufstieg: 1170hm



Stadelstein Skitour 2015-02-14

Samstag, 7. Februar 2015

Kerschkern Skitour

Heut war wieder einmal Frühstart angesagt. Bereits um 5 Uhr treffen sich Markus, Alex, Sylvia und ich Graz-Nord. Unser Ziel ist der Kerschkern im Hinteren Triebental.
Um 6:20 starten wir bei -12°C und daher legen Alex und Markus einen etwas schnellen Schritt vor. Es ist noch dunkel, aber der Mond leuchtet uns und so brauchen wir die Stirnlampe nicht sehr lange. Etwa eine Stunde sind wir unterwegs und wir drehen uns immer wieder um, da wunderschöne Morgenröte uns schon jetzt den frühen Start versüßt.
Markus hat Probleme mit seinen Fellen und so nimmt er und Alex die Ski auf den Rucksack und sie stapfen bergauf. Macht nichts, da wir etwas langsamer sind kommen wir fast gleich am Gipfel an und sind endlich in der Sonne. Einfach traumhaft, wenn die Gipfel rundherum in den ersten Sonnenstrahlen erleuchten.
Die Aussicht ist wunderschön, aber ein kalter Wind lässt uns nicht zu lange am Gipfel verharren, wir starten die Abfahrt.

Es ist sehr wechselhaft. Harter Untergrund wechselt mit Pulverschnee. Ich rede noch mit Markus über die Verhältnisse und das es gut aussieht. Alex fährt etwas rechts und hat nicht wirklich schöne Verhältnisse und somit wähle ich eine Spur weiter links und fahre in eine Rinne und mache ein paar Schwünge. Die Oberfläche ist sehr hart, aber nach 2 weiteren Schwüngen bricht unter mir alles weg und nimmt mich mit. Ich kann zum Glück aus dem Schneebrett ausfahren. Die Schneemenge war nicht groß, Anrisskante ca. 20cm und 5m breite.
Es ist zum Glück nichts passiert und Markus gibt mir auch den richtigen Tipp, Erfahrung mitnehmen und daraus lernen!
Danach ist der Schnee sehr gut und wir können in wunderschönem Pulver talwärts wedeln.

Die Tour war sehr schön und lehrreich. Auch wenn man schon länger Skitouren geht und auch schon einige Kurse besucht hat, sicher ist man trotzdem nicht. Für mich heißt das, dass ich endlich einen jahrelangen Gedanken angehe und Ausbildungen beim Alpenverein mache und mich in der Jugendarbeit engagiere.

Also aufpassen, beurteilen und mit den Tourenpartnern genau die Lage besprechen!
Und an alle die einen Airbag haben - gleich danach hab ich mir gedacht, ich kauf mir auch einen, aber das wäre der falsche Ansatz. Der verhindert nicht das man Fehler macht. Wissen, Training und Erfahrung sind meiner Meinung viel mehr wert.



Kerschkern Skitour 2015-02-07

Samstag, 31. Januar 2015

Triebenkogel Skitour

Heute sind wir in einer größeren Gruppe unterwegs. Karin, Gotti, Nedim, Kathi, Alex, Sylvia und ich wollen sich das schöne Wetter und den neuen Pulverschnee nicht entgehen lassen. Am P&R Graz-Nord staut es sich, anscheinend haben mehrere diese Idee. Alex ist zwar etwas zu spät gekommen, da er erst aufgewacht ist, als wir schon am Treffpunkt waren, aber wir waren dann trotzdem schnell unterwegs Richtung Triebental. Alex hat den Triebenkogel vorgeschlagen. Bei der derzeitigen Lawinenwarnstufe 3 sollte man sich schon für ein möglichst sicheres Ziel entscheiden und diese Wahl war sehr gut.

Vom Ghf. Braun starten wir in einer bereits vorhandenen Spur. Auf ca. 1300hm verlassen wir die Spur und gehen gerade weiter, entlang des Ardlingbachs. Hier müssen wir ein wenig durch den Wald und über den Bach suchen bis wir dann ca. 100hm weiter oben nahe der Kälberhütte wieder auf eine vorhandene Spur kommen. Diese verlassen wir ein Stück höher aber wieder und Alex darf durch den Wald eine neue Spur in den Tiefschnee ziehen. Ich darf weiter oben dann auch nochmal spuren und so ziehen wir Richtung Gipfel. Die Landschaft ist heute ein Traum. Die Bäume sind voller Schnee und die Sonne lässt die Schneedecke immer wieder glitzern.

Am Gipfel angekommen, verstecken wir uns knapp darunter und können uns so windstill und in der Sonne auf die Abfahrt vorbereiten.
Heute bin ich Sturzkönig. Zuerst geht auf hartem Untergrund einfach die Bindung auf, dann vergrab ich mich noch zweimal im Tiefschnee. Die Abfahrt ist aber ein Traum, nur auf den ersten Höhenmetern ist die Oberfläche immer wieder wechselnd und so etwas schwierig zu fahren. Aber etwas tiefer ist der Pulver einfach super und so kommen wir sehr schnell bei der Kälberhütte an. Von hier folgen wir der Forststraße bis zum Parkplatz.

Es war heute ein sehr schöner Tag. Super Schnee, super Wetter und super Leute. Danke!

