Sonntag, 18. Januar 2015

Hirscheggsattel - Polster Skitour

So gut ist das Wetter heute nicht angesagt, eine kleine Skitour wollen wir aber doch gehen. Da wir nicht wissen, wie es mit der Schneemenge aussieht, sparen wir uns eine weite Anreise und fahren zum Präbichl.
In Vordernberg reichen nicht mal mehr die Schotterski, hier geht nur noch Grasskilauf.
Am Präbichl ist es zumindest noch weiß. Aber ich bin froh, dass ich mich für meine alten Ski entschieden habe.
Wir gehen durch den Handlgraben, vorbei an der Talstation der Materialseilbahn der Leobner Hütte. Es sind ca. 2cm Neuschnee vorhanden, auf sehr wechselnder Unterlage. Der Schnee ist aber sehr unangenehm zu gehen, da man oft seitlich aus der Spur rutscht und viel Kontakt mit Steinen und Grashügeln hat (in die man nicht einfach mit den Skispitzen reinlaufen sollte :-) ). Die Sicht ist noch ok und wir lassen die Leobner Hütte aus und steigen gleich weiter auf zum Hirscheggsattel. Hier wird die Sicht immer schlechter und wir suchen hinauf zum Polster. Auch wenn ich in dieser Gegend schon öfter war, bin ich froh, dass ich mein GPS mit habe. Bei so schlechter Sicht ist ein Blick auf das GPS angenehmer, als sich zu verirren.

Am Polster zeigt sich sogar ganz kurz blauer Himmel. Wir bleiben aber nur zum Abfellen und für ein Gipfelfoto und machen uns gleich an den Abstieg mit den Skiern am Rucksack. Wir gehen runter zur Bergstation des 1er-Sessellifts. Zum Fahren ist zu wenig Schnee und so stapfen wir weiter Richtung Skipiste, die uns dann auch sehr schnell zum Auto führt.

Trotz des wenigen Schnees und der schlechten Sicht weiter oben, war die Tour sehr nett. 

Dienstag, 6. Januar 2015

Gscheideggkogel Skitour

Heute soll nach den letzten schnee- und windreichen Tagen wieder sehr schön werden.
Markus fällt leider krankheitsbedingt aus, dafür schickt er uns Mel mit. Und so starten Mel, Sylvia und ich früh morgens wie schon letzten Freitag nach Hinter-Radmer.
Unser heutiges Ziel ist der Gscheideggkogel. Wir sind am Parkplatz die Ersten. Ich brauche heute etwas länger, weil ich erst entscheiden muss, ob ich meine neuen Ski verwende oder doch die alten. Es schaut aber aus, als wäre schon ein schöner Patzen Neuschnee dazu gekommen im Gegensatz zu Freitag und so entscheide ich mich für die Neuen.

Wir starten und müssen spuren, aber nur ein Stück, denn auf der Forststraße weiter oben kommen 2 Tourengeher aus dem Wald und die übernehmen vor uns die Spurarbeit. Die Leute werden immer mehr und so schlängelt sich die Karawane durch den wunderschönen Winterwald. Rund um uns ist unverspurter Pulver und ich freue mich schon auf die Abfahrt mit den neuen Skiern.

Nach 2h sind wir auch schon am Gipfel und können die um uns liegenden Gipfel betrachten. Heute ist wieder eine super Sicht und die Sonne kommt auch noch hervor. Wind haben wir am Gipfel auch fast keinen.
Die anderen fellen sofort ab und machen sich für die Abfahrt bereit, glaub die wollen die ersten Spuren in den Tiefschnee ziehen. Da immer mehr Leute raufkommen, entscheiden wir uns auch für ein schnelles Aufbrechen.
Der Schnee ist super. Feiner Pulver und eine Unterlage ist zum Glück auch schon vorhanden und so wedeln wir die schönen Hänge runter. Es dauert nicht lange und wir sind schon wieder bei der Forststraße, die wir noch ein paar mal kreuzen bei unseren Abkürzungen durch den Wald. Die letzten Meter bis zum Parkplatz nehmen wir dann doch die Forststraße.

Es war eine super Tour mit unglaublich schöner Stimmung heute. Frischer Pulver, windstill, am Gipfel blitzt die Sonne raus. Und meine neuen Schuhe und Ski sind auch super.

Gesamtzeit: 3:20
Aufstieg: ~840hm



Gscheideggkogel Skitour 2015-01-06

Freitag, 2. Januar 2015

Zeiritzkampel Skitour

Heute soll ein wirklich schöner Tag werden. Markus hat Zeit und Skitouren-Lust ohnehin und so starten wir früh morgens nach Hinter-Radmer nahe Eisenerz. Unser Ziel ist der Zeiritzkampel.
Am Parkplatz hat es ca. -6° und der Himmel über uns ist schon Blau. Wir sind im Schatten, aber der Lugauer wird schon von der Sonne in wunderschönes Licht gehüllt.

