Dienstag, 16. August 2016

Schlucht Tolminska Korita und Tolmin

Heute verabschieden sich leider 6 der Mitreisenden. Uwe, Bernd, Sylvia und ich bleiben noch einen Tag länger. Heute steht nur Genuss am Programm. So frühstücken wir noch mit den Anderen vor deren Abreise.
Wir vier machen uns dann auf den Weg nach Zatolmin. Die Strecke kennen wir ja bereits von gestern. Heute fahren wir noch ca. 1km weiter, bis wir am Eingang der Schlucht stehen. Hier zahlen wir 4€, lassen unsere Räder stehen und wandern durch die sehr beeindruckende Schlucht. Wunderschönes, kaltes, klares Wasser fließt hier aus einer engen Schlucht und vermischt sich mit dem eines 2. Flusses.

Anschließend fahren wir nach Tolmin, wo wir uns mit Kaffee und Lasko stärken. Jetzt müssen wir die ca. 15km wieder zurück bis nach Kobarid treten. Unsere Beine sind heute schon etwas müde, das merken wir alle. So ruhen wir uns an der Soca aus, trinken Bier, jausnen ordentlich, damit wir für das Abendessen gestärkt sind.

Wir lassen diesen schönen Tag noch mit gutem Essen, Wein, Bier und Rum-Cockta ausklingen.

Dieser MTB Urlaub war wieder einmal wunderschön, danke an alle die dabei waren. Wir haben sehr viel gelacht und schöne Tage zusammen verbracht. Wir haben es uns auch richtig gut gehen lassen. Pizza, Nudeln, Lasko, Slivoccino, ...

Höhenmeter haben wir auch einige gesammelt.
Ich denke das es allen sehr gefallen hat und die, die noch nie in der Gegend waren, sind sicher von der Schönheit der Natur beeindruckt.
Ich glaube wir kommen wieder!

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Fahrzeit: 2h
Strecke: 37km
Aufstieg: 462hm

Montag, 15. August 2016

Planina Pretrovc und weiter zur Planina Sleme

Eigentlich war der Matajur geplant, aber beim Frühstück entscheiden wir uns dann doch für eine andere Tour. Die Planina Pretrovc soll es werden. Kennt niemand, hört sich aber gut an.
Zuerst müssen wir aber 16km Richtung Tolmin fahren. Gute Einfahrdistanz, denn jetzt gehts zur Sache und zwar richtig. In der Beschreibung steht schon, 500hm auf 3km. Bei der langen Anfahrt haben wir Zeit dies in Prozent Steigung umzurechnen, uns schwant eine Menge Schweiß.

Und so ist es dann auch. In Zatolmin zweigen wir ab und stehen sozusagen vor einer Wand. Die Straße bäumt sich auf und zieht steil nach oben. Jetzt kann sich Bernd auf einmal erinnern, diese Tour doch schon mal gefahren zu sein. Seine Erzählungen lassen auf kein Abflachen hoffen. Und so startet das Fluchen über Gotti, der diese Tour vorgeschlagen hat. Er hat nur Glück, dass wir meistens nicht genug Luft zum Schimpfen und Fluchen übrig haben.
3km können lang, so lang sein, aber wenigstens ist die Straße betoniert und nicht geschottert. Denn dann wäre Fahren nicht möglich gewesen.
So quälen wir uns ca. 1h extrem steil nach oben. Dann wird's etwas flacher, dafür wechselt der Untergrund zu Schotter. Die Aussicht ist schön, das Wetter auch und die Stimmung passt. So kommen wir nach ca. 2,5h auf dem Sattel an.

Da ich noch motiviert bin und es mir gut geht, Knie ok, Rücken ok, schlage ich Bernd vor noch eine Zusatzrunde, die im Führer beschrieben ist, anzuhängen.
Der Zusatz ist mit +1 Schwietz, in der nach oben mit 5 Schwietz beschränkten Schweiß Skala, beschrieben. Diesen extra Schwietz hauen Bernd, Josef, Hans-Peter und ich bei unserer Zusatzrunde auch raus. Nach der Pause zieht die Schotterstraße gleich extrem steil nach oben und die nächsten ca. 250hm bis zur Planina Sleme sind noch mal sehr anstrengend. Dafür werden wir mit einer schönen Aussicht belohnt.
Die Abfahrt dieser Zusatzrunde könnte auch +1 Helm vertragen, die ist nämlich nicht ohne. Wir kommen nach anfänglichen Wegfindungsproblemen aber gut voran und sind nach ca. 40min reiner Fahrzeit wieder am Jausenplatzerl.