Gesamtzeit. 4h
Aufstieg: 980hm



Triebenkogel Skitour 2015-01-31

Mittwoch, 28. Januar 2015

Silberling Skitour

Endlich hat es in der Steiermark viel geschneit. Das heißt zwar aufpassen wegen der Lawinengefahr, aber dafür nicht mehr so sehr aufpassen müssen auf die neuen Powderlatten und das freut den Flocksi.
Sylvia hat heute auch Zeit und Markus und Alex auch, aber nur bis Mittag. D.h. wir starten schon etwas früher, um 5:15 Graz-Nord. Und das eigentlich nur, weil uns Markus versprochen hat, das es schon hell ist wenn wir losgehen.
Der hat uns belogen... wir starten im Dunkeln. Macht aber nichts, bis Markus meine spinnende Bindung repariert hat, beginnt es zu dämmern und so ist wieder alles gut und ich hab ihm verziehen.
Es ist Neuschnee dazu gekommen und so Spuren Markus und Alex in gemächlichem Tempo bergauf. Der Wald ist zauberhaft und der Schnee lässt uns auch schon ein wenig auf die Abfahrt hoffen. Die letzten ca. 200hm wird die Sicht leider schlechter und am Gipfel angekommen, bläst uns ein eisiger Wind um die Ohren. Also schnell Abfellen und Winddicht einpacken und wir fahren gleich wieder ab.
Die ersten Höhenmeter sind Aufgrund der schlechten Sicht noch nicht so super, obwohl man schon den feinen Pulver spürt. Etwas weiter unten wird die Sicht dann besser und jetzt können wir voller Genuss durch den Pulver surfen. Auch die restliche Abfahrt durch den Wald geht sehr gut, ist lustig und wir sind schnell wieder am Parkplatz.
Dieser ist mittlerweile voll! Und das an einem Mittwoch. Anscheinend ist das Liesingtal der neue Gößgraben. Wir sind froh, das wir schon so bald gestartet sind. Die Sicht am Gipfel war zwar noch nicht so gut, die wäre jetzt um ca. 10 Uhr besser, aber dafür waren wir noch alleine unterwegs und hatten unverspurten Pulver.

Gesamtzeit: 3:15
Aufstieg: 870hm



Silberling 2015-01-28


Freitag, 23. Januar 2015

Hinkareck Zeiritzkampel Skitour

Das Wetter ist schlecht und Schnee gibt es auch nur wenig. Die optimalen Bedingungen für eine Skitour und Markus lässt sich da auch nicht lange bitten.
Unter diesen Voraussetzungen stecken wir uns keine so großen Ziele. Da das Wetter nördlich des Gleinalmtunnels aber gar nicht so schlecht ist, also Sicht auf der Autobahn noch über 100m, fahren wir nach Kalwang und weiter in die Teichen, vorbei am Jh. Thon und parken bei ca. 1100hm.

Unser erstes Ziel ist das Hinkareck. Wir starten flotten Schrittes und kommen auch gut voran. Nur ein paar mal rutschen wir auf dem harten Harschdeckel rückwärts, wahrscheinlich weil wir die Felle am Parkplatz noch gewachst haben :-)
Kurz unterhalb des Gipfels ist die Sicht schon sehr schlecht und der Wind sehr stark. Wir packen uns ein und gehen die letzten Meter bis zum Gipfelkreuz. Unser Plan ist, das wir Richtung Norden zur Seekaralm abfahren. Nur ist erstens die Sicht sehr schlecht, zweitens versuchen wir auf den wenigen Stellen mit Schnee zu bleiben und so meint Markus nach einigen Abfahrtsmetern, dass ihm das Alles bekannt vorkommt und er glaubt wir sind wieder Richtung Süd-Osten auf der Aufstiegsspur unterwegs. Und recht hat er. Wir haben uns einmal im Kreis gedreht. Macht aber nix, Richtung Norden haben wir ohnehin keinen Schnee gesehen. Somit ist unser neues Ziel die Jh. Zeiritz auf der Zeiritzalm. Dort finden wir auch hin und steigen von ca. 1600hm wieder auf in Richtung Zeiritzkampel.
Der Aufstieg ist Aufgrund der sehr harten Oberfläche trotz Harscheisen schwierig und so rutsche ich einmal weg und kann mich erst 10-15m weiter unten wieder fangen. Wir gehen auch mehr auf Gras als auf Schnee bis auf den Sattel. Dort ist die Sicht dann wirklich schlecht und der Wind wird immer stärker, aber den Zeiritzkampel haben wir bald erreicht.

Markus hat im Aufstieg schon gesagt, dass die Bedingungen für die Südabfahrt vom Zeiritzkampel sehr gut sein könnten und so schauen wir uns das genauer an. Ca. auf Höhe der Abzweigung zum Kammerlkogel Richtung Norden fahren wir nach Süden in eine Rinne ein. Bis auf die Sicht sind die Bedingungen sehr gut, nur etwas Schnee fehlt und so haben wir auch immer wieder ein paar Grasmugel dabei über die wir "gleiten". Irgendwann stehen wir oberhalb eines Felsabbruches, den wir zu Fuß umgehen müssen, bevor wir wieder mit den Skiern weiter können.
Bei ca. 1700hm wird die Sicht viel besser, aber da haben wir auch schon die Waldgrenze erreicht und kommen flott voran und sind bald beim Auto.

Das war heute eine sehr anstrengende und anspruchsvolle Tour. Anstrengend, weil die Oberfläche zum Gehen sehr schwer war und uns der Wind ganz schön entgegen geblasen hat.  Anspruchsvoll, weil wir eine sehr steile Flanke im Aufstieg queren mussten und die Abfahrt in der Rinne mit ca. 40° (max. 45°) mit dem wenigen Schnee doch sehr präzises Springen forderte. Da hab ich auch gemerkt, dass muss ich wieder mehr üben und sicherer werden.

