Mittwoch, 28. Januar 2015

Silberling Skitour

Endlich hat es in der Steiermark viel geschneit. Das heißt zwar aufpassen wegen der Lawinengefahr, aber dafür nicht mehr so sehr aufpassen müssen auf die neuen Powderlatten und das freut den Flocksi.
Sylvia hat heute auch Zeit und Markus und Alex auch, aber nur bis Mittag. D.h. wir starten schon etwas früher, um 5:15 Graz-Nord. Und das eigentlich nur, weil uns Markus versprochen hat, das es schon hell ist wenn wir losgehen.
Der hat uns belogen... wir starten im Dunkeln. Macht aber nichts, bis Markus meine spinnende Bindung repariert hat, beginnt es zu dämmern und so ist wieder alles gut und ich hab ihm verziehen.
Es ist Neuschnee dazu gekommen und so Spuren Markus und Alex in gemächlichem Tempo bergauf. Der Wald ist zauberhaft und der Schnee lässt uns auch schon ein wenig auf die Abfahrt hoffen. Die letzten ca. 200hm wird die Sicht leider schlechter und am Gipfel angekommen, bläst uns ein eisiger Wind um die Ohren. Also schnell Abfellen und Winddicht einpacken und wir fahren gleich wieder ab.
Die ersten Höhenmeter sind Aufgrund der schlechten Sicht noch nicht so super, obwohl man schon den feinen Pulver spürt. Etwas weiter unten wird die Sicht dann besser und jetzt können wir voller Genuss durch den Pulver surfen. Auch die restliche Abfahrt durch den Wald geht sehr gut, ist lustig und wir sind schnell wieder am Parkplatz.
Dieser ist mittlerweile voll! Und das an einem Mittwoch. Anscheinend ist das Liesingtal der neue Gößgraben. Wir sind froh, das wir schon so bald gestartet sind. Die Sicht am Gipfel war zwar noch nicht so gut, die wäre jetzt um ca. 10 Uhr besser, aber dafür waren wir noch alleine unterwegs und hatten unverspurten Pulver.

Gesamtzeit: 3:15
Aufstieg: 870hm



Silberling 2015-01-28


Freitag, 23. Januar 2015

Hinkareck Zeiritzkampel Skitour

Das Wetter ist schlecht und Schnee gibt es auch nur wenig. Die optimalen Bedingungen für eine Skitour und Markus lässt sich da auch nicht lange bitten.
Unter diesen Voraussetzungen stecken wir uns keine so großen Ziele. Da das Wetter nördlich des Gleinalmtunnels aber gar nicht so schlecht ist, also Sicht auf der Autobahn noch über 100m, fahren wir nach Kalwang und weiter in die Teichen, vorbei am Jh. Thon und parken bei ca. 1100hm.

Unser erstes Ziel ist das Hinkareck. Wir starten flotten Schrittes und kommen auch gut voran. Nur ein paar mal rutschen wir auf dem harten Harschdeckel rückwärts, wahrscheinlich weil wir die Felle am Parkplatz noch gewachst haben :-)
Kurz unterhalb des Gipfels ist die Sicht schon sehr schlecht und der Wind sehr stark. Wir packen uns ein und gehen die letzten Meter bis zum Gipfelkreuz. Unser Plan ist, das wir Richtung Norden zur Seekaralm abfahren. Nur ist erstens die Sicht sehr schlecht, zweitens versuchen wir auf den wenigen Stellen mit Schnee zu bleiben und so meint Markus nach einigen Abfahrtsmetern, dass ihm das Alles bekannt vorkommt und er glaubt wir sind wieder Richtung Süd-Osten auf der Aufstiegsspur unterwegs. Und recht hat er. Wir haben uns einmal im Kreis gedreht. Macht aber nix, Richtung Norden haben wir ohnehin keinen Schnee gesehen. Somit ist unser neues Ziel die Jh. Zeiritz auf der Zeiritzalm. Dort finden wir auch hin und steigen von ca. 1600hm wieder auf in Richtung Zeiritzkampel.
Der Aufstieg ist Aufgrund der sehr harten Oberfläche trotz Harscheisen schwierig und so rutsche ich einmal weg und kann mich erst 10-15m weiter unten wieder fangen. Wir gehen auch mehr auf Gras als auf Schnee bis auf den Sattel. Dort ist die Sicht dann wirklich schlecht und der Wind wird immer stärker, aber den Zeiritzkampel haben wir bald erreicht.

Markus hat im Aufstieg schon gesagt, dass die Bedingungen für die Südabfahrt vom Zeiritzkampel sehr gut sein könnten und so schauen wir uns das genauer an. Ca. auf Höhe der Abzweigung zum Kammerlkogel Richtung Norden fahren wir nach Süden in eine Rinne ein. Bis auf die Sicht sind die Bedingungen sehr gut, nur etwas Schnee fehlt und so haben wir auch immer wieder ein paar Grasmugel dabei über die wir "gleiten". Irgendwann stehen wir oberhalb eines Felsabbruches, den wir zu Fuß umgehen müssen, bevor wir wieder mit den Skiern weiter können.
Bei ca. 1700hm wird die Sicht viel besser, aber da haben wir auch schon die Waldgrenze erreicht und kommen flott voran und sind bald beim Auto.

Das war heute eine sehr anstrengende und anspruchsvolle Tour. Anstrengend, weil die Oberfläche zum Gehen sehr schwer war und uns der Wind ganz schön entgegen geblasen hat.  Anspruchsvoll, weil wir eine sehr steile Flanke im Aufstieg queren mussten und die Abfahrt in der Rinne mit ca. 40° (max. 45°) mit dem wenigen Schnee doch sehr präzises Springen forderte. Da hab ich auch gemerkt, dass muss ich wieder mehr üben und sicherer werden.

Die Tour war trotzdem super :-)

Gesamtzeit: 5h
Gesamtaufstieg: 1400hm

Es gibt auch ein kurzes Video, wo man die Bedingungen sieht und auch meine nicht immer geglückten "Wendemanöver".