Wirst starten flach auf einer Forststraße in der vorhandenen Spur. Diese biegt aber noch ein paar hundert Meter nach rechts Richtung Gscheideggkogel ab. Jetzt heißts selbst spuren.
Zuerst noch auf der Fortststraße, aber bald biegen wir links ab in den Wald, dem steilen Wanderweg folgend. Dieses Stück hab ich eigentlich schlechter in Erinnerung, diesesmal ist es schön und wir erreichen bald die Kammerlalm. Wahrscheinlich weil der Wald ein einziges Winterwonderland ist. Jetzt kommen wir auf offenes Gelände und es wird steil. Obwohl mein Puls schon so hoch ist, darf ich jetzt auch mal Spuren. Bringt den Puls nicht runter, aber dafür ist es schön eine eigene Spur anzulegen. Mit Spitzkehren sparen wir nicht und so "schrauben" wir uns im tiefen Schnee weiter nach oben. Wir versuchen uns auch die Stellen mit ausreichend Schnee für die Abfahrt zu merken. Gleich vorweg, wir haben uns nicht alles gemerkt, oder eine falsche Einschätzung getroffen :-)
Das Wetter ist immer noch super. Eine Gruppe von über 30 Gämsen gefällt es anscheinend auch und sie verhöhnen uns mit ihrer Aufstiegs- und "Abfahrt"-Technik. Schön langsam wird der Wind etwas stärker und als wir auf ca. 2000m auf den Kamm kommen, bläst uns der Wind fast um, zum Glück Rückenwind. Wir gehen weiter Richtung Gipfel und vor dem kurzen Seilstück finden wir eine fast Windstille Mulde wo wir unser Skidepot machen.
Dick eingepackt und winddicht gehen wir zu Fuß weiter zum Gipfel. Wir haben eine wunderschöne Aussicht in alle Richtungen. Die Fernsicht ist heute sehr gut und das lustige Bergeraten kann beginnen. So lange halten wir uns aber nicht auf, sondern gehen am Grat zurück zum Skidepot.

Nach einer kurzen Stärkung machen wir uns an die Suche nach der besten Abfahrtsspur.
Wir wählen nicht den gleichen Weg wie beim Aufstieg, den am Kamm liegt kein Schnee, wir fahren direkt oberhalb des Skidepots ab. Und hier finden wir genug Schnee um ein paar schöne Schwünge du machen. Weiter unten wird es dann schon schwieriger und wir suchen immer wieder von einem Tiefschneeband zum Nächsten. Stürze sind durch den wechselnden Schnee auch einige dabei und Flüche aufgrund von Bodenkontakt sowieso.
Weiter unten wird der Schnee schon richtig schwer und oberhalb der Kammerlalm geht Schuss auch nicht mehr viel. Wir queren gleich zur Forststraße, da wir uns den Wald bei dieser geringen Schneemenge in der Abfahrt sparen wollen. Diese Entscheidung wird aber zur Kraft und Motivationsprobe. Da wir die ersten sind, gibt es keine Spur und der Schnee ist so nass, dass er uns Zentimeter dick am Belag klebt. Wir kommen einfach nicht mehr vorwärts und so packen wir die Ski auf den Rucksack und stapfen durch Knie tiefen Schnee auf der Forststraße nach unten. Wir probieren immer wieder mal mit Ski vorwärts zu kommen, was mehr schlecht als recht funktioniert. Nach einigen Kilometern kommt bei der Kehre eine Spur von unten und in dieser können wir endlich bis zum Parkplatz abfahren.

Die untere Hälfte der Abfahrt war eine ziemliche Plagerei, aber die Tour war trotzdem wunderschön. Vor allem das anlegen einer Spur durch diese schöne Winterlandschaft ist zwar anstrengend, aber super. Markus und ich haben uns beim Spuren abgewechselt, somit ist er nicht ganz so fertig und ich noch ein bisschen mehr.  Das war ein wunderschöner Tourentag.

Gesamtzeit: 5:5h
Aufstieg: 1200hm
Zeiritzkampel 2015-01-02


Dienstag, 30. Dezember 2014

Kragelschinken und Plöschkogel Skitour

Es wird Zeit für die erste Skitour in dieser Saison. Markus ist auch schon sehr motiviert und hat noch keine Tour gemacht und so darf ich mich ihm und Alex anschließen.
Schnee gibt es schon ein wenig, nur die Berichte von wirklich guten Bedingungen in der Steiermark lassen noch auf sich warten.

