Wetter gut, Motivation hoch und die Saison neigt sich dem Ende zu, wobei in Graz kann man eigentlich den Winter durchfahren. Trotzdem wollen Bernd und ich nochmal einen kleinen Trip machen und da die Wassertemperatur des Meeres bei Rijeka noch ca. 18° hat, ist unser Ziel fix.
Unsere beiden Maschinen werden im Kofferraum verstaut und wir sind auch schon auf dem Weg nach Moscenicka Draga, ca. 30km süd-westlich von Rijeka in der Kvarner-Bucht.
Am Anreisetag starten wir noch auf den Perun - 29.10.2017:
Die Auffahrt beginnt mit perfekter Steigung auf der Hauptstraße und somit gewinnen wir schnell an Höhe und haben immer einen schönen Blick auf das Meer.
Erst als wir von der Hauptstraße abbiegen wird es anstrengend, denn jetzt werden die Straßen steiler und schließlich wechselt der Untergrund auf Schotter. Anscheinend haben die Kroaten von den Slowenen Schotter importiert, denn den Slowenischen-Schotter aus Kobarid finden wir hier auch :-)
Zum Schluss muss noch geschoben werden, bis wir auf dem "Gipfel" stehen.
Ein starker kalter Wind lässt uns nicht lange verweilen, wir starten gleich in die Abfahrt und die ist wirklich sehr schön.
Singltrail Traum durch wunderschönen Wald, mit Spitzkehren, flowigen Passagen und langen Querungen, bis wir aus dem Tal sind und wieder einen wunderbaren Blick in die Bucht haben.
Zum Schluss gibts noch ein Sahnestückchen von Trail, in völlig anderer Vegetation. Waren wir zuerst in Buchenwäldern auf trockenem Untergrund unterwegs, zieht sich dieser Trail durch Dschungel ähnliches Gebiet und es ist sehr feucht und der Trail wird technisch noch viel schwieriger, bis er uns schlussendlich direkt am Strand ausspuckt. Geil!
Fahrzeit: 2h50m
Aufstieg: 1040hm
Strecke: 25km
30.10.2017 - Vojak:
Heute haben wir eine längere Tour vor. Der Vojak ist mit 1400m der höchste Gipfel des Ucka Naturparks.
1400hm sollten gehen, das unser Track im GPS soviel mehr anzeigt ignorieren wir.
Start ist gleich wie gestern. Schnell gewinnen wir an Höhe und kommen gut voran. Die Temperaturen sind perfekt. In der Sonne sehr warm, im Schatten und Wind, ziemlich kühl.
Der Untergrund wird heute auch wieder etwas ruppiger und wir sind froh, als wir den ersten Sattel erreichen. Hier ist es jetzt schon etwas kalt. Jetzt wird auch klar warum wir mit 1400hm nicht auskommen werden, es geht immer wieder runter und später wieder rauf.
Wir umrunden den Berg beinahe im Uhrzeigersinn und auf der Ostseite ist ein Parkplatz, von wo viele Wanderer starten und eine Asphaltstraße bis auf den Gipfel führt. Auf dieser kommen wir gut voran, wobei ich schon ganz schön fertig bin.
Am Gipfel ist es dann doch sehr kühl, aber die Aussicht ist wunderbar.
Solange halten wir uns daher nicht auf, wir starten mit der Abfahrt.
Leider ist der geplante Trail, vom Gipfel Richtung Westen, für Radfahrer gesperrt. Darum fahren wir zuerst auf der Straße wieder ein Stück ab und biegen dann Richtung Westen auf deine Schotterstraße, welche uns wieder auf den gewünschten Trail bringt.
Und jetzt gehts los, alter Schwede. Auf der Karte haben wir schon gesehen, dass sich die Höhenschichtlinien dicht an dicht drängen. Das gefällt uns ja meist ganz gut, da es technisch schwere Abfahrten verspricht. Problem ist jetzt nur die Steilheit und die ganzen schönen Blätter die vor ein paar Wochen noch an den Bäumen waren. Jetzt stehen wir vor einer dichten Laubfläche, die oft den Weg nicht preisgibt und so rutschen wir meist in eine Richtung, hoffen das wir stehen bleiben können, steigen ab, setzen das Rad in die andere Richtung und rutschen wieder los.