Hinkareck Zeiritzkampel Skitour 2015-01-23

Sonntag, 18. Januar 2015

Hirscheggsattel - Polster Skitour

So gut ist das Wetter heute nicht angesagt, eine kleine Skitour wollen wir aber doch gehen. Da wir nicht wissen, wie es mit der Schneemenge aussieht, sparen wir uns eine weite Anreise und fahren zum Präbichl.
In Vordernberg reichen nicht mal mehr die Schotterski, hier geht nur noch Grasskilauf.
Am Präbichl ist es zumindest noch weiß. Aber ich bin froh, dass ich mich für meine alten Ski entschieden habe.
Wir gehen durch den Handlgraben, vorbei an der Talstation der Materialseilbahn der Leobner Hütte. Es sind ca. 2cm Neuschnee vorhanden, auf sehr wechselnder Unterlage. Der Schnee ist aber sehr unangenehm zu gehen, da man oft seitlich aus der Spur rutscht und viel Kontakt mit Steinen und Grashügeln hat (in die man nicht einfach mit den Skispitzen reinlaufen sollte :-) ). Die Sicht ist noch ok und wir lassen die Leobner Hütte aus und steigen gleich weiter auf zum Hirscheggsattel. Hier wird die Sicht immer schlechter und wir suchen hinauf zum Polster. Auch wenn ich in dieser Gegend schon öfter war, bin ich froh, dass ich mein GPS mit habe. Bei so schlechter Sicht ist ein Blick auf das GPS angenehmer, als sich zu verirren.

Am Polster zeigt sich sogar ganz kurz blauer Himmel. Wir bleiben aber nur zum Abfellen und für ein Gipfelfoto und machen uns gleich an den Abstieg mit den Skiern am Rucksack. Wir gehen runter zur Bergstation des 1er-Sessellifts. Zum Fahren ist zu wenig Schnee und so stapfen wir weiter Richtung Skipiste, die uns dann auch sehr schnell zum Auto führt.

Trotz des wenigen Schnees und der schlechten Sicht weiter oben, war die Tour sehr nett. 

Dienstag, 6. Januar 2015

Gscheideggkogel Skitour

Heute soll nach den letzten schnee- und windreichen Tagen wieder sehr schön werden.
Markus fällt leider krankheitsbedingt aus, dafür schickt er uns Mel mit. Und so starten Mel, Sylvia und ich früh morgens wie schon letzten Freitag nach Hinter-Radmer.
Unser heutiges Ziel ist der Gscheideggkogel. Wir sind am Parkplatz die Ersten. Ich brauche heute etwas länger, weil ich erst entscheiden muss, ob ich meine neuen Ski verwende oder doch die alten. Es schaut aber aus, als wäre schon ein schöner Patzen Neuschnee dazu gekommen im Gegensatz zu Freitag und so entscheide ich mich für die Neuen.

Wir starten und müssen spuren, aber nur ein Stück, denn auf der Forststraße weiter oben kommen 2 Tourengeher aus dem Wald und die übernehmen vor uns die Spurarbeit. Die Leute werden immer mehr und so schlängelt sich die Karawane durch den wunderschönen Winterwald. Rund um uns ist unverspurter Pulver und ich freue mich schon auf die Abfahrt mit den neuen Skiern.

Nach 2h sind wir auch schon am Gipfel und können die um uns liegenden Gipfel betrachten. Heute ist wieder eine super Sicht und die Sonne kommt auch noch hervor. Wind haben wir am Gipfel auch fast keinen.
Die anderen fellen sofort ab und machen sich für die Abfahrt bereit, glaub die wollen die ersten Spuren in den Tiefschnee ziehen. Da immer mehr Leute raufkommen, entscheiden wir uns auch für ein schnelles Aufbrechen.
Der Schnee ist super. Feiner Pulver und eine Unterlage ist zum Glück auch schon vorhanden und so wedeln wir die schönen Hänge runter. Es dauert nicht lange und wir sind schon wieder bei der Forststraße, die wir noch ein paar mal kreuzen bei unseren Abkürzungen durch den Wald. Die letzten Meter bis zum Parkplatz nehmen wir dann doch die Forststraße.

Es war eine super Tour mit unglaublich schöner Stimmung heute. Frischer Pulver, windstill, am Gipfel blitzt die Sonne raus. Und meine neuen Schuhe und Ski sind auch super.

Gesamtzeit: 3:20
Aufstieg: ~840hm



Gscheideggkogel Skitour 2015-01-06

Freitag, 2. Januar 2015

Zeiritzkampel Skitour

Heute soll ein wirklich schöner Tag werden. Markus hat Zeit und Skitouren-Lust ohnehin und so starten wir früh morgens nach Hinter-Radmer nahe Eisenerz. Unser Ziel ist der Zeiritzkampel.
Am Parkplatz hat es ca. -6° und der Himmel über uns ist schon Blau. Wir sind im Schatten, aber der Lugauer wird schon von der Sonne in wunderschönes Licht gehüllt.

Wirst starten flach auf einer Forststraße in der vorhandenen Spur. Diese biegt aber noch ein paar hundert Meter nach rechts Richtung Gscheideggkogel ab. Jetzt heißts selbst spuren.
Zuerst noch auf der Fortststraße, aber bald biegen wir links ab in den Wald, dem steilen Wanderweg folgend. Dieses Stück hab ich eigentlich schlechter in Erinnerung, diesesmal ist es schön und wir erreichen bald die Kammerlalm. Wahrscheinlich weil der Wald ein einziges Winterwonderland ist. Jetzt kommen wir auf offenes Gelände und es wird steil. Obwohl mein Puls schon so hoch ist, darf ich jetzt auch mal Spuren. Bringt den Puls nicht runter, aber dafür ist es schön eine eigene Spur anzulegen. Mit Spitzkehren sparen wir nicht und so "schrauben" wir uns im tiefen Schnee weiter nach oben. Wir versuchen uns auch die Stellen mit ausreichend Schnee für die Abfahrt zu merken. Gleich vorweg, wir haben uns nicht alles gemerkt, oder eine falsche Einschätzung getroffen :-)
Das Wetter ist immer noch super. Eine Gruppe von über 30 Gämsen gefällt es anscheinend auch und sie verhöhnen uns mit ihrer Aufstiegs- und "Abfahrt"-Technik. Schön langsam wird der Wind etwas stärker und als wir auf ca. 2000m auf den Kamm kommen, bläst uns der Wind fast um, zum Glück Rückenwind. Wir gehen weiter Richtung Gipfel und vor dem kurzen Seilstück finden wir eine fast Windstille Mulde wo wir unser Skidepot machen.
Dick eingepackt und winddicht gehen wir zu Fuß weiter zum Gipfel. Wir haben eine wunderschöne Aussicht in alle Richtungen. Die Fernsicht ist heute sehr gut und das lustige Bergeraten kann beginnen. So lange halten wir uns aber nicht auf, sondern gehen am Grat zurück zum Skidepot.