Die andern sind aber schon kurz nach uns in die Abfahrt gestartet und haben somit schon 1h Vorsprung. Wir fahren auch gleich weiter. Die Abfahrt ist sehr schön. Abwechslungsreich, flowig, manchmal nicht ganz einfach, aber im Großen und Ganzen super. So kommen wir ohne große Zwischenfälle in Volarje an, wo die anderen schon an der Soca auf uns warten.
Ein kühlendes, säuberndes Bad in der Soca und ein Bier lassen uns wieder zu Kräften kommen und so starten wir zurück nach Kobarid. Die Rückfahrt wird nochmals etwas anstrengend, da wir einen "Zug" einrichten. In meinem Alter sollte man nicht zu viel Lokführer spielen ;-)

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Fahrzeit: 4h23min
Strecke: 54km
Aufstieg: 1543hm

Sonntag, 14. August 2016

Kapela Bes

Heute steht die Tour Kapela Bes am Programm. Bernd und ich sind sie schon im letzten Jahr gefahren, dieses mal starten wir gleich zu 8.
Die Auffahrt führt sehr steil auf Asphaltstraßen bis in die Ortschaft Krn. Dort wechselt der Untergrund ab dem Parkplatz, den die Wanderer benutzen auf Schotter. Jetzt wird es für einige Meter richtig anstrengend. Eine steile Rampe zieht sich dahin, bis die MTB Route den normalen Aufstiegsweg verlässt.
Ich bin hier schon komplett fertig. Man sollte einfach schieben, wenn fahren keinen Sinn mehr macht...
Sylvia, Bernd und Josef sind aber noch sehr motiviert. Sie lassen hier ihre Räder zurück und starten zu Fuß, um die restlichen ca. 1100hm auf den Gipfel des Krn zu gehen. Wahnsinn!

Wir restlichen 5 setzen unseren Weg in Richtung Kapelle fort. Jetzt wird es noch etwas mühsam die nächsten 20min. Steile abwärts Passagen, schiebe, hebe und aufwärts Passagen müssen wir noch bewältigen, aber dann sind wir nach ca. 2h20min reiner Fahrzeit bei der wunderschön gelegenen Kapelle, wo wir Pause machen und die Aussicht auf den Stol und Matajur genießen.

Jetzt startet die Abfahrt. Der Friedensweg ist zuerst sehr schwierig zu fahren. Verblockt und eng schlängelt er sich die ersten Meter runter, dann wird er einfacher und flacher. Jetzt können wir's richtig laufen lassen. Und so stehen wir nach einer super Abfahrt bald in Dreznica und suchen ein Café. Leider vergebens. Somit setzen wir unseren Weg Richtung Kobarid fort, wobei wir die Alternative Abfahrt nach Ladra nehmen, die uns auch nochmal richtig fordert.

In Kobarid gut angekommen stärken wir uns zuerst in einem Café, um uns anschließend in der Soca richtig abzukühlen und auf die 5 Gipfelstürmer zu warten. Roli und Babsi sind nämlich auch auf den Krn gewandert, ihre Anreise war aber mit dem Auto. Unsere 3 Konditionswunder kommen 3,5h nach uns zur Soca und sind jetzt auch etwas müde, wobei sie ein Lächeln auf den Lippen haben und sich über die super Tour freuen.

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Fahrzeit: ca. 3h
Strecke: 30km
Aufstieg: 1154hm

Samstag, 13. August 2016

Auf den Stol von Nord und hinab nach Staro Selo

MTB Urlaub im Socatal, es ist wieder soweit.
Diesmal haben sich gleich 10 unerschrockne MTBer und innen gefunden, die keine Angst vor slowenischem Schotter, steilen Anstiegen und waghalsigen Abfahrten haben. Oder sie waren noch nie MTB in Slowenien und wissen nicht auf was sie sich einlassen.

Unsere erste Tour führt uns, wie schon im letzten Jahr, auf den Stol. Wir wählen wieder die Nordauffahrt. Die gefällt mir sehr gut, hat immer eine angenehme Steigung und ist landschaftlich auch sehr schön. Nur der erste Teil bis Zaga ist nicht ganz einfach und man macht schon fast 400hm.
Mit voller Gruppenstärke rücken wir an und der Puls geht aufgrund meines schlechten Trainingszustandes schon recht hoch, könnte auch an den Biermassen am Anreisetag liegen, aber das hilft alles nichts. Wir kommen gut voran und die Landschaft entschädigt ohnehin die Mühen.
Ab Saga fahren wir wieder auf Asphalt und schrauben uns die Passstraße hoch. Roli und Babsi lassen abreißen, sie wollen nicht ganz nach oben. Kurz vor der italienischen Grenze zweigen wir ab. Jetzt fahren wir bis auf den Sattel auf Schotter. Wir kommen gut voran und sind nach ca. 3h Fahrzeit am Sattel. Den Stol Gipfel sparen wir uns dieses Jahr. 2 mal Rad rauftragen und stellenweise wieder runter reichen Bernd und mir.

Die Abfahrt wählen wir wie letztes Jahr. Eine Gruppe fährt nach Trnovo nordseitig ab, Bernd, Hans-Peter und ich wählen die steile Abfahrt nach Staro Selo im Süden.
Wie gewohnt ist die Südabfahrt schön knackig. Zuerst sehr verwachsen, mit schön großem slowenischem Schotter, dann sehr steil mit slowenischem Schotter, bis sie schließlich doch noch flowig wird und wir es etwas laufen lassen können. Bremsen geht auch nicht mehr wirklich gut. Unsere Finger können den Bremshebel nicht mehr richtig ziehen und die Bremsen sind auch schon etwas am Limit. Hans-Peter legt aber ein Tempo vor, das uns sehr sehr schnell in Staro Selo ankommen lässt. Jetzt können wir endlich verschnaufen und sind froh, das wir diese super Abfahrt wieder gut geschafft haben.
In zügigem Tempo fahren wir zurück nach Kobarid und stürzen uns zur Abkühlung in die Soca. Kalt wie immer, dafür sind wir anschließend schön erfrischt.