Schieben ist auch nicht wirklich brauchbar und so arbeiten wir uns durch diese Passage. Eigentlich ist es ganz lustig. Etwas weiter unten wird's dann flacher und somit wieder super fahrbar.
Der Trail hat alles. Steile, flowige, knifflige Passagen. 1400hm Downhill in dieser Schwierigkeit, nach dieser langen Auffahrt zehren aber ganz schön. Der Trail ist aber trotzdem genial.
Unten kommen wir wieder an der Küstenstraße an, die wir jetzt noch einige Kilometer bis Moscenicka Draga zurückfahren müssen. Leider auch mit Gegenanstiegen und so bin ich schon sehr froh, als wir ankommen.
Jetzt haben wir aber ein Bad im Meer und anschließendem Bier am Hafen verdient.
Fahrzeit: 5h
Aufstieg: 1817hm
Strecke: 47km
31.10.2017 - Kremenjak:
Heute wollen wir noch eine kleine Tour machen, die uns unter dem Kremenjak Gipfel entlang führt.
Auffahrt ist wieder wie an den beiden Tagen davor. Dann kreuzen wir auch bereits an den Vortagen befahrene Straßen und starten dann in einen ziemlich verwachsenen Trail. Ist lustig zu fahren, nur liegen immer wieder kleine Bäume am Weg und viele Steine.
Der letzte Trail runter zum Meer ist dann etwas besonderes. Er startet direkt vom Ort und beginnt mit Stufen. Leider endet er auch mit Stufen. Dazwischen sind über 700 betonierte Stufen.
Jetzt kennen wir diesen "Trail" auch. Nach diesem geschüttel, springen wir gleich nochmal ins Meer und lassen uns in der Sonne trocknen.
Fahrzeit: 2h18m
Aufstieg: 863m
Strecke: 20km
Die Gegend ist super. Hoher Berg, Meer, schöne Wälder. Vom Zeitpunkt war es auch perfekt. Wetter hat gepasst und auf den Trails waren sehr wenig Leute unterwegs.
Das Video zum Trip wird nachgereicht, ich war noch nicht so motiviert :-)
Dienstag, 31. Oktober 2017
Donnerstag, 26. Oktober 2017
Meßnerin
Wir wollen heute das schöne Herbstwetter genießen und so suchen wir uns eine Bergtour im Hochschwabgebiet aus. Es soll auf die Meßnerin gehen und über die Pillsteiner Alm in einem Bogen zurück.
Wir starten im Haringgraben gleich nach Oberort. Der Weg führt uns steil und sehr direkt Richtung Gipfel und nach ca. 1h wird der Ausblick auch sehr imposant. Der Nebel im Tal macht es nochmal schöner und wir kommen auch flott voran. Kurz unterhalb der Baumgrenze liegt dann auch schon stellenweise Schnee und ab ca. 1700m ist dann eine fast durchgängige Schneedecke bis auf den Gipfel.
Oben angekommen können wir zuerst die Aussicht noch nicht so genießen, da es ganz ordentlich bläst und so sitzen wir uns auf der Südseite etwas versteckt unterhalb des Gipfels zur Jause.
Gestärkt und eingepackt bestaunen wir dann aber doch noch die Aussicht Richtung Norden. Vor uns spannt sich das gesamte Hochschwabgebiet auf und wir bestaunen die schöne Aussicht.
Unsere Runde streichen wir aber heute. Unsere Schuhe sind anscheinend nicht mehr ganz dicht, Goretex hält anscheinend doch nicht so lange und die geplante Runde führt zuerst weglos den Gipfelhang runter, bis wir auf den Steig treffen. Da hier auch einiges an Schnee liegt, wollen wir diese Nasse Rutschparty nicht wagen und somit wählen wir den Aufstiegsweg auch für den Abstieg.
Die Meßnerin ist ein toller Gipfel, mit schöner Aussicht. Die geplante Runde werden wir sicher noch nachholen, wenn kein Schnee mehr liegt.