Nach einer kurzen Stärkung machen wir uns an die Suche nach der besten Abfahrtsspur.
Wir wählen nicht den gleichen Weg wie beim Aufstieg, den am Kamm liegt kein Schnee, wir fahren direkt oberhalb des Skidepots ab. Und hier finden wir genug Schnee um ein paar schöne Schwünge du machen. Weiter unten wird es dann schon schwieriger und wir suchen immer wieder von einem Tiefschneeband zum Nächsten. Stürze sind durch den wechselnden Schnee auch einige dabei und Flüche aufgrund von Bodenkontakt sowieso.
Weiter unten wird der Schnee schon richtig schwer und oberhalb der Kammerlalm geht Schuss auch nicht mehr viel. Wir queren gleich zur Forststraße, da wir uns den Wald bei dieser geringen Schneemenge in der Abfahrt sparen wollen. Diese Entscheidung wird aber zur Kraft und Motivationsprobe. Da wir die ersten sind, gibt es keine Spur und der Schnee ist so nass, dass er uns Zentimeter dick am Belag klebt. Wir kommen einfach nicht mehr vorwärts und so packen wir die Ski auf den Rucksack und stapfen durch Knie tiefen Schnee auf der Forststraße nach unten. Wir probieren immer wieder mal mit Ski vorwärts zu kommen, was mehr schlecht als recht funktioniert. Nach einigen Kilometern kommt bei der Kehre eine Spur von unten und in dieser können wir endlich bis zum Parkplatz abfahren.

Die untere Hälfte der Abfahrt war eine ziemliche Plagerei, aber die Tour war trotzdem wunderschön. Vor allem das anlegen einer Spur durch diese schöne Winterlandschaft ist zwar anstrengend, aber super. Markus und ich haben uns beim Spuren abgewechselt, somit ist er nicht ganz so fertig und ich noch ein bisschen mehr.  Das war ein wunderschöner Tourentag.

Gesamtzeit: 5:5h
Aufstieg: 1200hm
Zeiritzkampel 2015-01-02


Dienstag, 30. Dezember 2014

Kragelschinken und Plöschkogel Skitour

Es wird Zeit für die erste Skitour in dieser Saison. Markus ist auch schon sehr motiviert und hat noch keine Tour gemacht und so darf ich mich ihm und Alex anschließen.
Schnee gibt es schon ein wenig, nur die Berichte von wirklich guten Bedingungen in der Steiermark lassen noch auf sich warten.

Wir starten von der Eisenerzer Ramsau mit dem Ziel Kragelschinken/Plöschkogel.
Schnee ist "genug" und im Aufstieg haben wir keine Probleme und müssen ab Teichenegalm auch spuren. Wir machen uns schon ein Stück vorm Kragelschinkengipfel wetterfest und das ist auch gut so. Oben weht uns der Wind fast um, obwohl sich heute sogar etwas Sonne zeigt, zumindest in der Ferne. Viel Zeit lassen wir uns am Gipfel nicht, wir machen uns gleich auf die Schneesuche und die richtige Einfahrt in die "Rinne" Richtung Blauer Herrgott.
Die ersten Schwünge dieser Saison sitzen dem Schnee entsprechend (nicht). Wir suchen und suchen und finden eine Rinne. Nur so richtig Wedelspaß mag nicht aufkommen, aber Spaß haben wir trotzdem, sehen wir doch zahlreiche Stürze. Auch kein Wunder. Entweder man hört gleich beim Schwung das man einen Stein oder Holz unterm Ski hat, oder man versinkt im Grundlosen Pulver und verhängt sich mit den Skiern im Gestrüpp.
Irgendwie kommen wir aber auf die Forststraße. Ich für meinen Teil mit dem Kopf zuerst, da ich die Böschung übersehe und meine Skier sich simultan eingraben und mich aus der Bindung katapultieren.
Zum Glück ist nix passiert und wir starten den Aufstieg zum Plöschkogel. Von hier darf unser "Guide" Alex die Führung übernehmen, hat er in dieser Gegend doch eine Skitouren-Ausbildung gemacht. Man sollte einem unbezahlten Guide nicht immer folgen, außer man will sich durch Baumstämme bei diesen Schneebedingungen nach unten kämpfen.
Wir erreichen die Forststraße und wollen schon wieder in den Wald abbiegen, aber Markus mein, er will die Forststraße heute nicht mehr verlassen. Das sind wir gar nicht gewöhnt von ihm, aber anscheinend  will er nicht schon bei der ersten Skitour seinen Skieren neuen Charakter verleihen :-)
Und so schieben, wedeln und gleiten wir auf der Forststraße talwärts, bis wir beim Auto ankommen.
Ein paar Zentimeter Neuschnee sind auch hier dazu gekommen und wir hoffen auf noch mehr. Aber das wichtigste wäre jetzt eine gute Unterlage, damit man seine Skier bei den nächsten Touren nicht ganz ruiniert.
Die Tour war trotzdem sehr schön und hat viel Spaß gemacht. Aber wir sind auch ein krasses Rudel :-)

Gesamtzeit: ~4h
Aufstieg: 1085hm
Kragelschinken Plöschkogel Skitour 2014-12-30

Sonntag, 14. Dezember 2014

Eisenerzer Reichenstein

Wenn Markus ruft, heißt's auf in die Berge. Viel zu lange ist unsere letzte gemeinsame Tour schon her und so freu ich mich, dass Mel und Markus uns zwei eine Wanderung auf den Reichenstein vorschlagen.

Schnee ist noch zu wenig für eine Skitour, obwohl schon ein paar Spuren vorhanden sind, aber so richtig Spaß würd's mir wohl noch nicht machen.
Wir haben die Ski auf jeden Fall noch Zuhause gelassen und machen uns zu Fuß vom Präbichlerhof auf Richtung Reichenstein.