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Fahrzeit: 4h10min
Strecke: 46km
Aufstieg: 1463hm

Sonntag, 31. Juli 2016

Totes Gebirge Bergwochenende - Spitzmauer 2446m und Gr. Priel 2515m

Bergwochenende - yeah!
Dieses Mal geht's ins Tote Gebirge auf das Prielschutzhaus.

1. Tag: Hinterstoder - Prielschutzhaus - Spitzmauer - Prielschutzhaus:
Wir treffen uns am Parkplatz Schiederweiher in Hinterstoder und starten zum Prielschutzhaus. Es ist 9 Uhr und schon richtig schwül, d.h. wir kommen in den 3h Aufstieg ordentlich ins Schwitzen.

Auf der Hütte angekommen haben wir die ersten 800hm geschafft. Wir laden nicht benötigtes Gepäck ab und gehen gleich weiter Richtung Spitzmauer. Ich bin eigentlich schon müde, aber es ist erst 12 und da mag ich auch noch nicht hierbleiben und mit Biertrinken beginnen. Dafür bin ich schon zu alt.

Wir machen wieder brav Höhenmeter und kommen bald zur Klinserschlucht. Hier zweigt der Pfad zum Klettersteig ab. Eigentlich wollten Sylvia und ich keinen Klettersteig gehen, aber die zusätzliche Stunde aussen rum reizt mich auch nicht sonderlich. Somit stehen wir wenig später am Einstieg des A/B Klettersteiges. Der ist dann doch ganz ordentlich steil und ausgesetzt, aber gut zu gehen und nach einer Stunde sind wir auch schon am Ausstieg.
Jetzt haben wir noch ca. 300hm bis zum Gipfel. Die schaffen wir auch noch und so sind wir dann froh, nach 6h Aufstieg und ca. 1800hm endlich am Gipfel zu stehen.
Die Aussicht ist leider nicht so gut wie erhofft, aber trotzdem schön.

Nach einer Pause gehts an den Abstieg. Die extra Stunde aussen herum reizt mich jetzt noch weniger und so steige ich mit ein paar anderen über den Steig ab. Sylvia und 2 Mädels wählen den längeren Abstieg und umgehen den Steig, was ihren Abstieg ca. 1h verlängert.
Ich komme nach ca. 2h auf der Hütte an. Nach 9h Wandern bin ich dann doch etwas fertig und freue ich mich auf ein Bier.

Gesamtzeit: 9h
Aufstieg: 1834hm
Abstieg: 1029hm

2. Tag: Prielschutzhaus - Gr. Priel - Prielschutzhaus:
Ich wache schon früh auf und gehe raus. Es ist erst 5 Uhr und so denke ich, dass die Sonne bald aufgehen wird. Dauert aber leider noch 45min. Die warte ich aber trotzdem und erlebe so einen sehr schönen Sonnenaufgang.

Heute wollen wir auf den Gr. Priel, Oberösterreichs höchster.
Kurz nach 8 starten wir. Der Weg ist sehr schön und nicht so lange wie gestern. So kommen wir gut voran und stehen bald vor der Steilstufe zur Brotfallscharte. Hier haben wir viel Glück. Ein Wanderer tritt weiter oben einen Stein ab und der fällt genau in die Rinne die wir gerade queren. Seine Rufe warnen uns aber uns so können wir Schutz suchen. Jetzt gehts gleich ein wenig schneller voran, wir wollen aus dieser Gefahrenzone raus. Nach 2h sind wir auf der Scharte. Nach einer kurzen Pause gehen wir weiter Richtung Gipfel. Eine weitere Stunde später sind wir nach 3h am Gipfel. Der ist sehr gut besucht, um nicht zu sagen überfüllt.
Wir finden trotzdem ein nettes Plätzchen für die Gipfelrast.
Die Aussicht ist heute etwas besser, obwohl immer wieder Wolkenfetzen durchziehen.

Nach einer ausgiebigen Rast machen wir uns an den Abstieg.
Josef, Alex, Sylvia und ich gehen von der Brotfallscharte noch die paar Höhenmeter zum "Vorgipfel" vom Brotfall. Hier sind wir alleine und können nochmal ein super Panorama genießen.
Den restlichen Abstieg gehen Josef und ich etwas schneller an. Wir nutzen ein Altschneefeld und Surfen runter. Somit sind wir auch bald auf der Hütte und können unser verdientes Bier auf der Terrasse genießen.

Gesamtzeit: 6h
Aufstieg: 1160hm
Abstieg: 1153hm


3. Tag: Prielschutzhaus - Bloßkogel - Prielschutzhaus - Hinterstoder:
Von meinen Sonnenaufgangserzählungen sind Sylvia, Alex und Corina begeistert und so stehen wir um 5:30 auf und machen uns auf den kurzen Weg zum Bloßkogel. Diesen haben wir nach 15min erreicht und kommen genau richtig als sich die Sonne hinter einem Wolkenband hervorschiebt.
Ein wunderschöner Anblick. Wir genießen die Stimmung, machen einige Fotos und dann steigen wir aber schon wieder ab zur Hütte, Frühstückszeit!