Aufstieg: 2h, ca. 1000hm
Gesamtzeit: 4h
Wir starten im Haringgraben gleich nach Oberort. Der Weg führt uns steil und sehr direkt Richtung Gipfel und nach ca. 1h wird der Ausblick auch sehr imposant. Der Nebel im Tal macht es nochmal schöner und wir kommen auch flott voran. Kurz unterhalb der Baumgrenze liegt dann auch schon stellenweise Schnee und ab ca. 1700m ist dann eine fast durchgängige Schneedecke bis auf den Gipfel.
Oben angekommen können wir zuerst die Aussicht noch nicht so genießen, da es ganz ordentlich bläst und so sitzen wir uns auf der Südseite etwas versteckt unterhalb des Gipfels zur Jause.
Gestärkt und eingepackt bestaunen wir dann aber doch noch die Aussicht Richtung Norden. Vor uns spannt sich das gesamte Hochschwabgebiet auf und wir bestaunen die schöne Aussicht.
Unsere Runde streichen wir aber heute. Unsere Schuhe sind anscheinend nicht mehr ganz dicht, Goretex hält anscheinend doch nicht so lange und die geplante Runde führt zuerst weglos den Gipfelhang runter, bis wir auf den Steig treffen. Da hier auch einiges an Schnee liegt, wollen wir diese Nasse Rutschparty nicht wagen und somit wählen wir den Aufstiegsweg auch für den Abstieg.
Die Meßnerin ist ein toller Gipfel, mit schöner Aussicht. Die geplante Runde werden wir sicher noch nachholen, wenn kein Schnee mehr liegt.
Aufstieg: 2h, ca. 1000hm
Gesamtzeit: 4h
Standort:
Haringgraben Weg 31, 8612, Österreich
Samstag, 23. September 2017
Hochalm - Maria Schnee
Der Herbst kommt und der erste Schnee liegt auch schon. So suchen wir uns eine kurze Wanderung, mit nicht zu hohem Ziel. Ein wenig Schnee haben wir aber dann doch unter unseren Füßen, aber das war beim Namen der Tour eigentlich schon klar :-)
Die Tour ist recht schön, vor allem der Ausblick von der Kirche und dem kleinen Gipfel dahinter.
So richtig motiviert waren wir heute nicht und der kalte Wind hat es auch nicht besser gemacht, ansonsten wäre der Weg zur Lamprechthöhe nicht mehr weit und die Aussicht von dort ist sicher nochmal schöner, da man von dort auch Richtung Norden sehen kann.
Gehzeit Gesamt: ca. 3h
Gehzeit Bergauf: ca. 1,5h
Aufstieg: ca. 800hm
Die Tour ist recht schön, vor allem der Ausblick von der Kirche und dem kleinen Gipfel dahinter.
So richtig motiviert waren wir heute nicht und der kalte Wind hat es auch nicht besser gemacht, ansonsten wäre der Weg zur Lamprechthöhe nicht mehr weit und die Aussicht von dort ist sicher nochmal schöner, da man von dort auch Richtung Norden sehen kann.
Gehzeit Gesamt: ca. 3h
Gehzeit Bergauf: ca. 1,5h
Aufstieg: ca. 800hm
Standort:
Dürnberg 30, 8732 Dürnberg, Österreich
Samstag, 9. September 2017
MTB Biwaktour - Schöckl - Sommeralm - Hochlantsch
Der Gedanke spukt mir schon länger im Kopf herum. MTB Abfahrt vom Hochlantsch nach Mixnitz. Sollte doch ein Teil fahrbar sein. Ich war aber schon länger nicht mehr am Hochlantsch und so wusste ich nicht, dass der Wanderweg verlegt wurde....
Aber um überhaupt die Abfahrt zu versuchen, muss man erst mal hinkommen. Also hab ich eine Route geplant und Bernd geschickt. Er hat leider keine Zeit, ich will das schöne Wetter aber nutzen und so ziehe ich am Freitag morgen alleine los.