Der Schnee ist schon eher kompakt und so brechen wir zuerst nur ab und zu etwas ein. Weiter oben kommen wir dann, wo der Wind den Schnee verfrachtet hat, schon öfter in den etwas tieferen Schnee Genuss.
Wir wählen den Aufstieg über die Stiege. Das ist auch kein Problem, da der Weg schon von mehreren Wanderern schön ausgetreten ist. Das Wetter ist heute sehr schön, nur etwas kalt. Aber auch kein Wunder, da wir erst kurz vorm Gipfel in die wärmenden Sonnenstrahlen kommen. Oben angekommen, weht uns dafür ein kalter Wind entgegen und so machen wir uns nach ein paar Fotos und einem Schnapsal gleich auf zur Hütte. Dort können wir uns, vom Wind geschützt, mit Tee und Sonnenstrahlen wärmen.
Für den Abstieg nehmen wir die Serpentinen und können immer wieder durch Rinnen abkürzen, wobei wir schon öfter bis zum Oberschenkel in Schneewehen einbrechen, aber trotzdem gut voran kommen.

Die Tour war heute sehr schön. Wir konnten schon fast nicht mehr glauben, das es die Sonne überhaupt noch gibt nach dieser langen Nebelphase in Graz, aber heute hat sie sich wieder von ihrer schönen Seite gezeigt.

Markus und Mel haben wir als Dank fürs mitnehmen gleich noch mit Tee und Keksen versorgt.

Eisenerzer Reichenstein 2014-12-14

Samstag, 18. Oktober 2014

Kaiserschild und Hochkogel

Dank der "Alten Weiber" konnte sich der Sommer doch noch zu Sonne und warmen Temperaturen motivieren. Nach dem Wetter in diesem Sommer waren wir dementsprechend motiviert dieses traumhafte Wetter auszunutzen und machten uns auf zu einer Bergtour.

Dieses Jahr waren wir noch nicht sehr viel auf den Bergen unterwegs, da wir uns mehr auf das Radfahren konzentrierten. Ziele gab es daher genug.
Wir wählten den Kaiserschild und den Hochkogel in der Eisenerzer Ramsau. Am Kaiserschild waren wir 2007 schon einmal, aber das ist ja schon lange her und die Gegend ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Sylvia und ich wurden von Uwe begleitet, der sich auf eine Wanderung mit uns einließ (wer weiß ob das nicht das letzte Mal war :-) ).

Zuerst gings gemütlich auf einer Forststraße, bis wir in den Wald wechselten. Dort war der Weg voller Laub und durch die Feuchte auch sehr rutschig. Anschließend ging es im Zickzack ein Schotterfeld bergauf und in der Sonne kamen wir hier schon ordentlich ins Schwitzen.
Jetzt geht der Weg entlang einer Felswand in einer Rinne steil nach oben und ist mit einem Seil abgesichert. Uwe ist nicht ganz so schwindelfrei und dieses Gelände sagt ihm noch gar nicht so zu. Leider haben Sylvia und ich uns an diese Stelle gar nicht mehr erinnern können.

Wir haben es aber geschafft und passierten auch bald den Einstieg des Klettersteigs. Wir gingen gemütlich weiter Richtung Kaiserschild. Uwe ging nicht ganz rauf, sondern machte sich nach einer Pause gleich auf zum Hochkogel. Sylvia und ich stiegen noch die letzten Höhenmeter auf und genossen neben der wunderschönen Aussicht unsere Jause.

Anschließend folgten wir Uwe und waren wenig später auch am Gipfel des Hochkogels, wo Uwe schon auf uns wartete. Hier war es windstill und so richtig warm. Die Aussicht heute war einfach wunderschön. Im Nord-Osten war der Hochschwab auszumachen, Richtung Westen Gesäuße und dahinter Totes Gebirge, Grimming und Dachstein.

Nach einer weiteren Jausenpause machten wir uns an den Abstieg über den Radmerhals zurück zum Auto. Das war zwar ein Umweg, aber die gleiche Route wir beim Aufstieg wollten wir nicht gehen und außerdem war dieser Weg sehr schön.

Insgesamt war es ein wunderschöner Tag und nachdem wir noch wenig Wanderungen in diesem Jahr unternommen hatten, spürten wir die Tour auch noch zwei Tage danach. Von so einem schönen Tag hat man einfach länger etwas.

Kaiserschild Hochkogel 2014-10-18

Freitag, 10. Oktober 2014

Zwillingskogel

Da wir zu einer Hochzeit in Gmunden eingeladen sind, nutzen wir auch gleich das schöne Wetter und unternehmen eine kleine Bergtour.
Gleich neben Grünau im Almtal erhebt sich der Zwillingskogel mit seinen 1402m.
Der Weg zum Gipfel führt durch sehr schöne Wälder und so vergeht die Zeit sehr schnell und oben angekommen, können wir eine sehr schöne Aussicht genießen.
Im Norden ist es sehr flach und nach Osten und Süden erhebt sich das Tote Gebirge und gleich vor uns liegt der Traunstein.
Da ich nicht mit so einer schönen Aussicht gerechnet habe, gibt es leider wieder keine Fotos.

Sonntag, 28. September 2014

Gschwendtberg

Endlich schönes Wetter und da wollten wir nicht in Graz sitzen sondern ein wenig Bergluft inhalieren.
Gleich bei Frohnleiten hatten wir ein kleines, nettes Ziel gefunden, den Gschwendtberg.
Nicht sehr hoch, aber das war egal, wir hatten auch nicht sehr viel Zeit.
Fotos gibt es leider keine.

Mittwoch, 13. August 2014

Trans-Slowenien

Da ich dieses Jahr zum MTBen begonnen habe, habe ich mir auch gleich ein Ziel gesetzt. Eine längere Tour. Eigentlich war eine TransAlp geplant, die ich aber aufgrund von Urlaubsdauer abgesagt habe.
Also brauche ich ein anderes Ziel und auch einen Partner. Bernd, der mir auch für meine ersten Versuche seine Bikes geborgt hat, muss ich nicht lange bitten. Er ist sofort dabei. Nur anstatt über die Alpen suchen wir uns als Ziel die Trans-Slowenien aus.