Nach dem Frühstück heißt's nur noch packen und dann machen wir uns auch schon an den Abstieg.
Es ist schon wieder ordentlich heiß und so kommen wir auch beim Abstieg ordentlich ins schwitzen. Nach 2,5h sind wir am Schiederweiher und dieser Erfrischung können wir einfach nicht widerstehen.
Obwohl die Temperatur nicht sehr hoch ist, kann man ruhig als kalt bezeichnen, ist das Bad wunderbar. Das Wasser ist nicht sehr tief und der See ist glasklar. Einfach schön.
Die letzten Meter zum Parkplatz bringen wir entlang des Flusses dann auch noch leicht hinter uns, einige in Badeschlapfen.

Gesamtzeit: 3h
Aufstieg: 170hm
Abstieg: 916hm


Das Bergwochenende war wieder einmal unglaublich schön. Wir hatten super Glück mit dem Wetter, das Gebiet war uns unbekannt, aber hat uns allen sehr gut gefallen. Und die Gemeinschaft bei den Wanderungen und auf der Hütte waren wiedermal spitze. Da hatten wir gar keine Probleme bis zur Hüttenruhe zusammen zu sitzen und gemeinsam viel zu lachen.

Danke an die Organisation und an alle die dabei waren für diese schönen Tage!

Totes Gebirge Bergwochenende 2016-07-29_31

Samstag, 23. Juli 2016

Steinerne Wehr mit dem Rad und Zelt

Ganz sicher sind wir uns mit dem Wetter nicht, aber wir riskieren es trotzdem. Um ca. 15 Uhr starten wir mit dem Rad Richtung Süden. Wir folgen dem Murradweg bis Untergralla, dort verlassen wir ihn und fahren bis Kaindorf an der Sulm. Nach dieser Hitzeschlacht, kaufen wir uns Zutaten für unser Abendessen und kühlende Getränke beim Spar und fahren die letzten Kilometer bis zum Flussbad Steinerne Wehr.
Wir waren beide noch nie hier und sind von der schönen "Anlage" sehr begeistert. Der Fluß mit den zahlreichen Schotterbänken und der Wald gefallen uns sehr gut. Auch die Badeanlage mit den Duschen und WCs und dem Café sind sehr nett. Die Camping Wiese reicht auch völlig aus und wir finden einen netten Platz.
Nach der ersten Erfrischung bauen wir unser Zelt auf und dann wird auch bald gekocht. Das Bad leert sich und nur ein paar Campinggäste bleiben übrig. Die können dafür zu später Stunde sehr schönes Wetterleuchten im Norde, Westen und Osten bestaunen. Wir haben Glück und das Gewitter zieht nicht zu uns.

Am nächsten Tag tauchen wir auch in das kühle Nass. Zum Aufwärmen gibt es dann das Frühstück in der Sonne.
Unser Heimweg ist dann etwas weiter. Wir fahren Richtung Flamberg und machen in St. Josef in der Weststeiermark Mittag. Es ist extrem heiß und die steilen Hügel machen uns auch zu schaffen, aber über Dobl und Unterpremstätten schaffen wir es doch bis nach Hause.

Waren beinahe 100km und ca. 650hm die gesamte Tour. Also ein kleines Training für unsere nächsten Vorhaben.
Das Bad Steinerne Wehr hat uns sehr gut gefallen und auch die hügelige Weststeiermark ist sehr nett. Da werden wir sicher noch ein paar Ausflüge machen.

Steinerne Wehr 2016-07

Sonntag, 17. Juli 2016

Männerurlaub - Reichenstein Hüttenübernachtung 2016-07-16/17

Männerausflug, HO HO HO!
Nach unserem Ausflug im letzten Jahr, 3 Tage Hitzeschlacht mit dem Rad, solls dieses Mal gemütlicher werden. Eine Wanderung auf die Reichensteinhütte, mit Übernachtung.
Leider wird der Wetterbericht von Tag zu Tag schlechter. Wir starten trotzdem.
Los gehen wollen wir bei der Hirnalm. Dort steigen wir aus dem Auto und der Wind bläst uns schon ordentlich entgegen. Die Kellnerin von der Hirnalm findet unsere Idee auch nicht so toll, aber ich kann sie überzeugen, dass wir eh nicht den Grete-Klinger-Steig gehen, sondern ganz einfach und gemütlich über die Krumpalm und den Reichhals zur Hütte aufsteigen wollen.

Es geht gemütlich los, im Wald sind wir auch meist windgeschützt. Kurz vor der Krumpalm wird's dann etwas nass und der Wind erwischt uns jetzt auch immer mehr. In der Almhütte suchen wir keinen Schutz, obwohl wir durch unseren Einsatz für Brennholz gesorgt haben. Wir gehen gleich weiter Richtung Reichhals, für eine Pause ist es uns zu windig. Erst kurz vorm Krumphals suchen wir zwischen den Latschen etwas Schutz und genießen ein frisches Elektrolytgetränk.
Zwischen Krumphals und Reichhals ist es komplett windstill und so genießen wir die schöne Landschaft. Erst kurz vorm Reichhals wird es etwas ungemütlich. Es wird sehr steil und wir kommen in den Nebel. Plötzlich sehen wir ganz nahe 3 Steinböcke neben dem Weg im tiefen Gras sitzen. Ganz so geheuer ist es uns nicht und den Steinböcken auch nicht, aber wir können sie überreden, dass wir ganz nett sind und nur schnell zur Hütte wollen. Somit dürfen wir passieren und müssen uns wenig später der nächsten Prüfung stellen.
Zu hören ist der Wahnsinn schon länger, hört sich an wie ein Wasserfall. Dabei ist es nur Wind, der, je näher wir zum Reichhals kommen, immer stärker wird. Jetzt wird's richtig ungemütlich. Zuerst führt der Weg am Grat und dann haben wir nur noch die Ebene bis zur Hütte vor uns. Hier müssen wir uns nochmals gegen den böigen Wind stemmen. Die Hütte sehe ich erst, als ich 10m davor stehe.