Mein erstes Ziel ist der Schöckl, vom Fuß der Leber weg. Die Route ist bekannt, was bei der Motivation aber auch nicht immer hilft. Nach 3h hab ich aber den Gipfel erreicht. Eine schnelle Stärkung in der Hütte und ich mach mich an die zuerst steinig-holprige, dann schön waldig-flowige Abfahrt zum Schöcklkreuz. Jetzt folgt eine Asphaltpassage, die ich aber mit Zwischentrails auf dem 06er-Mariazellerweg garniere und so bin ich schnell in Arzberg und rolle gemütlich nach Passail.
Jetzt muss ich mich nochmals stärken, denn der weitere Weg ist mir vom Mariazell gehen schon bekannt und da weiß ich, dass das nicht alles schön wird.
Bis zur Ochsenhalt hab ich schon einige Schiebepassagen dabei und weiter auf den Schwarzkogel kommt dann noch eine Tragepassage dazu. Dafür gibts auf der Sommeralm einen Radler zur Stärkung.
Es ist ca. 16 Uhr und ich liege somit gut in der Zeit. Wasser hab ich auch nachgefüllt und so fahre ich zuerst am 06er, vorbei am Windrad, auf schönen Wegen weiter, bis ich dann doch abzweige und den Wanderweg Richtung Heulantsch wähle.
Jetzt wird's schon etwas anstrengend, den bergauf kann ich auf dem Almboden nicht mehr fahren und so schiebe ich meistens. Und so zieht sich der Weg, vorbei an der Stoahandhütte, zum Heulantsch noch gewaltig und ist kräfteraubend. Doch auch diesen erreiche - umfahre - ich und muss entlang eines Büffel-Geheges! runter Richtung Straße und Hotel Pierer. Soweit fahre ich aber dann doch nicht, ich hab heute mein eigenes Hotel dabei, sondern ich fahre ein Stück auf der Straße Richtung Breitenau.
In der 2. Kehre zweigen 2 Forststraßen ab, einmal die Drachentour und eine Sackgasse. Ich wähle zweitere und hoffe, das ich irgendwie auf die Forststraße zum Hochlantsch komme.
Komme ich auch, aber nur tragender-weise durch sehr steilen Wald.
Jetzt ist es kurz vor 18 Uhr, eigentlich wollte ich mir jetzt ein Plätzchen suchen für die Nacht. Irgendwie sag ich mir aber immer "...eine Kehre noch ...". Und schließlich sind es dann wirklich nur mehr ein paar Höhenmeter und eine Schiebepassage und ich bin am Wanderweg zum Hochlantsch, kurz vorm Gipfel. Jetzt heißt's nochmal Rad schultern und die letzten Höhenmeter zum Gipfel bewältigen. Ich schaffe es gerade noch mit den letzten Sonnenstrahlen. Jetzt geht aber auch nix mehr. Bin fertig, durchgeschwitzt, hungrig und müde.
Schnell Biwakplatz suchen, umziehen und Biwakzelt aufstellen. Gekocht wird halb sitzend im Zelt mit Schlafsack überm Kopf, ich hab wenig Kleidung mit und es wird sehr schnell kalt und feucht.
Um 20 Uhr ist dann auch "Licht aus!". Mir reicht's.
Die Nacht ist ok, nur etwas feucht ist es in meiner Herberge. Aufgrund des kalten Windes mag ich die Lüftungsschlitze nicht aufmachen und so bildet sich Kondenswasser an den Innenwänden. Kalt ist mir aber nicht. Während der Nacht verzieht sich auch der dichte Nebel, kein Wunder bei dem Wind und um 6:20 merke ich auch schon, dass es irgendwie sehr hell ist hier.
Ich mach mal ein bisschen meine "Balkontür" auf und schau direkt in den Sonnenaufgang. Wunderschön. Zum Aufstehen und "draussen" herumgehen ist es mir viel zu kalt und nass und so muss nur die GoPro raus, ich bleibe im Schlafsack.
Irgendwann mag ich aber auch raus, sollte auch mal los, bevor mir die Wanderer übers Zelt hüpfen. Nachdem ich meine nassen Radsachen wieder angezogen habe - pfui! - halte ich mich auch nicht mehr wirklich lange auf, sondern packe schnell zusammen.