Wir planen, zeichnen und organisieren uns Tracks und bereiten alles vor.
Am Samstag früh starten wir dann mit dem Auto nach Arnoldstein. Hier wechseln wir auf unsere Bikes und es geht los.

Arnoldstein - Vrisic Pass - Bovec:
Als erstes Ziel haben wir das Dreiländereck. Dort kommen wir nach 2h an und genießen die Aussicht. Jetzt geht die erste Abfahrt los und wir finden auch einige schöne Trails und müssen nicht nur auf der Forststraße runter bis nach Ratece in Slowenien fahren. In Kranjska Gora stärken wir uns mit einem Mittagessen und auch ein Lasko gibt uns wieder Kräfte. Wir holen uns auch noch Infos von anderen Bikern, die auch die TransSlo fahren und sich eine Tour gekauft haben. Sie haben einen schönen Ausdruck mit Beschreibungen und so können wir der Passstraße auf den Vrisic Pass ausweichen und fahren dem Fluß entlang auf einer Schotterstraße. Ein kleines Stück fahren wir dann doch auf der Passstraße, bis wir zu einer Abzweigung kommen, der wir bis auf den Pass folgen können. Wir kommen sogar etwas höher raus und haben somit auch einen schönen Blick in beide Richtungen und runter auf die Passstraße.

Als Abfahrt wählen wir nicht die Straße sondern zweigen nach einigen hundert Metern in den Wanderweg ab. Eigentlich ist das Fahren hier verboten. Schilder sehen wir keine, also Schützer anziehen und los gehts. Wir haben Glück, es sind auch keine Wanderer unterwegs und so können wir den unglaublich schönen Trail folgen. Zuerst flowig und schnell, zum Schluss dann sehr steil und technisch - Geil!

Der Trail spuckt uns genau am Parkplatz bei der Soca-Quelle aus und so tanken wir nochmal Wasser. Von hier folgen wir der Straße entlang der Soca und genießen die schöne Landschaft. Um 19 Uhr sind wir dann endlich in Bovec und finden nach einigem Suchen doch noch eine Unterkunft.
Nach 9h sind wir sehr müde und sind dann auch froh um die gute Pizza und das Bier, das unsere Reserven wieder ein wenig auffüllt.

Gesamtzeit: ~ 9 h
Tagesstrecke: ~ 70 km GPS hat leider den Track nicht gespeichert
Aufstieg: 1870 hm
Abfahrt: 1980 hm

Bovec - Stol - Kobarid:
Nachdem wir beim Frühstück so viel wie möglich in uns reingestopft haben, starten wir bei super Wetter und fahren entlang der Soca bis wir vor Zaga auf die Straße Richtung Italien abbiegen. Auf ca. 700m verlassen wir die Asphaltstraße und fahren von jetzt auf Schotter bis auf den Stol-Sattel. Bernd war schon ein paar mal hier, aber auf dem Gipfel war er noch nie. Somit ist hier mit Aufstieg noch nicht Schluss, wir ziehen weiter Richtung Stol-Gipfel. Das Wetter ist leider nicht so gut. Wolken, Nebel und Wind verhindern eine schöne Aussicht, dafür können wir uns voll auf den Aufstieg konzentrieren. Mit Fahren ist hier leider nicht mehr viel und auch schieben ist anstrengend, daher tragen wir unsere Räder und sind nach ca. 45min völlig fertig am Gipfel, oder zumindest ein paar Meter daneben.

Nach einer kurzen Pause machen wir uns wieder an die Abfahrt, die leider bis auf den Sattel immer wieder von kurzen nicht fahrbaren Passagen unterbrochen wird. Hier angekommen ziehen wir gleich auf der Forststraße an der Südseite des Bergrückens weiter Richtung Osten.
Bei ca. 1150hm zweigt unser gewählter Abfahrtstrail steil Richtung Süden, Staro Selo ab.
Der Trail ist stellenweise sehr verwachsen und auch immer wieder mit größeren Steinen versehen. Das er nur sehr schmal ist macht das Ganze Unternehmen nicht einfacher. Plötzlich liegt ein Baum quer und wir können nicht mehr weiter am geplanten Weg nach unten. Ein Wanderweg führt aber weiter. Dieser ist gleich noch steiler und es wird nicht leichter. Die Konzentration lässt leider bei mir auch schon nach und so muss ich mich öfter von meinem Bike trennen und dabei immer versuchen Hang aufwärts zu fallen. Gelingt mir eigentlich meist recht gut und die Konzentration kommt mit dem Adrenalin auch wieder zurück und so kommen wir auch heil unten an und sind froh darüber. Der Trail war trotzdem extrem geil!

Auf der Straße radelten wir durch eine kilometerlange Allee bis nach Kobarid. Dort stärkten wir uns und machten uns dann auf die Herbergssuche, was auch nicht lange dauerte. Eine weitere Tour heute wollte ich nicht angehen, daher machten wir uns auf um ein Bad in der Soca zu nehmen. Bald war eine schöne Stelle gefunden, wo sich auch schon einige andere Badende tummelten.
Die Soca ist wirklich sehr schön, aber kalt. Baden geht fast nur mit einem Sprung, langsam rein gehen ist zu kalt. Nach dieser Erfrischung waren wir wieder voll motiviert und machten uns gleich auf den Weg, um am Hauptplatz ein Cafe zu suchen, dass uns mit Bier und Kaffee versorgt. Bei der ganzen Entspannung haben wir fast die Zeit übersehen und kamen sehr spät zu unserem Abendessen.

Gesamtzeit: ~ 6 h
Tagesstrecke: 40 km
Aufstieg: 1290 hm
Abfahrt: 1500 hm

Kobarid - Matajur - San Pietro - Kobarid:
Bernd hat mich schon vorgewarnt, der Matajur wird schwierig. Also stopf ich mich beim Frühstück voll und was nicht reingeht, wird in den Rucksack gepackt. Die erste Stunde fahren wir auf Asphalt bergauf nach Livek. Von hier zieht eine kleine Straße weiter den Berg rauf und geht nach einer weiteren Stunde in Schotter über. Nach noch einer Stunde wird aus Schotter dann ein Pfad und wir kommen den tief hängenden Wolken schon sehr nahe. Das letzte Stück schieben und tragen wir unsere Bikes auf den Gipfel, der leider in Wolken steckt, und können nach 4h Aufstieg endlich unsere Reste vom Frühstück verdrücken. 