Drinnen ist es schön warm und der Kachelofen ist schnell belegt. von 44 Buchungen sind wir die einzigen die gekommen sind, sagt uns der Hüttenwirt. Wir haben Platz und für Speis und Trank ist gesorgt.

Der nächste Tag ist leider nicht freundlicher. Wir steigen in voller Regenmontur ab Richtung Präbichl, über die Stiege. Anschließend halten wir uns rechts. Wir wollen zum Rottörl. Kurz davor folgen wir dem angezeichneten Weg und gehen falsch, runter Richtung Präbichl. Erst bei der nächsten Beschilderung merke ich, dass da etwas nicht stimmt. Wir müssen wieder zurück. Ein kleiner Pfad wäre es gewesen, der hätte uns in 20m zum Rottörl geführt. Bei dieser Sicht ist mir das aber nicht aufgefallen. 30min hat uns das gekostet und einiges an Moral. Dafür sind wir jetzt am Weg zur Krumpalm. Das Wetter wird nicht wirklich besser. Die Wege sind rutschig und erst ein Stück unter dem Rottörl kommen wir aus dem Nebel.
Wir sind als wir auf der Krumpalm ankommen schon etwas nass. Die letzte Stunde schaffen wir aber auch noch, haben wir ja noch etwas an Reserveproviant in meinem Rucksack. Unten an der Hirnalm angekommen scheint die Sonne und es Nieselt.

War ein sehr anstrengender, aber schöner Ausflug.
Nächstes Mal hoffe ich wir haben schöneres Wetter, dann ist das viel entspannter, es gibt mehr Pausen und wir können auch die Natur und die Aussicht genießen.

1. Tag:
Aufstieg: 1315hm
Abstieg: 101hm
Gesamtzeit: 4h

2. Tag:
Aufstieg: 373hm
Abstieg: 1573hm
Gesamtzeit: 4h30m
Reichenstein Männerwochenende 2016-07

Freitag, 1. Juli 2016

Noch einmal Baska

Da es uns so gut gefallen hat, sind wir nochmal nach Baska gefahren. Eigentlich wollten wir nach 3-4 Tagen nach Kärnten fahren, aber da der Wetterbericht nicht so gut war, sind wir gleich die ganze Woche in Baska geblieben.
Wir haben uns mit unserem Auto+Dachzelt wieder am FKK Campingplatz einquartiert.
Diesmal haben wir auch wieder die Gegend erkundet. Ein Besuch beim Leuchtturm, eine Wanderung durch die Schlucht und ich hab noch eine MTB Tour unternommen.

War wieder sehr schön, aber noch später würde ich Baska nicht empfehlen. Zu heiß und zu viele Leute. Unser Trip ein Monat früher war vom Zeitpunkt optimal.

Baska 2016-06

Sonntag, 29. Mai 2016

Kurztrip nach Baska

Endlich wieder mal ein Urlaub. Unseren geplanten Radurlaub haben wir leider auf Herbst verschieben müssen. Dieses mal gibt es einen Genusstrip nach Baska auf der Insel Krk. Ich war das letzte mal vor 10 Jahren hier.
Dieses Mal nehmen wir kein Apartment, sondern suchen uns einen schönen Platz auf dem FKK Campingplatz mit unserem Dachzelt. Der Campingplatz ist wunderschön gelegen und bietet super Stellplätze, sehr schöne Sanitär Einrichtungen und eine super Bucht zum Baden.
Unser Hauptziel ist Entspannung, somit machen wir nur kurze Ausflüge in eine 5m breite Bucht, die wir für uns alleine haben und eine Wanderung zu einer Kirche und dem dahinter liegenden Berg.

Die Zeit vergeht sehr schnell und schon müssen wir wieder Heim fahren, aber Baska wird uns auf jeden Fall wieder sehen. Das Meer ist schön, das Essen gut und es gibt noch viel zu entdecken. Kleine Klettergebiete, Wanderungen und MTB Touren stehen am Programm.

Baska

Samstag, 12. März 2016

Skitourenwoche in Neukirchen am Großvenediger

Es war wieder mal soweit, die Skitourenwoche steht vor der Tür. Dieses Jahr sind wir in einer Hütte in Neukirchen am Großvenediger einquartiert.