Kaum fertig, kommen schon die ersten Wanderer :-)
Und jetzt kommt der Teil den ich zu Beginn erwähnt habe, die haben mir doch glatt den Wanderweg verlegt. Da geht mit fahren nicht sehr viel und so trage ich mein Rad ganz schön weit. Da alles nass ist und die Steine und Wurzeln auch nicht sehr vertrauenserweckend sind, bleibt es auf den ersten Höhenmetern auch nur bei sehr zögerlichen Fahrversuchen. Irgendwann fühle ich mich wieder sicherer, es ist trockener und nicht mehr so steiles Stein-gehopse und ich kann endlich fahren.
Auf den Weg vom Guten Hirten nach Mixnitz - Prügelsteig - hab ich mich schon gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Fast alles Fahrbar und sehr schön und so komme ich auch gut voran und bin bald unten beim Eingang zur Bärenschützklamm. Hier kommen wir am breiten Wanderweg schon viele Wanderer entgegen und ich rolle die letzten Höhenmeter bis zum Parkplatz.
Leider finde ich in Mixnitz kein Café/Wirtshaus das offen hat und so frage ich einen Passanten. Gibt nix, aber einen Tipp, damit ich bis nach Graz nicht alles auf Asphalt fahren muss bekomme ich noch. Somit zweige ich auf die Drachentour ein, die mich nach Tyrnau führt, von wo ich dann nach Frohnleiten fahren kann. Die Kräfte sind heute nicht mehr wirklich so vorhanden und so muss ich bergauf sehr viel schieben. Dafür bin ich bergab schneller, weil ich keine Kraft mehr zum Bremsen hab ;-)
Ab Tyrnau bin ich dann auf Asphalt unterwegs. Jetzt wird's aber Zeit für ein 2. Frühstück, kurz vor Frohnleiten werde ich dann fündig. Frisch gestärkt starte ich in die letzte Etappe, die mich am R2 Radweg nach Graz führt. Diese ca. 40km kosten mich wirklich nochmal einiges an Motivation.
Aber irgendwie gehts dann doch und so schaffe ich es bis nach Hause.
War eine sehr schöne, sehr harte Tour.
Schöckl - Arzberg - Passail - Ochsenhalt - Sommeralm - Heulantsch - Hochlantsch - Biwak
Gesamtzeit 10h
Fahrzeit 7h22min
Strecke 69km
Aufstieg 2905hm
Wanderweg Guter Hirte - Prügelsteig - Mixnitz - Drachentour Teil - Tyrnau - Frohnleiten - Radweg Graz
Gesamtzeit ca. 6h
Fahrzeit 4h
Strecke 60km
Aufstieg 500hm
Aber um überhaupt die Abfahrt zu versuchen, muss man erst mal hinkommen. Also hab ich eine Route geplant und Bernd geschickt. Er hat leider keine Zeit, ich will das schöne Wetter aber nutzen und so ziehe ich am Freitag morgen alleine los.
Mein erstes Ziel ist der Schöckl, vom Fuß der Leber weg. Die Route ist bekannt, was bei der Motivation aber auch nicht immer hilft. Nach 3h hab ich aber den Gipfel erreicht. Eine schnelle Stärkung in der Hütte und ich mach mich an die zuerst steinig-holprige, dann schön waldig-flowige Abfahrt zum Schöcklkreuz. Jetzt folgt eine Asphaltpassage, die ich aber mit Zwischentrails auf dem 06er-Mariazellerweg garniere und so bin ich schnell in Arzberg und rolle gemütlich nach Passail.
Jetzt muss ich mich nochmals stärken, denn der weitere Weg ist mir vom Mariazell gehen schon bekannt und da weiß ich, dass das nicht alles schön wird.
Bis zur Ochsenhalt hab ich schon einige Schiebepassagen dabei und weiter auf den Schwarzkogel kommt dann noch eine Tragepassage dazu. Dafür gibts auf der Sommeralm einen Radler zur Stärkung.