Wir haben uns als Abfahrt eine Tour ausgesucht die nach Italien führt und sehr lange und schön sein soll. Dafür haben wir aber dann einen weiteren Rückweg zurück nach Slowenien.
Der Trail ist wirklich sehr schön und zu Beginn sehr schnell und die Spur ist sehr tief, was mich zu manchem Ausritt zwingt.
Irgendwann haben wir wieder die Baumgrenze erreicht und ab jetzt wird es technisch schwieriger mit Wurzeln und Steinen.
Da der Trail fast immer an einem Rücken entlangführt, brauchen wir ziemlich lange um Höhenmeter abzubauen. Ein paar Navigationsschwierigkeiten kommen auch noch dazu und so fragen wir uns, ob wir heute noch in San Pietro ankommen.
Irgendwann haben wir es dann doch geschafft und der Trail spuckt uns 2,5h später in Italien wieder aus.
Jetzt müssen wir uns zuerst stärken. Montag Nachmittag ist in Italien keine gute Zeit um groß Essen zu gehen, aber ein kleines Lokal finden wir doch und die versorgen uns mit Bier, Kaffee und Essen.

Frisch gestärkt machen wir uns an die Rückfahrt nach Kobarid. Die Strecke ist sehr schön, obwohl sie großteils auf einer Bundesstraße verläuft und so sind 1,5h schnell um und wir sind wieder in Kobarid.

Da meine Bremsen leichte Probleme machen, suchen wir den örtlichen Fahrradhändler auf. Der schaut sich das Ganze an und macht mein Bike wieder flott.
Wir genießen noch ein Bier und stärken uns für den nächsten Tag.

Gesamtzeit: ~ 10 h
Tagesstrecke: 57 km
Aufstieg: 1590 hm
Abfahrt: 1580 hm

Kobarid - Lokve - Stomaz - Stanjel:
In der Nacht hat es viel geregnet und so sind wir uns nicht sicher ob wir heute überhaupt auf einen Berg treten sollen und uns dann über rutschige Trails runterhangeln wollen. Wir beschließen so schnell wie möglich Richtung Süden zu fahren, bevor uns der Regen von Norden einholt.
Ein Blick auf das geplante Ziel und die Streckendaten lassen uns unseren Plan einer zusätzlichen Tour davor, gleich wieder vergessen. Wir haben heute genug Strecke und Höhenmeter zu bewältigen.
Wir starten entlang der Soca, fahren durch Tolmin und verlassen bei Most na Soci den Fluss, um uns entlang eines Berges wieder auf eine Höhe von 1000m zu bewegen.

Dort stärken wir uns, nach einem sehr steilen Anstieg, der uns mit Wind und ein wenig Regen zugesetzt hat.
Aufgewärmt und mit neuer Energie gehts weiter bis wir auf 1250m zur Hütte Koca Antona Bavcerja na Cavu kommen.
Hier wird es Zeit unsere Protektoren wieder einmal anzuschnallen. Jetzt folgt ein sehr steiler unglaublich geiler Trail, der uns in 1h 1000m weiter unten nach Stomaz führt.
Wir hatten schon Bedenken, dass der Trail nach dem Regen gestern Nacht nicht wirklich gut zu fahren ist und überhaupt extrem schwer ist, aber bis auf einige Stellen, war fast alles fahrbar und ich musste mein Bike nur selten in die Böschung lehnen.

Unten angekommen, waren wir auf ca. 150m, es war schon 17 Uhr aber wir wollten unbedingt noch einige Kilometer hinter uns bringen, damit wir morgen nicht mehr so weit nach Triest hatten. 
Und so überquerten wir noch eine kleine Hügelkette und radelten noch auf eine weitere. 
Jetzt war es aber bereits 19 Uhr und es war Zeit etwas essbares und eine Unterkunft zu finden. 
Restaurant war nur ein nobles vorhanden, aber in der Tankstelle erfuhren wir zumindest von einer Bleibe ganz in der Nähe. 
Dort hatten sie wirklich ein Zimmer für zwei stinkende, fertig Biker und ohne Essen wollten sie uns auch nicht ins Bett gehen lassen. Sogar ihr Auto wollten sie uns borgen, damit wir noch irgendwo hinfahren konnten, um etwas zu essen. Das wollten wir aber auch nicht und so stiegen wir auf das Angebot ein, dass sie uns etwas zu Essen kocht. Und es war ausgezeichnet und spottbillig. Bier und Grappa wurde uns auch noch serviert und so waren wir nach diesem 11h Radltag sehr zufrieden und müde.

Gesamtzeit: ~ 11 h
Tagesstrecke: 78 km
Aufstieg: 1860 hm
Abfahrt: 1800 hm

Stanjel - Triest:
In der Nacht hat es wieder geregnet, aber der Morgen ist schön und so starten wir nach einem ausgiebigen Frühstück voller Freude in unsere letzte Etappe.
Wir folgen, so wie gestern schon, einem Track den wir von einem TransSlowenien Radler bekommen haben, der die Tour letztes Jahr gefahren ist und sich bei der Tourenplanung wirklich sehr schöne Strecken ausgesucht hat.
Und so können wir uns auch heute auf den Track verlassen, auch wenn wir manchmal nur mehr dem GPS folgen, da wir keinen weg sehen können. Nach ca. 2h haben wir auch schon unsere letzte Hügelkette und somit die Grenze zwischen Slowenien und Italien erreicht und können bei der Abfahrt das erste Mal das Meer erblicken. Bis jetzt hat dies immer die tiefhängende Wolkendecke verhindert.

Wir fahren noch einige Schotterstraßen, bis wir endgültig auf Asphalt wechseln und schließlich beim Schloss Miramare an die Küstenstraße wechseln.
Hier finden wir bald eine öffentlichen Badeplatz und springen gleich mit Radlhose ins Meer. Ein Kaffee direkt am Meer wird auch noch eingenommen und so machen wir uns nach dieser Erfrischung auf und treten die letzten Kilometer bis nach Triest.