Fürstalm:
Am Sonntag starteten wir zur ersten Tour. Es hat in der Nacht ordentlich geschneit und so durften wir durch ein Winter-wonderland schlurfen.
Auf der Kothüttenalm führte Corina eine Auffrischung unserer Kenntnisse zur Verschütteten Suche durch. Der erste Versuch hat noch nicht so geklappt, aber danach gings schon besser.
Das Wetter war noch nicht so toll. Ab und zu blitzte zwar die Sonne ein wenig durch, aber nach der Übung setzte wieder Schneefall ein. Unser Ziel war dann die Fürstalm.
Dort war für Stefan, Corina, Sylvia und mich Schluss. Der rest der Truppe ging noch weiter bis knapp unter die Brunellköpfe.
Die Abfahrt war dann zwischen durch ganz nett, hatte sich doch einiges an Pulver angesammelt.
Zeit ca. 4h
Aufstieg 620hm

Das war dann auch meine einzige Tour in dieser Woche. Ich habe seit Jänner leider Probleme mit einem Knie und so wollte ich nur eine Tour mitgehen und testen wies mir geht.
Für Sylvia war das die erste Skitour nach ihrem Unfall im letzten Jahr. Die Abfahrt war nicht so toll. Sie hat aber am Mittwoch und Donnerstag noch einen Versuch gestartet und da ging es ihr viel besser. Somit hat sie noch zwei sehr schöne Touren bei traumhaftem Wetter gemacht.

Ich hab die restliche Woche den Hüttenwart gespielt. War eine sehr schöne Aufgabe. Geht ganz schön auf die Leber, aber eine Woche halt ich das durch.

Die Skitourenwoche war wieder ein Wahnsinn. Für mich nicht aus sportlicher Sicht, obwohl ich war sehr viel spazieren :-), sondern aus sozialer. Es waren lauter nette Menschen dabei und wir hatten wirklich viel Spaß. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken.
Und natürlich bei den Organisatoren! Herzlichen Dank für den ganzen Aufwand. Ihr ermöglicht uns immer eine tolle Woche.

Skitourenwoche Neukirchen am Großvenediger 2016-03-05_12

Dienstag, 26. Januar 2016

Lawinenkurs im Johnsbachtal mit Skitour auf den Leobner

Ich hab einen Platz für einen 2 tägigen Lawinenkurs in Johnsbach bekommen und da hab ich mich gar nicht so lange bitten lassen.
Christian und Werner sind auch dabei und so starten wir am Montag Morgen in Graz und es beginnt schon zu regnen. In Johnsbach schauts auch nicht besser es.

Paul gefällt das auch nicht so und so bleiben wir bis 15 Uhr im Gasthaus und machen Theorie. Danach müssen wir aber raus ein wenig üben. Es hat aufgehört zu regnen, aber wir haben nicht mehr so lange Licht, darum bleiben wir gleich auf der Wiese hinter dem Gasthaus. Dort üben wir die Suche mit dem LVS, wobei wir eine Mehrfachverschüttung simulieren. Paul gibt uns Gas damit wir ein wenig Stress haben :-)
Bald geht uns das Licht aus und wir starten zum Abendessen, welches sehr gut ist. Danach gibts nochmal Theorie und dann haben wir endlich frei und können ein wenig plaudern und noch ein Bierchen nehmen.

Der Dienstag schaut gut aus. Es ist schön, jetzt hoffen wir, dass der Regen nicht den ganzen Schnee von unserer Tour auf den Leobner gewaschen hat.
Wir haben Glück es ist sehr schön und ausreichend Schnee ist auch noch vorhanden.
Nahe des Leobner Törls graben wir dann noch ein Schneeprofil und lernen noch so allerhand.
Leider zieht es zu als wir unseren Weg zum Gipfel fortsetzen. Am Gipfel wäre eigentlich ganz eine schöne Stimmung mit den Wolken und dem Licht, aber der Wind ist so heftig das wir uns nur kurz unterhalb des Gipfels aufhalten, bevor wir mit der Abfahrt beginnen.
Oben ist der Schnee sehr hart, dafür wird's unten schon etwas weicher und tiefer. Die Bedingungen sind aber besser als gedacht.
Bei der Grössingeralm üben wir noch einen Notabtransport mit einem Biwaksack. Anschließend fahren wir runter zum Parkplatz, wobei der Schnee auf der Forststraße noch sehr gut ist.

War eine schöne Tour und der Kurs war auch sehr interessant. Viel gehört, hoffentlich auch gelernt und vor allem geübt. Das Üben sollte man eigentlich viel öfter machen, aber das habe ich vor dem Kurs auch schon gewusst.
Danke nochmals Paul für die ganzen Infos und den Teilnehmern für die beiden schönen Tage.

Leobner Skitour 2016-01-26

Montag, 7. Dezember 2015

Malaysia wir kommen!

Endlich ist es soweit, wir sind wieder unterwegs. Da wir ja unsere Kanadareise im Sommer absagen mussten, haben wir uns einfach für den Winter ein anderes Ziel gesucht. Wer unsere Reise verfolgen möchte, kann dies auf unserem Reiseblog machen Flocksi und Sylvia auf Reisen.

Sonntag, 8. November 2015

Seckauer Zinken Runde von Norden

Es ist wieder ein wunderschöner Herbsttag und so machen sich Christian, zwei Kollegen von ihm und ich auf zum Seckauer Zinken. Wir starten vom Parkplatz unterhalb der Unteren Bodenhütte. Es ist schon sehr warm und wir kommen ins schwitzen. Die Landschaft ist sehr schön und je höher wir wandern, desto Beindruckender sind die umliegenden Berge. Heute ist eine super Fernsicht.
Unterhalb des Hämmerkogels wird es dann sehr windig, bis kurz vorm Gipfel des Seckauer Zinken der Wind aufhört und wir bei herrlicher Sicht die Sonne am Gipfel genießen.