Wir starten von der Eisenerzer Ramsau mit dem Ziel Kragelschinken/Plöschkogel.
Schnee ist "genug" und im Aufstieg haben wir keine Probleme und müssen ab Teichenegalm auch spuren. Wir machen uns schon ein Stück vorm Kragelschinkengipfel wetterfest und das ist auch gut so. Oben weht uns der Wind fast um, obwohl sich heute sogar etwas Sonne zeigt, zumindest in der Ferne. Viel Zeit lassen wir uns am Gipfel nicht, wir machen uns gleich auf die Schneesuche und die richtige Einfahrt in die "Rinne" Richtung Blauer Herrgott.
Die ersten Schwünge dieser Saison sitzen dem Schnee entsprechend (nicht). Wir suchen und suchen und finden eine Rinne. Nur so richtig Wedelspaß mag nicht aufkommen, aber Spaß haben wir trotzdem, sehen wir doch zahlreiche Stürze. Auch kein Wunder. Entweder man hört gleich beim Schwung das man einen Stein oder Holz unterm Ski hat, oder man versinkt im Grundlosen Pulver und verhängt sich mit den Skiern im Gestrüpp.
Irgendwie kommen wir aber auf die Forststraße. Ich für meinen Teil mit dem Kopf zuerst, da ich die Böschung übersehe und meine Skier sich simultan eingraben und mich aus der Bindung katapultieren.
Zum Glück ist nix passiert und wir starten den Aufstieg zum Plöschkogel. Von hier darf unser "Guide" Alex die Führung übernehmen, hat er in dieser Gegend doch eine Skitouren-Ausbildung gemacht. Man sollte einem unbezahlten Guide nicht immer folgen, außer man will sich durch Baumstämme bei diesen Schneebedingungen nach unten kämpfen.
Wir erreichen die Forststraße und wollen schon wieder in den Wald abbiegen, aber Markus mein, er will die Forststraße heute nicht mehr verlassen. Das sind wir gar nicht gewöhnt von ihm, aber anscheinend  will er nicht schon bei der ersten Skitour seinen Skieren neuen Charakter verleihen :-)
Und so schieben, wedeln und gleiten wir auf der Forststraße talwärts, bis wir beim Auto ankommen.
Ein paar Zentimeter Neuschnee sind auch hier dazu gekommen und wir hoffen auf noch mehr. Aber das wichtigste wäre jetzt eine gute Unterlage, damit man seine Skier bei den nächsten Touren nicht ganz ruiniert.
Die Tour war trotzdem sehr schön und hat viel Spaß gemacht. Aber wir sind auch ein krasses Rudel :-)

Gesamtzeit: ~4h
Aufstieg: 1085hm
Kragelschinken Plöschkogel Skitour 2014-12-30

Sonntag, 14. Dezember 2014

Eisenerzer Reichenstein

Wenn Markus ruft, heißt's auf in die Berge. Viel zu lange ist unsere letzte gemeinsame Tour schon her und so freu ich mich, dass Mel und Markus uns zwei eine Wanderung auf den Reichenstein vorschlagen.

Schnee ist noch zu wenig für eine Skitour, obwohl schon ein paar Spuren vorhanden sind, aber so richtig Spaß würd's mir wohl noch nicht machen.
Wir haben die Ski auf jeden Fall noch Zuhause gelassen und machen uns zu Fuß vom Präbichlerhof auf Richtung Reichenstein.

Der Schnee ist schon eher kompakt und so brechen wir zuerst nur ab und zu etwas ein. Weiter oben kommen wir dann, wo der Wind den Schnee verfrachtet hat, schon öfter in den etwas tieferen Schnee Genuss.
Wir wählen den Aufstieg über die Stiege. Das ist auch kein Problem, da der Weg schon von mehreren Wanderern schön ausgetreten ist. Das Wetter ist heute sehr schön, nur etwas kalt. Aber auch kein Wunder, da wir erst kurz vorm Gipfel in die wärmenden Sonnenstrahlen kommen. Oben angekommen, weht uns dafür ein kalter Wind entgegen und so machen wir uns nach ein paar Fotos und einem Schnapsal gleich auf zur Hütte. Dort können wir uns, vom Wind geschützt, mit Tee und Sonnenstrahlen wärmen.
Für den Abstieg nehmen wir die Serpentinen und können immer wieder durch Rinnen abkürzen, wobei wir schon öfter bis zum Oberschenkel in Schneewehen einbrechen, aber trotzdem gut voran kommen.

Die Tour war heute sehr schön. Wir konnten schon fast nicht mehr glauben, das es die Sonne überhaupt noch gibt nach dieser langen Nebelphase in Graz, aber heute hat sie sich wieder von ihrer schönen Seite gezeigt.

Markus und Mel haben wir als Dank fürs mitnehmen gleich noch mit Tee und Keksen versorgt.

Eisenerzer Reichenstein 2014-12-14