Die Tour war trotzdem super :-)

Gesamtzeit: 5h
Gesamtaufstieg: 1400hm

Es gibt auch ein kurzes Video, wo man die Bedingungen sieht und auch meine nicht immer geglückten "Wendemanöver".



Hinkareck Zeiritzkampel Skitour 2015-01-23

Sonntag, 18. Januar 2015

Hirscheggsattel - Polster Skitour

So gut ist das Wetter heute nicht angesagt, eine kleine Skitour wollen wir aber doch gehen. Da wir nicht wissen, wie es mit der Schneemenge aussieht, sparen wir uns eine weite Anreise und fahren zum Präbichl.
In Vordernberg reichen nicht mal mehr die Schotterski, hier geht nur noch Grasskilauf.
Am Präbichl ist es zumindest noch weiß. Aber ich bin froh, dass ich mich für meine alten Ski entschieden habe.
Wir gehen durch den Handlgraben, vorbei an der Talstation der Materialseilbahn der Leobner Hütte. Es sind ca. 2cm Neuschnee vorhanden, auf sehr wechselnder Unterlage. Der Schnee ist aber sehr unangenehm zu gehen, da man oft seitlich aus der Spur rutscht und viel Kontakt mit Steinen und Grashügeln hat (in die man nicht einfach mit den Skispitzen reinlaufen sollte :-) ). Die Sicht ist noch ok und wir lassen die Leobner Hütte aus und steigen gleich weiter auf zum Hirscheggsattel. Hier wird die Sicht immer schlechter und wir suchen hinauf zum Polster. Auch wenn ich in dieser Gegend schon öfter war, bin ich froh, dass ich mein GPS mit habe. Bei so schlechter Sicht ist ein Blick auf das GPS angenehmer, als sich zu verirren.

Am Polster zeigt sich sogar ganz kurz blauer Himmel. Wir bleiben aber nur zum Abfellen und für ein Gipfelfoto und machen uns gleich an den Abstieg mit den Skiern am Rucksack. Wir gehen runter zur Bergstation des 1er-Sessellifts. Zum Fahren ist zu wenig Schnee und so stapfen wir weiter Richtung Skipiste, die uns dann auch sehr schnell zum Auto führt.

Trotz des wenigen Schnees und der schlechten Sicht weiter oben, war die Tour sehr nett. 

Dienstag, 6. Januar 2015

Gscheideggkogel Skitour

Heute soll nach den letzten schnee- und windreichen Tagen wieder sehr schön werden.
Markus fällt leider krankheitsbedingt aus, dafür schickt er uns Mel mit. Und so starten Mel, Sylvia und ich früh morgens wie schon letzten Freitag nach Hinter-Radmer.
Unser heutiges Ziel ist der Gscheideggkogel. Wir sind am Parkplatz die Ersten. Ich brauche heute etwas länger, weil ich erst entscheiden muss, ob ich meine neuen Ski verwende oder doch die alten. Es schaut aber aus, als wäre schon ein schöner Patzen Neuschnee dazu gekommen im Gegensatz zu Freitag und so entscheide ich mich für die Neuen.

Wir starten und müssen spuren, aber nur ein Stück, denn auf der Forststraße weiter oben kommen 2 Tourengeher aus dem Wald und die übernehmen vor uns die Spurarbeit. Die Leute werden immer mehr und so schlängelt sich die Karawane durch den wunderschönen Winterwald. Rund um uns ist unverspurter Pulver und ich freue mich schon auf die Abfahrt mit den neuen Skiern.

Nach 2h sind wir auch schon am Gipfel und können die um uns liegenden Gipfel betrachten. Heute ist wieder eine super Sicht und die Sonne kommt auch noch hervor. Wind haben wir am Gipfel auch fast keinen.
Die anderen fellen sofort ab und machen sich für die Abfahrt bereit, glaub die wollen die ersten Spuren in den Tiefschnee ziehen. Da immer mehr Leute raufkommen, entscheiden wir uns auch für ein schnelles Aufbrechen.
Der Schnee ist super. Feiner Pulver und eine Unterlage ist zum Glück auch schon vorhanden und so wedeln wir die schönen Hänge runter. Es dauert nicht lange und wir sind schon wieder bei der Forststraße, die wir noch ein paar mal kreuzen bei unseren Abkürzungen durch den Wald. Die letzten Meter bis zum Parkplatz nehmen wir dann doch die Forststraße.

Es war eine super Tour mit unglaublich schöner Stimmung heute. Frischer Pulver, windstill, am Gipfel blitzt die Sonne raus. Und meine neuen Schuhe und Ski sind auch super.

Gesamtzeit: 3:20
Aufstieg: ~840hm



Gscheideggkogel Skitour 2015-01-06

Freitag, 2. Januar 2015

Zeiritzkampel Skitour

Heute soll ein wirklich schöner Tag werden. Markus hat Zeit und Skitouren-Lust ohnehin und so starten wir früh morgens nach Hinter-Radmer nahe Eisenerz. Unser Ziel ist der Zeiritzkampel.
Am Parkplatz hat es ca. -6° und der Himmel über uns ist schon Blau. Wir sind im Schatten, aber der Lugauer wird schon von der Sonne in wunderschönes Licht gehüllt.