Nach einer Pause starten wir Richtung Schwaigerhöhe und gehen weiter bis zur Abzweigung kurz vorm Kumpitzstein. Hier folgen wir dem Weg Richtung Nord-Westen, um wieder zum Parkplatz zurück zu kommen. Die meisten anderen Wanderer gehen hier den beliebten Weg zur Kirche Maria Schnee.
Der Rückweg ist dann länger als gedacht, da wir jeden Kamm überschreiten müssen und so machen wir im Graben oberhalb vom Parkplatz einen Abschneider in direkter Linie runter. Ist gar kein so Murks wie ich zuerst befürchtet habe und so kommen wir schnell zum Parkplatz.

War eine super Wanderung bei traumhaftem Herbstwetter und super Fernsicht. Danke auch an die Mitwanderer für die lustige Tour.

Gesamtzeit: 6:45h
Aufstieg: 1300hm

Seckauer Zinken 2015-11-08

Freitag, 2. Oktober 2015

Dachstein 2995

Nachdem die Anmeldung zur Glocknerbesteigung in meiner Firma schon funktioniert hatte, klappte das auch für die Dachstein-Tour. Da war ich ganz froh, den dort war ich auch noch nicht.
Diese Tour ist eher gemütlich, da wir mit der Bahn rauf fahren und da bleiben dann nicht mehr viele Höhenmeter übrig, bis man am Gipfel steht.
Das Wetter ist, wie schon am Glockner, super. Ein paar Wolken ziehen durch und somit ergibt sich auch ein gutes Licht zum Fotografieren.
Wie schon erwähnt fahren wir mit der Gondel nach oben und machen uns auf den Weg Richtung Einstieg zum Klettersteig auf den Dachstein. Die Aussicht ist super und da ich noch nie hier heroben war staune ich über die Schönheit der Landschaft. Der Gletscher und die "heraus wachsenden" Bergspitzen gefallen mir sehr gut und zeigen noch einige Möglichkeiten für zukünftige Besuche auf.
Wir stehen nach einigen Fotos schon am Einstieg und es geht los. Der Klettersteig ist nicht allzu schwer, aber stellenweiße muss man aufgrund von Schnee und Eis schon sehr achtsam sein. Nach ca. 1:15h stehen wir am Gipfel und haben eine super Rundumsicht. Diesesmal haben wir mehr Zeit am Gipfel und so mache ich einige Fotos und genieße die Landschaft.
Leider wird es sehr windig und kühl und so machen wir uns an den Abstieg. Hier muss man schon sehr achtsam sein, sonst rutscht man schnell aus und dann haut man sich den Ellenbogen an :-)
Wir kommen aber ohne gröbere Probleme runter auf den Gletscher und machen uns mit zahlreichen Fotostops wieder auf den Rückweg zur Gondel.

Auch wenn unsere Dachsteinbesteigung nicht das sportliche Highlight war, hat es mir sehr gut gefallen. Jetzt war ich auch mal am Dachstein und habe vor noch öfter hier her zu kommen. Ist doch eine sehr schöne Gegend.
Dachstein 2015-10-02

Sonntag, 27. September 2015

Großglockner 3798m

Eigentlich wollte ich ja früher nie auf den Glockner, schon gar nicht am Wochenende, Normalweg und mit Bergführer. Irgendwie ist es aber dann doch anders gekommen.
Von meiner Firma aus wird des öfteren ein Bergführer gestellt, der verschiedene Touren anbietet. Irgendwie hab ich mich dann doch einmal bequemt und mich für den Glockner angemeldet, es aber nur auf die Warteliste geschafft. Da so viele abgesagt haben, steh ich auf einmal ganz oben. Jetzt hilft wohl nix mehr, da muss ich durch. Leider ist das Wetter für den geplanten Aufstiegstag zur Stüdlhütte nicht optimal, über 30cm Neuschnee und so verschieben wir die Tour nach hinten. Jetzt sind wir dafür Samstag - Sonntag unterwegs. Nicht die ruhigsten Tage am Glockner.

Wir sind zu dritt plus Bergführer. Um 13 Uhr steigen wir vom Parkplatz Lucknerhaus auf zur Stüdlhütte (2:10h). Dort genießen wir das super Abendessen und verkosten auch noch das Weißbier. Kurze Lagebesprechung und was wir morgen alles benötigen folgt auch noch. Leider stellt sich bei mir Kopfweh ein. Das kenne ich schon von früheren Aufenthalten über 2000m.