Am Ziel angekommen checken wir unsere Rückfahrtickets und dann wird ein Zielbier getrunken und mit dem Rad ein wenig durch Triest gekurvt. Ein Mittagessen stärkt uns auch noch einmal und um 15 Uhr starten wir zuerst nach Udine und von dort weiter bis nach Arnodlstein.
Hier hat es geschüttet und wir sind froh, dass wir dem Regen entkommen sind. Nur auf der Autofahrt zurück nach Graz werden unserer Räder gleich noch ein paarmal gewaschen.
Um 21 Uhr sind wir dann auch wieder in Graz angekommen und sehr müde.

Die Bikes haben super gehalten, kein einziger Platten, nur meine Bremse brauchte ein wenig Zuneigung. 

Gesamtzeit: ~ 4 h
Tagesstrecke: 42 km
Aufstieg: 330 hm
Abfahrt: 600 hm



Die Tour war ein super Erlebnis und ich bin sehr froh, dass ich sie zusammen mit Bernd machen konnte. Wir hatten mit dem Wetter Glück, da uns der Regen nie richtig erwischt hat. Nur die Aussicht von den Bergen war schlecht, aber das macht nichts, somit will ich auf jeden Fall nochmal kommen, um das Panorama genießen zu können.
Die gewählte Tour und die zusätzlichen Berge waren super und vor allem ab Tolmin waren wir ziemlich alleine mit unserer Routenwahl.

Zum MTBen ist das Gebiet super, nur die Trails sind manchmal sehr hart und man sollte sich mit den Tourzeiten nicht verschätzen.

Gesamtzeit: ~ 40h
Gesamtstrecke: ~ 288 km
Aufstieg gesamt: ~ 6940 hm
Abstieg gesamt: ~ 7460 hm
TransSlowenien 2014-08-09_13

Sonntag, 20. Juli 2014

MTB Saalbach

Vom 16. - 20. Juli waren wir mit einer Gruppe Wanderer und Mountainbiker in Saalbach.
Wir wollten eigentlich schon einige Touren auch mit dem Rad selbst fahren, aber da bei unserer super Pension die Joker-Card dabei war, haben wir die Lifte genutzt und sind fast ausschließlich bergab gefahren :-)

Die Big-5 am ersten Tag konnten wir leider nicht vollenden. 5 Patschen bei der ersten Abfahrt (Hangman) haben doch viel Zeit gekostet.
Die Restlichen Gipfel konnten wir aber am nächsten Tag besuchen.
Hangman, Panorama-Line, Milka-Line, X-Line, Z-Line, Hacklberg, Buchegg-Trail, Blue-Line, Pro-Line... wir haben fast alle Trails ausprobiert.

Wir hatten wirklich viel Spaß und ich hab sehr viel Downhill-Fahrtechnik gelernt. Extrem lustig.

Die Runde war auch sehr nett und so hatten wir nicht nur auf den Touren viel zu lachen, sondern auch am Abend.
Danke an alle die mit dabei waren und auch liebe Grüße an die, die aufgrund von Verletzungen nicht mitfahren konnten.
Zum Glück gab es nur kleine Stürze und so blieben außer einigen Schrammen und kleinere Schäden am Material alles heil.

Eine Video-Zusammenfassung wird auch noch folgen, aber das kann noch ein wenig dauern.

Saalbach MTB 2014-07-16_20

Sonntag, 6. Juli 2014

Edelweißboden und Hochturm

Wir wollen Edelweiß sehen und da eignet sich der Edelweißboden in der Nähe von Tragöß natürlich schon ganz gut. Karin ist so nett und sammelt noch andere Edelweiß interessierte zusammen und so steht eine Gruppe von 16 Leuten um 8:30 beim GH Hiaslegg zum Abmarsch bereit.
Ich kenne nur einige davon und bei den anderen hab ich mich nur mit "I bin da Flo" vorgestellt und gar nicht auf Antworten gewartet, da ich mir Namen nicht so leicht merke. Ich durfte trotzdem mitgehen.

Ich dachte mir, dass wir in einer solchen Gruppe ewig bis auf zum Edelweißboden und weiter auf den Hochturm brauchen werden, aber wir waren eigentlich ganz flott und so waren wir nach 2:35h, mit einer kurzen Jausenpause und 2 kurzen Panoramapausen schon am Gipfel.
Dazwischen konnten wir auch einige Edelweiß betrachten, wobei man schon näher ran muss, da es meist kleinere Exemplare sind.
Der Weg ist wunderschön und man hat immer wieder sehr schone Ausblicke auf das Hochschwabgebiet im Norden und die Eisenerzer im Süd-Westen.
Auch der Gipfel hat genug Platz für viele Leute und das war heute auch nötig, da noch ein ganzer Haufen anderer die Idee mit der Edelweiß Beobachtung hatten.

Die Pause halten wir heute nicht sehr kurz und so haben wir auch Zeit uns mit neuen Bekanntschaften zu unterhalten.
Beim Abstieg wird noch viel mehr geplaudert, wobei wir gegen Ende schon einen schnellen Schritt drauf haben, da wir uns schon auf Kaffee und Kuchen auf der Hütte freuen.

Es war auf alle Fälle eine sehr schöne Wanderung, mit sehr netter Gruppe.
Danke Karin fürs organisieren.

Gesamtzeit: 5:35h
Aufstieg: 1000hm

Edelweißboden Hochturm 2014-07-06

Donnerstag, 26. Juni 2014

Scheiblingstein, Rohrauerhaus und G. Pyhrgas

Für unsere geplante 3 Tageswanderung mit Zelt ist das Wetter zu unbeständig und so starten wir ein Ausweichprogramm. 2 Tageswanderung mit Hüttenübernachtung.
Unser Ziel ist das Rohrauerhaus an der Haller Mauer, die liegt genau an der Grenze zwischen Oberösterreich und der Steiermark, neben dem Bosruck.

Um 11 starten wir von Mühlau, nahe Admont und gehen auf den Scheiblingstein. Das Wetter ist sehr schön und da wir während der Woche unterwegs sind, treffen wir auch fast keine anderen Wanderer.
Nach 3:15h haben wir die Lange Gasse hinter uns gebracht und stehen am Gipfel. Die Aussicht ist super und auch die Sonne wärmt uns.
Nach fast einer Stunde Rasten, Karte studieren und Fotografieren machen wir uns wieder an den Abstieg, wobei wir viele Höhenmeter eher auf einem Schneefeld abrutschen. Knapp 2 Stunden später sind wir beim Rohrauerhaus angekommen.