Es ist ca. 16 Uhr und ich liege somit gut in der Zeit. Wasser hab ich auch nachgefüllt und so fahre ich zuerst am 06er, vorbei am Windrad, auf schönen Wegen weiter, bis ich dann doch abzweige und den Wanderweg Richtung Heulantsch wähle.
Jetzt wird's schon etwas anstrengend, den bergauf kann ich auf dem Almboden nicht mehr fahren und so schiebe ich meistens. Und so zieht sich der Weg, vorbei an der Stoahandhütte, zum Heulantsch noch gewaltig und ist kräfteraubend. Doch auch diesen erreiche - umfahre - ich und muss entlang eines Büffel-Geheges! runter Richtung Straße und Hotel Pierer. Soweit fahre ich aber dann doch nicht, ich hab heute mein eigenes Hotel dabei, sondern ich fahre ein Stück auf der Straße Richtung Breitenau.
In der 2. Kehre zweigen 2 Forststraßen ab, einmal die Drachentour und eine Sackgasse. Ich wähle zweitere und hoffe, das ich irgendwie auf die Forststraße zum Hochlantsch komme.
Komme ich auch, aber nur tragender-weise durch sehr steilen Wald.
Jetzt ist es kurz vor 18 Uhr, eigentlich wollte ich mir jetzt ein Plätzchen suchen für die Nacht. Irgendwie sag ich mir aber immer "...eine Kehre noch ...". Und schließlich sind es dann wirklich nur mehr ein paar Höhenmeter und eine Schiebepassage und ich bin am Wanderweg zum Hochlantsch, kurz vorm Gipfel. Jetzt heißt's nochmal Rad schultern und die letzten Höhenmeter zum Gipfel bewältigen. Ich schaffe es gerade noch mit den letzten Sonnenstrahlen. Jetzt geht aber auch nix mehr. Bin fertig, durchgeschwitzt, hungrig und müde.
Schnell Biwakplatz suchen, umziehen und Biwakzelt aufstellen. Gekocht wird halb sitzend im Zelt mit Schlafsack überm Kopf, ich hab wenig Kleidung mit und es wird sehr schnell kalt und feucht.
Um 20 Uhr ist dann auch "Licht aus!". Mir reicht's.
Die Nacht ist ok, nur etwas feucht ist es in meiner Herberge. Aufgrund des kalten Windes mag ich die Lüftungsschlitze nicht aufmachen und so bildet sich Kondenswasser an den Innenwänden. Kalt ist mir aber nicht. Während der Nacht verzieht sich auch der dichte Nebel, kein Wunder bei dem Wind und um 6:20 merke ich auch schon, dass es irgendwie sehr hell ist hier.
Ich mach mal ein bisschen meine "Balkontür" auf und schau direkt in den Sonnenaufgang. Wunderschön. Zum Aufstehen und "draussen" herumgehen ist es mir viel zu kalt und nass und so muss nur die GoPro raus, ich bleibe im Schlafsack.
Irgendwann mag ich aber auch raus, sollte auch mal los, bevor mir die Wanderer übers Zelt hüpfen. Nachdem ich meine nassen Radsachen wieder angezogen habe - pfui! - halte ich mich auch nicht mehr wirklich lange auf, sondern packe schnell zusammen.
Kaum fertig, kommen schon die ersten Wanderer :-)
Und jetzt kommt der Teil den ich zu Beginn erwähnt habe, die haben mir doch glatt den Wanderweg verlegt. Da geht mit fahren nicht sehr viel und so trage ich mein Rad ganz schön weit. Da alles nass ist und die Steine und Wurzeln auch nicht sehr vertrauenserweckend sind, bleibt es auf den ersten Höhenmetern auch nur bei sehr zögerlichen Fahrversuchen. Irgendwann fühle ich mich wieder sicherer, es ist trockener und nicht mehr so steiles Stein-gehopse und ich kann endlich fahren.