Schlafen kann ich aber trotzdem ganz gut und so stehe ich um 4:35, noch vor dem Wecker, auf. Schnell anziehen, kurz in den Waschraum und gleich runter zum Frühstück. Marschtee abfüllen, frühstücken und dann fertig machen für den Abmarsch. Ein bisschen dauert es dann doch noch bis alle fertig sind, aber um 5:25 kommen wir los.
Die Nacht ist Sternenklar und es ist nicht kalt. Wir marschieren mit Stirnlampen los Richtung Erzherzog-Johann-Hütte. Der Weg ist stellenweise sehr eisig und Konzentration ist gefragt. Nach ca. 45min legen wir die Steigeisen an und binden uns ins Seil ein. Es geht weiter über das Ködnitzkees. Es beginnt zu dämmern und der Grad östlich von uns (Blaue Köpfe?) hebt sich wunderschön vom heller werdenden Himmel ab.
Wir erreichen den Anstieg des Klettersteigs als die ersten Sonnenstrahlen auf den Glocknergipfel treffen. Da hab ich aber noch gar nicht mitbekommen, dass das der Gipfel ist :-)
Ein paar anstrengende und mit den Steigeisen ungewohnte Kletterschritte später und wir stehen auch in der Sonne, wunderschön. Bis zur Adlersruhe ist es nicht mehr weit, einige Minuten am Steig und wir sind oben (2:05h). Hier machen wir eine kurze Pause, wo wir Material in der Hütte lassen. Ich will meinen Rucksack aber mitnehmen und so trage ich die Jacken und Trinken von den anderen.
Jetzt geht es weiter über das Glocknerleitl über Schnee steil nach oben, bis wir auf die Felspassagen des Kleinglockners stoßen. Wir sehen schon von weitem die Ameisenstraße auf den Kleinglockner. Die ersten umgehen wir links aber dann stehen wir an. Unserem Bergführer ist das Tempo zu langsam und er meint das wir da ca. 2h bis auf den Gipfel brauchen. So klettert er zwischen den Seilsschaften durch und wir folgen ihm am kurzen Seil und überholen ratz fatz alle Seilschaften (ca. 70 Personen), die teilweise wirklich langsam unterwegs sind und richtig Stand bauen. Gar so erfreut sind da einige nicht, was ich auch verstehen kann, wäre ich auch nicht und so murmle ich "Tschuidigung - Tschuidigung" wie ein Mantra vor mich her.
Dafür sind wir am Kleinglockner angekommen ganz vorne und hinter uns gleich noch ein Bergführer mit seiner Gruppe. Jetzt müssen wir kurz abklettern in die Glocknerscharte. Ein Stahlseil erleichtert das und drei-vier Schritte bringen uns über die Scharte von wo es die letzten Meter auf den Gipfel geht. Die Scharte hab ich mir viel länger und schwieriger vorgestellt, war aber gar nicht so schlimm. So hatte ich auch eine ruhige Hand um in die Pallavicinirinne zu fotografieren.
Ein wenig später stehen wir nach den letzten steileren Klettermetern am Gipfel des Großglockners (1,5h ab Adlersruhe). Super, ausser uns ist nur eine Seilschaft die den Stüdlgrat geklettert sind und der Bergführer hinter uns am Gipfel. Wir machen ein paar Gipfelfotos und unser Bergführer drängt uns, das wir schnell wieder absteigen müssen, bevor in der Scharte die ganzen Seilschaften hängen und wir ewig nicht zurück kommen. So kann ich den Gipfel eigentlich gar nicht richtig genießen, verstehe es in dem Augenblick auch gar nicht so recht wo ich da jetzt bin. Im Nachhinein sehr schade, nur die super Aussicht bekomme ich mit, dann machen wir uns an den Abstieg.
Ich klettere als Erster voraus und wir kommen schnell über die Scharte wo auf der anderen Seite schon die ganzen Seilschaften aufgefädelt stehen. Bis wir die ganzen Felsen zum Glocknerleitl abgeklettert sind heißts noch mal ordentlich aufpassen. Jetzt haben wir mehr Zeit und genießen die wunderschöne Aussicht beim Abstieg zur Adlersruhe (1:15h Abstieg bis Adlersruhe).
Nach einer Pause steigen wir weiter ab und blicken uns immer wieder um und genießen die Berge und die super Aussicht. Am Glockner ist die Ameisenstraße immer noch am laufen, bzw. warten. Am unteren Teil des Ködnitzkees ziehen schon die ersten Nebelschwaden auf und so wird es etwas kühler. Ein Stück oberhalb der Stüdlhütte treffen die nächsten drei Gäste unseres Bergführers auf uns. Wir verabschieden uns von ihnen. Die gehen heute noch auf die Adlersruhe, wir steigen ab zur Stüdlhütte (1:30h Adlersruhe - Stüdlhütte). Hier muss ich endlich etwas trinken, das ist heute eindeutig zu kurz gekommen, was ich durch sehr starke Kopfschmerzen auch spüre. Spezi, Weißbier und eine riesen Kaspressknödelsuppe helfen da aber ganz gut.
Somit sind wir für den weiteren Abstieg zum Lucknerhaus gut gerüstet. Die Knie machen auch keine Probleme und so kommen wir schnell am Parkplatz an (1:20h).

Die Tour war insgesamt ein super Erlebnis. Danke den anderen für die schöne Tour und Pauli fürs führen. Nur der kurze Gipfelaufenthalt trübt das Ganze schon ein wenig. 5min mehr Zeit am Gipfel, um das zu realisieren hätten schon sein müssen. Aber muss ich einfach nochmal gehen, Sylvia will da sicher auch mal rauf. Da gehen wir dann aber hoffentlich nicht am Wochenende.
Großglockner 2015-09-26_27