Wirst starten flach auf einer Forststraße in der vorhandenen Spur. Diese biegt aber noch ein paar hundert Meter nach rechts Richtung Gscheideggkogel ab. Jetzt heißts selbst spuren.
Zuerst noch auf der Fortststraße, aber bald biegen wir links ab in den Wald, dem steilen Wanderweg folgend. Dieses Stück hab ich eigentlich schlechter in Erinnerung, diesesmal ist es schön und wir erreichen bald die Kammerlalm. Wahrscheinlich weil der Wald ein einziges Winterwonderland ist. Jetzt kommen wir auf offenes Gelände und es wird steil. Obwohl mein Puls schon so hoch ist, darf ich jetzt auch mal Spuren. Bringt den Puls nicht runter, aber dafür ist es schön eine eigene Spur anzulegen. Mit Spitzkehren sparen wir nicht und so "schrauben" wir uns im tiefen Schnee weiter nach oben. Wir versuchen uns auch die Stellen mit ausreichend Schnee für die Abfahrt zu merken. Gleich vorweg, wir haben uns nicht alles gemerkt, oder eine falsche Einschätzung getroffen :-)
Das Wetter ist immer noch super. Eine Gruppe von über 30 Gämsen gefällt es anscheinend auch und sie verhöhnen uns mit ihrer Aufstiegs- und "Abfahrt"-Technik. Schön langsam wird der Wind etwas stärker und als wir auf ca. 2000m auf den Kamm kommen, bläst uns der Wind fast um, zum Glück Rückenwind. Wir gehen weiter Richtung Gipfel und vor dem kurzen Seilstück finden wir eine fast Windstille Mulde wo wir unser Skidepot machen.
Dick eingepackt und winddicht gehen wir zu Fuß weiter zum Gipfel. Wir haben eine wunderschöne Aussicht in alle Richtungen. Die Fernsicht ist heute sehr gut und das lustige Bergeraten kann beginnen. So lange halten wir uns aber nicht auf, sondern gehen am Grat zurück zum Skidepot.

Nach einer kurzen Stärkung machen wir uns an die Suche nach der besten Abfahrtsspur.
Wir wählen nicht den gleichen Weg wie beim Aufstieg, den am Kamm liegt kein Schnee, wir fahren direkt oberhalb des Skidepots ab. Und hier finden wir genug Schnee um ein paar schöne Schwünge du machen. Weiter unten wird es dann schon schwieriger und wir suchen immer wieder von einem Tiefschneeband zum Nächsten. Stürze sind durch den wechselnden Schnee auch einige dabei und Flüche aufgrund von Bodenkontakt sowieso.
Weiter unten wird der Schnee schon richtig schwer und oberhalb der Kammerlalm geht Schuss auch nicht mehr viel. Wir queren gleich zur Forststraße, da wir uns den Wald bei dieser geringen Schneemenge in der Abfahrt sparen wollen. Diese Entscheidung wird aber zur Kraft und Motivationsprobe. Da wir die ersten sind, gibt es keine Spur und der Schnee ist so nass, dass er uns Zentimeter dick am Belag klebt. Wir kommen einfach nicht mehr vorwärts und so packen wir die Ski auf den Rucksack und stapfen durch Knie tiefen Schnee auf der Forststraße nach unten. Wir probieren immer wieder mal mit Ski vorwärts zu kommen, was mehr schlecht als recht funktioniert. Nach einigen Kilometern kommt bei der Kehre eine Spur von unten und in dieser können wir endlich bis zum Parkplatz abfahren.

Die untere Hälfte der Abfahrt war eine ziemliche Plagerei, aber die Tour war trotzdem wunderschön. Vor allem das anlegen einer Spur durch diese schöne Winterlandschaft ist zwar anstrengend, aber super. Markus und ich haben uns beim Spuren abgewechselt, somit ist er nicht ganz so fertig und ich noch ein bisschen mehr.  Das war ein wunderschöner Tourentag.

Gesamtzeit: 5:5h
Aufstieg: 1200hm
Zeiritzkampel 2015-01-02


Dienstag, 30. Dezember 2014

Kragelschinken und Plöschkogel Skitour

Es wird Zeit für die erste Skitour in dieser Saison. Markus ist auch schon sehr motiviert und hat noch keine Tour gemacht und so darf ich mich ihm und Alex anschließen.
Schnee gibt es schon ein wenig, nur die Berichte von wirklich guten Bedingungen in der Steiermark lassen noch auf sich warten.

Wir starten von der Eisenerzer Ramsau mit dem Ziel Kragelschinken/Plöschkogel.
Schnee ist "genug" und im Aufstieg haben wir keine Probleme und müssen ab Teichenegalm auch spuren. Wir machen uns schon ein Stück vorm Kragelschinkengipfel wetterfest und das ist auch gut so. Oben weht uns der Wind fast um, obwohl sich heute sogar etwas Sonne zeigt, zumindest in der Ferne. Viel Zeit lassen wir uns am Gipfel nicht, wir machen uns gleich auf die Schneesuche und die richtige Einfahrt in die "Rinne" Richtung Blauer Herrgott.
Die ersten Schwünge dieser Saison sitzen dem Schnee entsprechend (nicht). Wir suchen und suchen und finden eine Rinne. Nur so richtig Wedelspaß mag nicht aufkommen, aber Spaß haben wir trotzdem, sehen wir doch zahlreiche Stürze. Auch kein Wunder. Entweder man hört gleich beim Schwung das man einen Stein oder Holz unterm Ski hat, oder man versinkt im Grundlosen Pulver und verhängt sich mit den Skiern im Gestrüpp.
Irgendwie kommen wir aber auf die Forststraße. Ich für meinen Teil mit dem Kopf zuerst, da ich die Böschung übersehe und meine Skier sich simultan eingraben und mich aus der Bindung katapultieren.
Zum Glück ist nix passiert und wir starten den Aufstieg zum Plöschkogel. Von hier darf unser "Guide" Alex die Führung übernehmen, hat er in dieser Gegend doch eine Skitouren-Ausbildung gemacht. Man sollte einem unbezahlten Guide nicht immer folgen, außer man will sich durch Baumstämme bei diesen Schneebedingungen nach unten kämpfen.
Wir erreichen die Forststraße und wollen schon wieder in den Wald abbiegen, aber Markus mein, er will die Forststraße heute nicht mehr verlassen. Das sind wir gar nicht gewöhnt von ihm, aber anscheinend  will er nicht schon bei der ersten Skitour seinen Skieren neuen Charakter verleihen :-)
Und so schieben, wedeln und gleiten wir auf der Forststraße talwärts, bis wir beim Auto ankommen.
Ein paar Zentimeter Neuschnee sind auch hier dazu gekommen und wir hoffen auf noch mehr. Aber das wichtigste wäre jetzt eine gute Unterlage, damit man seine Skier bei den nächsten Touren nicht ganz ruiniert.
Die Tour war trotzdem sehr schön und hat viel Spaß gemacht. Aber wir sind auch ein krasses Rudel :-)