Die Hütte liegt sehr schön im Wald und hat einen super "Gastgarten". Die Aussicht von der Hütte selbst ist nicht so besonders, nur der G. Pyhrgas zeigt sich, aber der wirkt dafür sehr mächtig, so nahe. Will man andere Berg sehen muss man sich ca. 5min bewegen und man hat einen schönen Blick aufs Gesäuse und in die andere Richtung beeindruckt der Bosruck und dahinter das Tote Gebirge.

Wir sind, bis auf eine Freundin der Hüttenwirtin, die einzigen Gäste und genießen gleich mal Kaffee, Bier und Kuchen und sind so gestärkt für das Abendessen.
Die Portionen sind groß und schmackhaft, nur die Gesellschaft fehlt und so helfen wir uns mit Zeitschriften, Bier und nochmals Kaffee durch den Abend. Wir schaffen es nicht mal bis zur Hüttenruhe um 22 Uhr, aber versäumen auch nichts. Abendspaziergang entfällt aufgrund von leichtem Regen auch und so bleibt nur das Bett.

Am nächsten Morgen ist es wieder strahlend blau und so machen wir uns nach dem Frühstück auf Richtung G. Pyhrgas. Da der Wetterbericht schon ab Mittag Regen voraussagt, laufen wir den Hofersteig beinahe hoch und sind anstatt in 2:30h in 1:30h am Gipfel.
Die Aussicht ist heute nicht so besonders, aber die Sonne versucht trotzdem immer wieder durch die Wolken zu dringen. Da wir aber noch ein paar Stunden Weg vor uns haben, halten wir uns nicht so lange mit der Gipfelrast auf als noch am Tag davor, sondern steigen, vorbei an der Hofalm, ab zurück zum Rohrauerhaus. Dafür brauchen wir auch nur 1:30h und so sind wir vor 12 Uhr Mittag schon wieder zurück. Das Wetter hat sich eher wieder verbessert und so machen wir nochmal Rast auf der Hütte und genießen den guten Kaffee und den frisch Apfelstrudel, der direkt aus dem Ofen auf unser Teller kommt  - mmmmhhhhh.

Nachdem wir gestärkt sind packen wir unsere in der Hütte gelagerten Dinge ein und gehen 1:15h zurück nach Mühlau, wo unser Auto steht.

Den Scheiblingstein kenne ich schon von einer Skitour und ich war damals schon begeistert, wobei die Bedingungen damals sehr gut waren, aber auch diesmal gefällt mir die Tour sehr gut. Und auch der G. Pyhrgas ist ein sehr schöner Gipfel und das man einen anderen Weg für den Abstieg wählen kann gefällt mir meist auch sehr gut.
Eine Hüttenübernachtung hat ohnehin immer etwas besonderes. Meist gutes Essen, Spaß und die schöne Landschaft sind ein positiver Teil der Erfahrungen, aber was mir besonders gefällt ist, dass man nach der Tour nicht mit dem Auto heimfahren muss, sondern in den Bergen bleibt und am nächsten Tag auch gleich wieder nach ein paar Schritten mitten in der Natur ist.

Wir sind jedenfalls begeistert von diesen 2 schönen Tagen und der Übernachtung im Rohrauerhaus.

Scheiblingstein G. Pyhrgas 2014-06-26_27

Montag, 23. Juni 2014

Mit dem MTB entlang des Plabutsch und weiter über die Ruine Gösting nach Rach

Den Plabutsch vor der Haustür hab ich natürlich seit ich mit dem MTBen begonnen habe schon öfter erkundet. Alle Hügel zusammenhängen und abfahren hab ich bis jetzt aber noch nie gemacht.
Bernd ist motiviert und er kennt auch schon so manches Wegerl am Plabutsch (oder auch alle) und so gefällt ihm dieser Tourenvorschlag.

Wir starten zeitig, da wir bis Mittag wieder zurück sein müssen. Von Straßgang fahren wir hinter der Kirche auf dem Wanderweg auf den Florianiberg und kommen schon ordentlich ins schwitzen. Weiter gehts vorbei an der Bildföhre zum Orthacker. Von hier wählen wir den steilen Anstieg direkt zur Rudolfswarte und kommen nicht nur ins Schwitzen sondern ganz ordentlich ins Schnaufen.
Endlich können wir uns ein wenig ausrasten, konzentrieren sollten wir uns aber bei der Abfahrt über den Buchkogelsteig, vorbei an St. Johann und Paul, bis zur Steinbergstraße schon auch ordentlich. Wir kommen gut an und machen uns wieder an den nächsten Aufstieg. Vom Gaisbergsattel fahren wir auf der Asphaltstraße bis zur Entlüftung des Plabutschtunnels rauf und weiter Richtung Norden gehts wieder auf einem kleinen Wegerl bergab. Jetzt wirds nochmal interessant, da einige steile bergauf Passagen dabei sind, bevor wir am Fürstenstand ankommen.

Kurz verschnaufen und Schützer anlegen steht am Programm. Wir wählen eine sehr steile Abfahrt Richtung Gösting. Zuerst vom Fürstenstand nordwärts und vorm Wald gleich rechts und zwischen Wald und Gehege steil runter, die Forststraße queren und weiter den schmalen, steilen Weg bis wir am Fürstenstandweg ausgespuckt werden.


Da wir noch Zeit haben und auch noch ein wenig Kraft, beenden wir die Tour nicht wie geplant, sondern fahren gleich Richtung Süd-Westen und suchen uns einen Weg weiter zur Floraquelle. Von hier gehts runter zur Thalstraße, die wir queren und im Fuchsloch wieder auf die Forststraße, rauf zur Ruine Gösting, wechseln. Wir kommen schnell voran und sind bald bei der Ruine. Die Straße direkt runter nach Gösting wollen wir eigentlich nicht fahren und so sehen wir uns den Weg vom Jungfernsprung nach Rach an. Der schaut nur bei der Einfahrt schwer aus und entpuppt sich als super schöner Trail bis runter nach Rach. Von hier starten wir unsere Heimfahrt am Radweg.

Es war eine super Runde und wir konnten die geplante Tour sogar noch ein wenig verlängern.
Gesamtzeit: 3:45h
Gesamtaufstieg: 920hm
Länge: ca. 35km