Auf den Weg vom Guten Hirten nach Mixnitz - Prügelsteig - hab ich mich schon gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Fast alles Fahrbar und sehr schön und so komme ich auch gut voran und bin bald unten beim Eingang zur Bärenschützklamm. Hier kommen wir am breiten Wanderweg schon viele Wanderer entgegen und ich rolle die letzten Höhenmeter bis zum Parkplatz.
Leider finde ich in Mixnitz kein Café/Wirtshaus das offen hat und so frage ich einen Passanten. Gibt nix, aber einen Tipp, damit ich bis nach Graz nicht alles auf Asphalt fahren muss bekomme ich noch. Somit zweige ich auf die Drachentour ein, die mich nach Tyrnau führt, von wo ich dann nach Frohnleiten fahren kann. Die Kräfte sind heute nicht mehr wirklich so vorhanden und so muss ich bergauf sehr viel schieben. Dafür bin ich bergab schneller, weil ich keine Kraft mehr zum Bremsen hab ;-)
Ab Tyrnau bin ich dann auf Asphalt unterwegs. Jetzt wird's aber Zeit für ein 2. Frühstück, kurz vor Frohnleiten werde ich dann fündig. Frisch gestärkt starte ich in die letzte Etappe, die mich am R2 Radweg nach Graz führt. Diese ca. 40km kosten mich wirklich nochmal einiges an Motivation.
Aber irgendwie gehts dann doch und so schaffe ich es bis nach Hause.
War eine sehr schöne, sehr harte Tour.
Schöckl - Arzberg - Passail - Ochsenhalt - Sommeralm - Heulantsch - Hochlantsch - Biwak
Gesamtzeit 10h
Fahrzeit 7h22min
Strecke 69km
Aufstieg 2905hm
Wanderweg Guter Hirte - Prügelsteig - Mixnitz - Drachentour Teil - Tyrnau - Frohnleiten - Radweg Graz
Gesamtzeit ca. 6h
Fahrzeit 4h
Strecke 60km
Aufstieg 500hm
Standort:
Hochlantsch, 8131, Österreich
Samstag, 26. August 2017
Mit dem Fahrrad zur Kesselfallklamm
Heute machen Uwe, Sylvia und ich eine Rad-Wander-Tour.
Zuerst müssen wir jedoch die 28% Steigung vom Fuß der Leber auf die Leber bewältigen. Und das ist kein Spaß! Irgendwie schaffen wir es und somit haben wir auch die gröbsten Schwierigkeiten hinter uns. Von der Leber können wir gemütlich Richtung Semriach rollen und sind dann auch sehr schnell bei der Kesselfallklamm.
Die Klamm selbst ist sehr schön angelegt, hat aber derzeit wenig Wasser. Für den Rundweg brauchen wir nicht lange und so sind wir nach nicht einmal 1h schon wieder zurück bei unseren Rädern. Da haben wir noch leicht Zeit für eine Stärkung beim Wirt nebenan.
Für den Rückweg wählen wir eine andere Strecke und sparen uns somit eine längere Steigung. Wir fahren zuerst nach Friesach und hier auf dem R2 zurück nach Graz.
War ein sehr netter Ausflug mit ca. 50km und knapp 500hm. Die Klamm ist auch nett, aber eher kurz.
Zuerst müssen wir jedoch die 28% Steigung vom Fuß der Leber auf die Leber bewältigen. Und das ist kein Spaß! Irgendwie schaffen wir es und somit haben wir auch die gröbsten Schwierigkeiten hinter uns. Von der Leber können wir gemütlich Richtung Semriach rollen und sind dann auch sehr schnell bei der Kesselfallklamm.
Die Klamm selbst ist sehr schön angelegt, hat aber derzeit wenig Wasser. Für den Rundweg brauchen wir nicht lange und so sind wir nach nicht einmal 1h schon wieder zurück bei unseren Rädern. Da haben wir noch leicht Zeit für eine Stärkung beim Wirt nebenan.
Für den Rückweg wählen wir eine andere Strecke und sparen uns somit eine längere Steigung. Wir fahren zuerst nach Friesach und hier auf dem R2 zurück nach Graz.
War ein sehr netter Ausflug mit ca. 50km und knapp 500hm. Die Klamm ist auch nett, aber eher kurz.
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