Gesamtzeit: ~4h
Aufstieg: 1085hm
Kragelschinken Plöschkogel Skitour 2014-12-30

Sonntag, 14. Dezember 2014

Eisenerzer Reichenstein

Wenn Markus ruft, heißt's auf in die Berge. Viel zu lange ist unsere letzte gemeinsame Tour schon her und so freu ich mich, dass Mel und Markus uns zwei eine Wanderung auf den Reichenstein vorschlagen.

Schnee ist noch zu wenig für eine Skitour, obwohl schon ein paar Spuren vorhanden sind, aber so richtig Spaß würd's mir wohl noch nicht machen.
Wir haben die Ski auf jeden Fall noch Zuhause gelassen und machen uns zu Fuß vom Präbichlerhof auf Richtung Reichenstein.

Der Schnee ist schon eher kompakt und so brechen wir zuerst nur ab und zu etwas ein. Weiter oben kommen wir dann, wo der Wind den Schnee verfrachtet hat, schon öfter in den etwas tieferen Schnee Genuss.
Wir wählen den Aufstieg über die Stiege. Das ist auch kein Problem, da der Weg schon von mehreren Wanderern schön ausgetreten ist. Das Wetter ist heute sehr schön, nur etwas kalt. Aber auch kein Wunder, da wir erst kurz vorm Gipfel in die wärmenden Sonnenstrahlen kommen. Oben angekommen, weht uns dafür ein kalter Wind entgegen und so machen wir uns nach ein paar Fotos und einem Schnapsal gleich auf zur Hütte. Dort können wir uns, vom Wind geschützt, mit Tee und Sonnenstrahlen wärmen.
Für den Abstieg nehmen wir die Serpentinen und können immer wieder durch Rinnen abkürzen, wobei wir schon öfter bis zum Oberschenkel in Schneewehen einbrechen, aber trotzdem gut voran kommen.

Die Tour war heute sehr schön. Wir konnten schon fast nicht mehr glauben, das es die Sonne überhaupt noch gibt nach dieser langen Nebelphase in Graz, aber heute hat sie sich wieder von ihrer schönen Seite gezeigt.

Markus und Mel haben wir als Dank fürs mitnehmen gleich noch mit Tee und Keksen versorgt.

Eisenerzer Reichenstein 2014-12-14

Samstag, 18. Oktober 2014

Kaiserschild und Hochkogel

Dank der "Alten Weiber" konnte sich der Sommer doch noch zu Sonne und warmen Temperaturen motivieren. Nach dem Wetter in diesem Sommer waren wir dementsprechend motiviert dieses traumhafte Wetter auszunutzen und machten uns auf zu einer Bergtour.

Dieses Jahr waren wir noch nicht sehr viel auf den Bergen unterwegs, da wir uns mehr auf das Radfahren konzentrierten. Ziele gab es daher genug.
Wir wählten den Kaiserschild und den Hochkogel in der Eisenerzer Ramsau. Am Kaiserschild waren wir 2007 schon einmal, aber das ist ja schon lange her und die Gegend ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Sylvia und ich wurden von Uwe begleitet, der sich auf eine Wanderung mit uns einließ (wer weiß ob das nicht das letzte Mal war :-) ).

Zuerst gings gemütlich auf einer Forststraße, bis wir in den Wald wechselten. Dort war der Weg voller Laub und durch die Feuchte auch sehr rutschig. Anschließend ging es im Zickzack ein Schotterfeld bergauf und in der Sonne kamen wir hier schon ordentlich ins Schwitzen.
Jetzt geht der Weg entlang einer Felswand in einer Rinne steil nach oben und ist mit einem Seil abgesichert. Uwe ist nicht ganz so schwindelfrei und dieses Gelände sagt ihm noch gar nicht so zu. Leider haben Sylvia und ich uns an diese Stelle gar nicht mehr erinnern können.

Wir haben es aber geschafft und passierten auch bald den Einstieg des Klettersteigs. Wir gingen gemütlich weiter Richtung Kaiserschild. Uwe ging nicht ganz rauf, sondern machte sich nach einer Pause gleich auf zum Hochkogel. Sylvia und ich stiegen noch die letzten Höhenmeter auf und genossen neben der wunderschönen Aussicht unsere Jause.

Anschließend folgten wir Uwe und waren wenig später auch am Gipfel des Hochkogels, wo Uwe schon auf uns wartete. Hier war es windstill und so richtig warm. Die Aussicht heute war einfach wunderschön. Im Nord-Osten war der Hochschwab auszumachen, Richtung Westen Gesäuße und dahinter Totes Gebirge, Grimming und Dachstein.

Nach einer weiteren Jausenpause machten wir uns an den Abstieg über den Radmerhals zurück zum Auto. Das war zwar ein Umweg, aber die gleiche Route wir beim Aufstieg wollten wir nicht gehen und außerdem war dieser Weg sehr schön.

Insgesamt war es ein wunderschöner Tag und nachdem wir noch wenig Wanderungen in diesem Jahr unternommen hatten, spürten wir die Tour auch noch zwei Tage danach. Von so einem schönen Tag hat man einfach länger etwas.

Kaiserschild Hochkogel 2014-10-18

Freitag, 10. Oktober 2014

Zwillingskogel

Da wir zu einer Hochzeit in Gmunden eingeladen sind, nutzen wir auch gleich das schöne Wetter und unternehmen eine kleine Bergtour.
Gleich neben Grünau im Almtal erhebt sich der Zwillingskogel mit seinen 1402m.
Der Weg zum Gipfel führt durch sehr schöne Wälder und so vergeht die Zeit sehr schnell und oben angekommen, können wir eine sehr schöne Aussicht genießen.
Im Norden ist es sehr flach und nach Osten und Süden erhebt sich das Tote Gebirge und gleich vor uns liegt der Traunstein.
Da ich nicht mit so einer schönen Aussicht gerechnet habe, gibt es leider wieder keine Fotos.

Sonntag, 28. September 2014

Gschwendtberg

Endlich schönes Wetter und da wollten wir nicht in Graz sitzen sondern ein wenig Bergluft inhalieren.
Gleich bei Frohnleiten hatten wir ein kleines, nettes Ziel gefunden, den Gschwendtberg.
Nicht sehr hoch, aber das war egal, wir hatten auch nicht sehr viel Zeit.
Fotos gibt es leider keine.

Mittwoch, 13. August 2014

Trans-Slowenien

Da ich dieses Jahr zum MTBen begonnen habe, habe ich mir auch gleich ein Ziel gesetzt. Eine längere Tour. Eigentlich war eine TransAlp geplant, die ich aber aufgrund von Urlaubsdauer abgesagt habe.
Also brauche ich ein anderes Ziel und auch einen Partner. Bernd, der mir auch für meine ersten Versuche seine Bikes geborgt hat, muss ich nicht lange bitten. Er ist sofort dabei. Nur anstatt über die Alpen suchen wir uns als Ziel die Trans-Slowenien aus.

Wir planen, zeichnen und organisieren uns Tracks und bereiten alles vor.
Am Samstag früh starten wir dann mit dem Auto nach Arnoldstein. Hier wechseln wir auf unsere Bikes und es geht los.

Arnoldstein - Vrisic Pass - Bovec:
Als erstes Ziel haben wir das Dreiländereck. Dort kommen wir nach 2h an und genießen die Aussicht. Jetzt geht die erste Abfahrt los und wir finden auch einige schöne Trails und müssen nicht nur auf der Forststraße runter bis nach Ratece in Slowenien fahren. In Kranjska Gora stärken wir uns mit einem Mittagessen und auch ein Lasko gibt uns wieder Kräfte. Wir holen uns auch noch Infos von anderen Bikern, die auch die TransSlo fahren und sich eine Tour gekauft haben. Sie haben einen schönen Ausdruck mit Beschreibungen und so können wir der Passstraße auf den Vrisic Pass ausweichen und fahren dem Fluß entlang auf einer Schotterstraße. Ein kleines Stück fahren wir dann doch auf der Passstraße, bis wir zu einer Abzweigung kommen, der wir bis auf den Pass folgen können. Wir kommen sogar etwas höher raus und haben somit auch einen schönen Blick in beide Richtungen und runter auf die Passstraße.

Als Abfahrt wählen wir nicht die Straße sondern zweigen nach einigen hundert Metern in den Wanderweg ab. Eigentlich ist das Fahren hier verboten. Schilder sehen wir keine, also Schützer anziehen und los gehts. Wir haben Glück, es sind auch keine Wanderer unterwegs und so können wir den unglaublich schönen Trail folgen. Zuerst flowig und schnell, zum Schluss dann sehr steil und technisch - Geil!

Der Trail spuckt uns genau am Parkplatz bei der Soca-Quelle aus und so tanken wir nochmal Wasser. Von hier folgen wir der Straße entlang der Soca und genießen die schöne Landschaft. Um 19 Uhr sind wir dann endlich in Bovec und finden nach einigem Suchen doch noch eine Unterkunft.
Nach 9h sind wir sehr müde und sind dann auch froh um die gute Pizza und das Bier, das unsere Reserven wieder ein wenig auffüllt.

Gesamtzeit: ~ 9 h
Tagesstrecke: ~ 70 km GPS hat leider den Track nicht gespeichert
Aufstieg: 1870 hm
Abfahrt: 1980 hm

Bovec - Stol - Kobarid:
Nachdem wir beim Frühstück so viel wie möglich in uns reingestopft haben, starten wir bei super Wetter und fahren entlang der Soca bis wir vor Zaga auf die Straße Richtung Italien abbiegen. Auf ca. 700m verlassen wir die Asphaltstraße und fahren von jetzt auf Schotter bis auf den Stol-Sattel. Bernd war schon ein paar mal hier, aber auf dem Gipfel war er noch nie. Somit ist hier mit Aufstieg noch nicht Schluss, wir ziehen weiter Richtung Stol-Gipfel. Das Wetter ist leider nicht so gut. Wolken, Nebel und Wind verhindern eine schöne Aussicht, dafür können wir uns voll auf den Aufstieg konzentrieren. Mit Fahren ist hier leider nicht mehr viel und auch schieben ist anstrengend, daher tragen wir unsere Räder und sind nach ca. 45min völlig fertig am Gipfel, oder zumindest ein paar Meter daneben.

Nach einer kurzen Pause machen wir uns wieder an die Abfahrt, die leider bis auf den Sattel immer wieder von kurzen nicht fahrbaren Passagen unterbrochen wird. Hier angekommen ziehen wir gleich auf der Forststraße an der Südseite des Bergrückens weiter Richtung Osten.
Bei ca. 1150hm zweigt unser gewählter Abfahrtstrail steil Richtung Süden, Staro Selo ab.
Der Trail ist stellenweise sehr verwachsen und auch immer wieder mit größeren Steinen versehen. Das er nur sehr schmal ist macht das Ganze Unternehmen nicht einfacher. Plötzlich liegt ein Baum quer und wir können nicht mehr weiter am geplanten Weg nach unten. Ein Wanderweg führt aber weiter. Dieser ist gleich noch steiler und es wird nicht leichter. Die Konzentration lässt leider bei mir auch schon nach und so muss ich mich öfter von meinem Bike trennen und dabei immer versuchen Hang aufwärts zu fallen. Gelingt mir eigentlich meist recht gut und die Konzentration kommt mit dem Adrenalin auch wieder zurück und so kommen wir auch heil unten an und sind froh darüber. Der Trail war trotzdem extrem geil!

Auf der Straße radelten wir durch eine kilometerlange Allee bis nach Kobarid. Dort stärkten wir uns und machten uns dann auf die Herbergssuche, was auch nicht lange dauerte. Eine weitere Tour heute wollte ich nicht angehen, daher machten wir uns auf um ein Bad in der Soca zu nehmen. Bald war eine schöne Stelle gefunden, wo sich auch schon einige andere Badende tummelten.
Die Soca ist wirklich sehr schön, aber kalt. Baden geht fast nur mit einem Sprung, langsam rein gehen ist zu kalt. Nach dieser Erfrischung waren wir wieder voll motiviert und machten uns gleich auf den Weg, um am Hauptplatz ein Cafe zu suchen, dass uns mit Bier und Kaffee versorgt. Bei der ganzen Entspannung haben wir fast die Zeit übersehen und kamen sehr spät zu unserem Abendessen.

Gesamtzeit: ~ 6 h
Tagesstrecke: 40 km
Aufstieg: 1290 hm
Abfahrt: 1500 hm

Kobarid - Matajur - San Pietro - Kobarid:
Bernd hat mich schon vorgewarnt, der Matajur wird schwierig. Also stopf ich mich beim Frühstück voll und was nicht reingeht, wird in den Rucksack gepackt. Die erste Stunde fahren wir auf Asphalt bergauf nach Livek. Von hier zieht eine kleine Straße weiter den Berg rauf und geht nach einer weiteren Stunde in Schotter über. Nach noch einer Stunde wird aus Schotter dann ein Pfad und wir kommen den tief hängenden Wolken schon sehr nahe. Das letzte Stück schieben und tragen wir unsere Bikes auf den Gipfel, der leider in Wolken steckt, und können nach 4h Aufstieg endlich unsere Reste vom Frühstück verdrücken. 

Wir haben uns als Abfahrt eine Tour ausgesucht die nach Italien führt und sehr lange und schön sein soll. Dafür haben wir aber dann einen weiteren Rückweg zurück nach Slowenien.
Der Trail ist wirklich sehr schön und zu Beginn sehr schnell und die Spur ist sehr tief, was mich zu manchem Ausritt zwingt.
Irgendwann haben wir wieder die Baumgrenze erreicht und ab jetzt wird es technisch schwieriger mit Wurzeln und Steinen.
Da der Trail fast immer an einem Rücken entlangführt, brauchen wir ziemlich lange um Höhenmeter abzubauen. Ein paar Navigationsschwierigkeiten kommen auch noch dazu und so fragen wir uns, ob wir heute noch in San Pietro ankommen.
Irgendwann haben wir es dann doch geschafft und der Trail spuckt uns 2,5h später in Italien wieder aus.
Jetzt müssen wir uns zuerst stärken. Montag Nachmittag ist in Italien keine gute Zeit um groß Essen zu gehen, aber ein kleines Lokal finden wir doch und die versorgen uns mit Bier, Kaffee und Essen.

Frisch gestärkt machen wir uns an die Rückfahrt nach Kobarid. Die Strecke ist sehr schön, obwohl sie großteils auf einer Bundesstraße verläuft und so sind 1,5h schnell um und wir sind wieder in Kobarid.

Da meine Bremsen leichte Probleme machen, suchen wir den örtlichen Fahrradhändler auf. Der schaut sich das Ganze an und macht mein Bike wieder flott.
Wir genießen noch ein Bier und stärken uns für den nächsten Tag.

Gesamtzeit: ~ 10 h
Tagesstrecke: 57 km
Aufstieg: 1590 hm
Abfahrt: 1580 hm

Kobarid - Lokve - Stomaz - Stanjel:
In der Nacht hat es viel geregnet und so sind wir uns nicht sicher ob wir heute überhaupt auf einen Berg treten sollen und uns dann über rutschige Trails runterhangeln wollen. Wir beschließen so schnell wie möglich Richtung Süden zu fahren, bevor uns der Regen von Norden einholt.
Ein Blick auf das geplante Ziel und die Streckendaten lassen uns unseren Plan einer zusätzlichen Tour davor, gleich wieder vergessen. Wir haben heute genug Strecke und Höhenmeter zu bewältigen.
Wir starten entlang der Soca, fahren durch Tolmin und verlassen bei Most na Soci den Fluss, um uns entlang eines Berges wieder auf eine Höhe von 1000m zu bewegen.

Dort stärken wir uns, nach einem sehr steilen Anstieg, der uns mit Wind und ein wenig Regen zugesetzt hat.
Aufgewärmt und mit neuer Energie gehts weiter bis wir auf 1250m zur Hütte Koca Antona Bavcerja na Cavu kommen.
Hier wird es Zeit unsere Protektoren wieder einmal anzuschnallen. Jetzt folgt ein sehr steiler unglaublich geiler Trail, der uns in 1h 1000m weiter unten nach Stomaz führt.
Wir hatten schon Bedenken, dass der Trail nach dem Regen gestern Nacht nicht wirklich gut zu fahren ist und überhaupt extrem schwer ist, aber bis auf einige Stellen, war fast alles fahrbar und ich musste mein Bike nur selten in die Böschung lehnen.

Unten angekommen, waren wir auf ca. 150m, es war schon 17 Uhr aber wir wollten unbedingt noch einige Kilometer hinter uns bringen, damit wir morgen nicht mehr so weit nach Triest hatten. 
Und so überquerten wir noch eine kleine Hügelkette und radelten noch auf eine weitere. 
Jetzt war es aber bereits 19 Uhr und es war Zeit etwas essbares und eine Unterkunft zu finden. 
Restaurant war nur ein nobles vorhanden, aber in der Tankstelle erfuhren wir zumindest von einer Bleibe ganz in der Nähe. 
Dort hatten sie wirklich ein Zimmer für zwei stinkende, fertig Biker und ohne Essen wollten sie uns auch nicht ins Bett gehen lassen. Sogar ihr Auto wollten sie uns borgen, damit wir noch irgendwo hinfahren konnten, um etwas zu essen. Das wollten wir aber auch nicht und so stiegen wir auf das Angebot ein, dass sie uns etwas zu Essen kocht. Und es war ausgezeichnet und spottbillig. Bier und Grappa wurde uns auch noch serviert und so waren wir nach diesem 11h Radltag sehr zufrieden und müde.

Gesamtzeit: ~ 11 h
Tagesstrecke: 78 km
Aufstieg: 1860 hm
Abfahrt: 1800 hm

Stanjel - Triest:
In der Nacht hat es wieder geregnet, aber der Morgen ist schön und so starten wir nach einem ausgiebigen Frühstück voller Freude in unsere letzte Etappe.
Wir folgen, so wie gestern schon, einem Track den wir von einem TransSlowenien Radler bekommen haben, der die Tour letztes Jahr gefahren ist und sich bei der Tourenplanung wirklich sehr schöne Strecken ausgesucht hat.
Und so können wir uns auch heute auf den Track verlassen, auch wenn wir manchmal nur mehr dem GPS folgen, da wir keinen weg sehen können. Nach ca. 2h haben wir auch schon unsere letzte Hügelkette und somit die Grenze zwischen Slowenien und Italien erreicht und können bei der Abfahrt das erste Mal das Meer erblicken. Bis jetzt hat dies immer die tiefhängende Wolkendecke verhindert.

Wir fahren noch einige Schotterstraßen, bis wir endgültig auf Asphalt wechseln und schließlich beim Schloss Miramare an die Küstenstraße wechseln.
Hier finden wir bald eine öffentlichen Badeplatz und springen gleich mit Radlhose ins Meer. Ein Kaffee direkt am Meer wird auch noch eingenommen und so machen wir uns nach dieser Erfrischung auf und treten die letzten Kilometer bis nach Triest.

Am Ziel angekommen checken wir unsere Rückfahrtickets und dann wird ein Zielbier getrunken und mit dem Rad ein wenig durch Triest gekurvt. Ein Mittagessen stärkt uns auch noch einmal und um 15 Uhr starten wir zuerst nach Udine und von dort weiter bis nach Arnodlstein.
Hier hat es geschüttet und wir sind froh, dass wir dem Regen entkommen sind. Nur auf der Autofahrt zurück nach Graz werden unserer Räder gleich noch ein paarmal gewaschen.
Um 21 Uhr sind wir dann auch wieder in Graz angekommen und sehr müde.

Die Bikes haben super gehalten, kein einziger Platten, nur meine Bremse brauchte ein wenig Zuneigung. 

Gesamtzeit: ~ 4 h
Tagesstrecke: 42 km
Aufstieg: 330 hm
Abfahrt: 600 hm



Die Tour war ein super Erlebnis und ich bin sehr froh, dass ich sie zusammen mit Bernd machen konnte. Wir hatten mit dem Wetter Glück, da uns der Regen nie richtig erwischt hat. Nur die Aussicht von den Bergen war schlecht, aber das macht nichts, somit will ich auf jeden Fall nochmal kommen, um das Panorama genießen zu können.
Die gewählte Tour und die zusätzlichen Berge waren super und vor allem ab Tolmin waren wir ziemlich alleine mit unserer Routenwahl.

Zum MTBen ist das Gebiet super, nur die Trails sind manchmal sehr hart und man sollte sich mit den Tourzeiten nicht verschätzen.

Gesamtzeit: ~ 40h
Gesamtstrecke: ~ 288 km
Aufstieg gesamt: ~ 6940 hm
Abstieg gesamt: ~ 7460 hm
TransSlowenien 2014-08-09_13